organische Schäden

Rauchen schädigt vor allem das Atemwegssystem. Dies geschieht zunächst einmal durch das Kohlenmonoxid, das bei der Zigarettenverbrennung entsteht. Kohlenmonoxid hat eine höhere Bindungsfähigkeit als Sauerstoff, somit wird dieses beim Andocken an die roten Blutkoerperchen bevorzugt. Als Folge kommt es zu einer Sauerstoffunterversorgung des Körpers. Inhaltsstoffe des inhalierten Rauches lagern sich in den Alveolen der Lunge ab, sodass diese auf Dauer in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt wird. Entzündliche Prozesse, eine chronische Bronchitis oder ein Karzinom können als Fazit auftreten. 

Rauchen verengt die Gefässe, das Resultat sind in vielen Fällen Durchblutungsstörungen. Sind hiervon die Herzkranzgefäße oder das Gehirn betroffen, kann es zu einem Infarkt kommen. Raucher frieren stellen schneller als Nichtraucher, auch das ist ein Ergebnis verengter Arterien. Da die Produktion der roten Blutkörperchen durch den Sauerstoffmangel angeregt wird, verdickt sich das Blut. Es kann zu einer Thrombose kommen. 

Immunsystem und Zellteilung werden durch die Inhaltsstoffe des Tabakrauches in Mitleidenschaft gezogen. Das Risiko banaler Infekte erhöht sich, gerät die Zellteilung außer Kontrolle, steigt die Gefahr an Krebs zu erkranken. 

psychische Auswirkungen

Noch weitaus gravierender ist die psychische Wirkung des Rauchens auf den menschlichen Körper. Nikotin hat die Eigenschaft, die Blut-Hirn-Schranke - deren Eigenschaft ist es normalerweise, die Nervenzellen im Gehirn vor schädlichen Einflüssen zu schützen - zu überwinden. Das Gift dockt hier an den Rezeptoren bestimmter Nervenzellen an und beeinflusst diese im negativen Sinn. Als Folge werden unterschiedliche Neurotransmitter wie Dopanin und Serotonin ausgeschüttet. Diese dienen der Informationsübermittlung und sind unter anderen für bestimmte Aktivitäten wie Essen, Trinken und Sexualität verantwortlich. So stellen sich während des Rauchens Glück, Zufriedenheit und gute Laune ein. Auf diesem Weg entsteht ein auf Dauer angelegtes Suchtpotenzial. Möchte ein Raucher mit dem Tabakkonsum aufhören, kann dies zu Stress und Unzufriedenheit führen. Entzugserscheinungen wie Angst und Depressionen sind oftmals die Folge. 

 

 

Lösungsmöglichkeiten

Lösungsmöglichkeiten gibt es viele. An dieser Stelle sollen einige von ihnen, die ohne Medikamente und medizinische Behandlungen auskommen, vorgestellt werden. Das A und O mit dem Rauchen aufzuhören ist zunächst einmal der eigene Wille. Hier liegt der Grundbaustein für das weitere Vorgehen. 

  • Sport: Hier werden stimmungserhellende Substanzen wie Dopamin und Serotonin ausgeschüttet. Außerdem wird das Lungenvolumen gesteigert, sodass die Sauerstoffversorgung auf Dauer verbessert wird.
  • Entspannungsübungen wie Meditation und autogenes Training helfen die Entzugserscheinungen in Schach zu halten
  • Akupunktur, Hypnose und Homöopathie bieten vielversprechende Ansätze, die Zigarettenentwöhnung zu erleichtern
  • Ersatzbefriedigungen wie Hungergefühle, die durch den Nikotinentzug ausgelöst werden können, sollten durch geschicktes Vorgehen in gesunde Bahnen gelenkt werden 
  • Mittel wie Nikotinpflaster oder E-Zigaretten sind mit Vorsicht zu geniessen und nicht ohne ärzlichen Rat einzusetzen 
  • Selbsthilfegruppen bieten gegenseitige Unterstützung und Beratung, das erleichtert den Nikotinverzicht 

Mein Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht den Rat eines Arztes, Heilpraktiker oder Apothekers.

Ashlie, am 01.03.2015
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