Schreiben wir Artikel im Auftrag für andere, dann ist uns vorher klar, was für uns dabei herausspringt. Die einen Auftraggeber zahlen ein Zeilenhonorar, andere wiederum vergüten den ganzen Artikel pauschal und auf vielen Schreibplattformen ist es üblich, nach einem Wortpreis abzurechnen, der sich wiederum nach der Qualität unserer Schreibe bemisst. Alles in allem ist das für uns eine klare Sache: Wir schreiben einen Artikel, verkaufen ihn und erhalten dafür einen vorher festgesetzten Betrag als Bezahlung. Wir wissen, wie viel wir schreiben müssen, um einen bestimmten Verdienst zu erzielen. So weit, so gut.

Nur.... diese Artikel verkaufen wir. Wir treten unsere Rechte daran ab und sehen sie nie wieder. Sie bringen uns durch den Verkauf eine einmalige Summe ein und das war's dann auch. "Wert" ist natürlich relativ, denn Wert hat auch etwas mit dem Nutzen zu tun, den eine Sache stiftet. Und das können wir natürlich nicht abschätzen, welchen Wert unser verkaufter Artikel letztendlich den Lesern bringt, daher befassen wir uns mit dem monetär messbaren Wert.

Nicht verkaufte Artikel haben einen Wert!

Schwieriger wird es, wenn es um den Wert eines eigenen Blogartikels oder einer Seite auf der Homepage geht. Da wir sie nicht verkaufen, erhalten wir vorerst daraus kein Geld. Aber ist der Artikel deshalb wertlos? 

Ich habe für mich einen Ansatz überlegt, wie ich den Wert meiner Artikel bestimmen könnte. Es geht dabei um die Schaffung eines Wertes, der langfristig ein passives Einkommen erzielt. Natürlich ist das so erst einmal schwierig, denn keiner weiß, wie lange der Artikel online sein wird, ob er gelesen wird oder wie oft jemand auf die geschalteten Werbeanzeigen klickt. Würde ich die Werbeeinnahmen einfach nur addieren, so wäre ein jüngerer Artikel wesentlich weniger wert als ein schon jahrelang veröffentlichter Artikel, ganz einfach, weil sich über die Jahre die Einnahmen kumulieren und mehr werden – absolut gesehen.

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Jetzt Autor werden! (Bild: Pagewizz)

Ich gehe daher zunächst von einem Durchschnittswert aus: Ich teile die Einnahmen (Affiliate, VG Wort,...) des gesamten vergangenen Jahres durch die Anzahl meiner bis zum Jahresende insgesamt auf dem Portal stehenden Artikel und teile diesen Wert dann durch 12, um den Verdienst einen Artikels pro Monat zu ermitteln. Natürlich ist das nur ein sehr grober Wert, denn die Artikel kamen sukzessive dazu und außerdem bringt auch nicht jeder gleich viel ein. Aber für eine grobe Richtlinie soll es ausreichend sein. 

Das Wichtigste – die alternative Rendite

Jetzt kommt der Knackpunkt: Weiß ich lediglich den Betrag, den mir ein durchschnittlicher Artikel im Monat bringt, könnte man das Weinen anfangen. Ich arbeite im Folgenden mit 3 fiktiven Beispielen, bei denen aus obiger Berechnung ein Betrag von 10 Cent, 20 Cent und 30 Cent herauskommt.

Nun stelle ich mir die Frage, welchen Geldbetrag ich alternativ anlegen müsste, um als passives Einkommen eben diese 10, 20 oder 30 Cent monatlich zu erwirtschaften.

Bei einer angenommenen Rendite beispielsweise auf dem Aktienmarkt (mit guten und regelmäßigen Dividendenzahlungen) von moderaten 3,0 % erziele ich eine Monatsrendite von 0,25 % und erhalte damit 2,50 € für jede 1000 €, die ich angelegt habe oder 25 Cent für jede angelegten 100 €.

Will ich 10 Cent monatlich erwirtschaften, müsste ich 40 € anlegen. Bei 20 Cent gewünschter Rendite wären das 80 €, bei 30 Cent 120 €.

Und genau diese 40, 80 oder 120 Euro sind der Wert, den ich mit Onlineartikeln schaffe, denn sie bringen mir die gleiche Rendite, wie der angelegte Betrag.

Kleinvieh macht auch Mist!

Sicher klingen 10, 20 oder 30 Cent nicht viel. Macht man sich aber bewusst, dass man sich damit ein passives Einkommen aufbaut mit immer wiederkehrenden Einnahmen, so sieht die Sache schon ganz anders aus. Und wenn man sich vor Augen hält, dass man bei angenommenen 20 Cent Rendite einen Wert von 80 € schafft und für den Artikel vielleicht gerade mal 2 Stunden benötigt, dann kommt schon ein ordentlicher Stundensatz dabei heraus. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass alles wie geplant läuft und die Artikel auf unbestimmte Zeit im Netz stehen....:-)

Ich sehe einen Artikel wie eine Aktie. Er ist im Portfolio, er kann an Wert gewinnen oder verlieren (Klickzahlen vergleichbar mit Kursverlust), aber er ist vorhanden und er wirft seine Rendite (vergleichbar mit der Dividende) ab, mal mehr, mal weniger. Aber er ist als Wert in meinem Bestand und hat als Investition das Potenzial, Gewinn abzuwerfen.

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Sonja, vor 21 Tagen
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Bildquelle:
Eigenes (Was ist eine Olympische Medaille wert?)
Eigenes (Die besten Schülerjobs - so lässt sich das Taschengeld aufbessern)

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