Was versteht man unter Dogtrekking?

Dogtrekking oder zu Deutsch "Hunde-Weitwandern" ist eine neue Sportart, bei der besonders Hunde- und Naturliebhaber auf ihre Kosten kommen.

Hier geht es darum, bestimmte Strecken quer feldein zu meistern. Man kann sich selbst Strecken wählen anhand der körperlichen Fitness und der Fitness des Hundes und mit geeigneter Ausrüstung wandern. Alternativ nimmt man an sogenannten Dogtrekking-Touren teil, bei denen die Strecken, die Ausrüstung und die Zeit, in der man sie bewältigen muss (bzw. sollte), vorgegeben sind. Von diesen Rennen finden seit dem Jahr 2000 circa 8 bis 10 pro Jahr vor allem in Tschechien statt.

Welche Ausrüstung benötigt man für das Dogtrekking?

Als Ausrüstung benötigt man gutes Schuhwerk, also hochwertige Trekkingschuhe für den Menschen, ein gutes Taschenmesser und Kompass sowie geeignetes Kartenmaterial. Ich persönlich schwöre auf einen simplen Bundeswehr-Kompass und eine topografische Karte als Fallback. Natürlich ist ein GPS-Gerät meistens viel praktischer, aber wehe, man verliert es, es geht kaputt, man hat mal keinen Empfang, keine Batterien mehr etc. Dann ist es gut, eine Rückfallebene zu haben. Ein Handy ist auch von Vorteil, falls einmal etwas passiert.Dieses sollte aber auf keinen Fall das GPS-Gerät ersetzen, da man so in einem echten Notfall unter Umständen ohne Akkuladung für das Handy dasteht.

Je nach Witterung und Gelände sollte man über sogenannte Booties nachdenken - das sind Schuhe für den Hund. Diese schützen die Pfoten des Hundes vor Verletzungen, die bei scharfkantigem Geröll oder durch Dornen entstehen können. Sie können auch wundgelaufene Ballen verhindern.

Genügend Wasser für Mensch und Hund muss eingeplant werden, wetterfeste Kleidung und ein bequemer und geeigneter Trekking-Rucksack.

Auch sollte immer eine kleine Notapotheke mit an Bord sein - für Hund und Mensch. Des Weiteren ist empfehlenswert, dass der Hund ein passendes Geschirr trägt, welches weder scheuert, noch drückt und eventuell Packtaschen hat. Auch sollte man einen Bauchgurt mit Leine und Ruckdämpfer nicht vergessen.

Für sogenannte Rennen wird teilweise eine bestimmte Mindestausrüstung vorgeschrieben, dabei kann noch enthalten sein, eine Matte zum Sitzen, ein Gaskocher und Verpflegung usw.

Gesundheitliche Voraussetzungen beim Dogtrekking?

Sowohl Mensch als auch Hund sollten körperlich fit sein. Vor einer echten Weitwanderung sollte man entsprechend trainiert sein. Dazu ist es sinnvoll, sich mit einem Fachmann, sei es der Hausarzt oder ein Fitnesstrainer zu beraten und einen persönlichen Trainingsplan aufzustellen.

Für Dogtrekking speziell kommt hinzu, dass auch der begleitende Hund entsprechend gesund sein muss. Hier ist ein tierärztlicher Check-up unumgänglich.

Wichtig ist, dass vom Tierarzt neben Herz- / Kreislauf auch mögliche Probleme in Rücken, Hüfte und den Läufen abgeklärt wird.

Natürlich sollte der Trainingsplan für den Menschen so aufgebaut sein, dass der oder die Hunde mitmachen können.

Weiterführende Trekking-Links:

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Welche Angebote gibt es?

Angebote von sogenannten Rennen findet man besonders häufig in Italien oder Tschechien. Aber auch in Deutschland, Österreich und weiteren Ländern gibt es mittlerweile Vereine, welche ab und an Touren anbieten.

Für eigene, also selbst organisierte Touren benötigt man nur die richtige Ausrüstung und das geeignete Kartenmaterial. Daher bietet sich diese Sportart auch ideal als Breitensport für jederman an. Als Einstieg empfehlen sich aber kurze Touren in Halb-Tages- oder Tageslänge. Diese kann man beispielsweise auch aus einer Ferienwohnung heraus starten.

Über den Autor dieses Artikels: Peter Dreuw

profkm, am 21.07.2011
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