Symptome einer Myokarditis

Fieber, Gelenk- und Muskelschmerzen sind neben schneller Ermüdung und erkennbarem Absinken der Leistungsfähigkeit Symptome einer Herzmuskelentzündung, die sehr einem grippalen Infekt ähneln oder einem Entzündungsherd im Körper, der nicht zu lokalisieren ist. Deutlichere Hinweise auf eine akute und schwer wiegende, oft virusbedingte Myokarditis geben Herzrthythmusstörungen, ein beschleunigter Puls, Herzrasen, Kurzatmigkeit und Brustschmerz, die von einer allgemeinen Herzschwäche (Insuffizienz) begleitet werden. Wenn diese Anzeichen stark ausgeprägt sind, können sie, wenn nicht behandelt, einen chronischen Verlauf nehmen oder im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Es kann vorkommen, das die Entzündung auch auf den Herzbeutel (Perikard) übergreift. Hier wird dann von einer Perimyokarditis gesprochen.

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Welche Diagnoseverfahren gibt es?

Den wichtigsten Aufschluss über eine Herzmuskelentzündung geben Untersuchungen mit dem Elektrokardiogramm (EKG) und die Echokardiografie (Herzultraschall). Im EKG werden Herzrhythmusstörungen und andere Abweichungen von einer gesunden Herztätigkeit sichtbar gemacht. Diese Anomalien bieten jedoch keinen klaren Hinweis auf eine Myokarditis, sondern können auch Ursachen für eine andere Herzerkrankung sein.

Durch eine Echokardiografie lässt die Diagnose klarer eingrenzen. Mit diesem Verfahren können Herzhöhlen und Störungen der Koordination in der Herzbewegung festgestellt werden. Wenn es sich um eine Entzündung des Herzbeutels handelt, ist mit einer Echokardiografie die typische Flüssigkeitsansammlung (Perikarderguss) nachzuweisen, die sich zwischen Herzbeutel (Perikard) und Herzmuskel (Myokard) befindet. Durch weitere Befunde wie Ultraschalluntersuchungen, Blut- und Stuhlanalysen oder einen Rachenabstrich wird die Diagnose gefestigt. Über Szintigrafie, eine nuklearmedizinische Untersuchung und Kernspintomografie lassen sich Entzündungsherde und Vernarbungen des Muskelgewebes erkennen. Der letzte Schritt zur Klarheit ist eine Gewebe-Entnahme aus dem Herzmuskels oder eine Punktion, um die Flüssigkeit des Perikardergusses zu untersuchen.

Prophylaxe und Therapie

Neben der Gabe von Medikamenten gegen die Infektion ist Bettruhe die wichtigste Therapie bei einer Herzmuskelentzündung. Auch wenn schon eine Besserung eingetreten ist, ist angeraten, körperliche Anstrengung zu vermeiden. Sollte die Myokarditis bereits die Herzfunktion beeinträchtigt haben, werden entsprechende Medikamente gegen Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Bei extremem Verlauf kann es sogar nötig sein, eine Herztransplantation vorzunehmen. Da die Ursache Myokarditis meist eine Virusinfektion ist, raten viele Ärzte zu einer Grippeimpfung als vorbeugende Maßnahme, was allerdings eine Herzmuskelentzündung nicht nachweisbar verhindern kann. Weiterhin sind Risikofaktoren wie übermäßiger Nikotin-, Alkohol- und Koffeingenuss zu meiden. Eine gesunde Lebensweise ist zwar keine direkte Vorbeugungsmaßnahme gegen Herzmuskelentzündungen, aber eine gute Möglichkeit, das Risiko einer Erkrankung zu mindern.
Krimifreundin, am 21.08.2017
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