K.D. Lang sings Cohen's Hallelujah

Geschichte und Symbolik des Weihnachtsfestes - Warum feiern wir Weihnachten

Wir feiern die Geburt Christi am 25. Dezember. Schauen wir in den Evangelien steht aber nichts von dem Geburtsdatum des 25. Dezembers. Aber die Kirche hat sich für diesen Termin aus ganz bestimmten Gründen entschieden. Der Dezember ist ein sehr dunkler Wintermonat, es gibt wenig Licht und ohne Licht gibt es kein Leben und kein Wachstum. Da die Tage ab dem 22. Dezember allmählich wieder länger wurden, feierte man in vielen Kulturen diesen Tag als den Tag der "Sonnenwende." Alle heidnischen Völker verehrten an diesem Tag die Sonne. Im Altertum wechselte der Tag zwischen Tag und Nacht genau am 25. Dezember. Durch die Einführung der Kalenderreform im 16. Jahrhundert ist es heute der 21. Dezember. Im 4. Jahrhundert gab es viele Christen in Rom und die römischen Kaiser konnten sich ihrer Existenz nicht mehr entziehen. Am 25. Dezember verehrten die Römer auch ihren Sonnengott, den sie "sol invictus" nannten. Das bedeutet so viel wie "unbesiegbarer Sonnengott."  Da sich die römischen Christen auch auf einen Geburtstag von Jesus festlegen mussten, haben sie genau diesen Tag gewählt. Geschichtliche Überlieferungen besagen, dass Weihnachten erstmal im Jahr 354 am 25. Dezember gefeiert wurde.

Warum gibt es immer Streit an Weihnachten?

Weihnachten wird oft assoziiert mit Romantik: die Familie sitzt am schön geschmückten Weihnachtsbaum, die Kerzlein brennen und die Geschenke stapeln "en masse" unter dem prachtvollen Baum. Viele versuchen eine tolle Stimmung zu zaubern, vergessen aber dabei, dass die Erwartungen jedes Familienmitgliedes eine andere ist. Die Kinder freuen sich auf ihre Geschenke: den Wunschzettel haben sie schon Wochen vorher erstellt. Die meisten Männer sehnen sich nach einer Verschnaufpause vom Arbeitsalltag und wünschen sich nichts sehnlicheres als die Seele mal baumeln zu lassen, ihre Ruhe zu haben und sich von Muttern mal so richtig verwöhnen zu lassen. Manche Frauen stellen vorher noch so richtig das Haus auf den Kopf: ein schnuckeliges und reinliches Ambiente gehört doch einfach dazu, wenn man endlich mal mit der Familie an Weihnachten zusammen sitzt. Da wird Wochen vorher schon das köstliche Weihnachtsgebäck gebacken, die Rezeptbücher gewälzt, was man dieses Jahr wieder an Weihnachten als Hobbyköchin auf den Tisch zaubern kann. Und doch gibt es immer Streitereien, gerade an Weihnachten, dem "Fest der Liebe." Man denkt, die jährlichen "Rituale" schreiben vor, dass man tagelang aufeinanderhockt, wo man doch auch gerne mal eine kleine "Verschnaufpause" hätte, um sich mit sich allein zu beschäftigen. Das Fass kann dann schnell überlaufen, wenn das köstliche Essen von den anderen Familienmitgliedern so richtig vermiest wird. Sie kennen das sicherlich: die gut gemeinten Ratschläge von Müttern oder Schwiegermüttern: "die Weihnachtsgans ist nicht durch, die hättest Du länger im Ofen lassen sollen." Oder das Gemeckere der Teenager: "ich würde jetzt lieber einige Stunden mit meinem Freund oder mit meiner Freundin verbringen, das ist doch jedes Jahr das Gleiche...."

Hand auf Herz: es sind viele Vorbereitungen zu treffen: Geschenke auswählen, den Weihnachtsbaum schmücken und die Gästeliste erstellen. Manchen wird es mulmig zumute, wenn sie an bestimmte Familienangehörige denken, die sie sonst nur sehr sporadisch besuchen. Da kann die ersehnte Romantik schnell einem Stress weichen, der sich dann gerade an Weihnachten entlädt. Gerade, wenn man zu hohe Erwartungen stellt,  können Streitereien aufkommen: wenn die Geschenke nicht gefallen oder wenn manche Familienmitglieder ständig etwas kritisieren. Dann sind viele Frauen frustriert, wo sie sich doch so viel Mühe gemacht haben alles so perfekt zu planen.

Tipps für Stressfreie Weihnachten - Bitte kein "Leistungsstress" an Weihnachten

Damit es am Heiligen Abend keine "Schlacht" am Buffet gibt, beherzigen Sie bitte folgende Tipps für "Stressfreie Weihnachten": gerade an diesem Abend sollten Sie nur ein kleines Essen vorbereiten, damit auch Sie als Gastgeberin genügend Zeit haben mit ihrer Familie am Tisch zu sitzen und den Abend zu feiern. Auch die Hirten haben eine einfache Mahlzeit eingenommen, bevor sie sich nach Bethlehem aufgemacht haben. Bereiten Sie einen leckeren Kartoffelsalat zu, dazu passen Wiener oder Bratwürste. Eine andere Alternative wäre Pastete und danach können Sie noch ein leckeres Dessert auftischen. Das hat den Vorteil, dass Sie genügend Zeit haben gemeinsam den Gottesdienst zu besuchen. Danach können sie die Weihnachtsgeschichte vorlesen, Weihnachtslieder singen und zusammen die Geschenke auszupacken.

Tipp 1 - Weihnachtsliste erstellen - Weihnachtsstress ade

Setzen Sie sich einige Wochen vor Weihnachten an den "runden Tisch." Erstellen Sie zusammen mit allen Familienangehörigen eine Weihnachtsliste, wer welche Aufgaben übernimmt:

  • Wer kauft und schmückt den Weihnachtsbaum?
  • Wer hilft bei der Zubereitung des Essens am Heiligen Abend?
  • Wer erledigt die Einkäufe für das Festmenü?
  • Wer hilft bei der Zubereitung?
  • Wer kauft die Getränke
  • Wer hilft bei der Zubereitung des Desserts?

Es macht Sinn, die Weihnachtsgeschenke nicht auf den "letzten Drücker" zu kaufen, sondern eine Vorlaufzeit von 4 Wochen oder länger einzuplanen. Nichts schafft mehr Stress und Unbehagen als einige Tage vorher noch los zu rennen und die Geschenke für die Lieben zu suchen. Wenn sie strukturiert vorgehen und Alle einbezogen werden, haben Sie Gelegenheit Streitpunkte am runden Tisch zu diskutieren und zu klären. Das ist allemal besser als am Heilig Abend zu streiten.

Tipp 2 - Gewohnheiten ändern - Delegieren kann man lernen

Ändern Sie ihre Gewohnheiten und lernen Sie zu delegieren

Als Mütter und Hausfrauen werden wir jedes Jahr an Weihnachten sehr eingespannt:

  • Mutter ist zuständig für die Weihnachtsbäckerei
  • Mutter ist zuständig für die gesamten Einkäufe
  • Mutter steht  an Weihnachten stundenlang in der Küche.

Falls Sie sich in dieser Situation befinden und keiner der Familienmitglieder bereit ist, sie zu unterstützen, sollten Sie ihre "Strategie" ändern. Lernen Sie, wie man Gewohnheiten auch ändern kann! Wenn beim "runden Tisch" die faulen Ausreden kommen: "ich hab doch Ferien" oder "Schatz, Du weisst doch, ich habe das ganze Jahr Stress bei der Arbeit, an Weihnachten möchte ich meine Ruhe", sollten bei Ihnen die Alarmglocken klingeln. Es kann nicht sein, dass Familienmitglieder so egoistisch sind und von Ihnen alles abverlangen. Wenn Sie den Schalter nicht umdrehen, müssen Sie sich mit der Situation abfinden! Wenn Sie klug sind, delegieren Sie die Arbeiten. Wenn das nicht akzeptiert wird, fällt das üppige Festtagsmenü an den Feiertagen aus und es gibt eben nur ein kaltes Buffet! Kommunizieren Sie das ganz klar, ohne sich zu rechtfertigen, damit jeder erkennt, wie "wertschätzend" auch ihre Arbeit das ganze Jahr ist.

Tipp 3 - Kinder und Erwachsene brauchen Freiräume

Wenn die Schwiegereltern oder die Eltern an Heiligabend nicht kommen möchten, so zwingen Sie sie nicht. Wenn die Schwiegermama, wie jedes Jahr herumnörgelt, ist es für Alle eine Tortur in die griesgrämigen Gesichter zu schauen. Akzeptieren Sie das Fernbleiben von Gästen und sprechen Sie diese Entscheidung im Familienkreis ab. Überlegen Sie zusammen mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner die Eltern dann an einem anderen Tag zu besuchen. Wenn Sie Änderungen wünschen, müssen Sie zuerst sich selbst ändern: das fängt damit an die alten Traditionen auch einmal über Bord zu werfen.

Gerade an Festtagen, an denen es kein Alltagsrhythmus gibt brauchen wir Stunden, in denen wir uns auch zurückziehen können. Stunden der Ruhe: Kinder brauchen Freiräume, in denen sie ohne Erwachsene etwas unternehmen. Teenager möchten sich auch an den Festtagen einige Stunden mit ihren Freunden treffen und mit ihnen etwas unternehmen. Man freut sich in dem wunderschönen Buch, das auf dem Gabentisch lag zu stöbern. Oder man möchte einfach schöne Musik hören und eine Auszeit genießen. Gönnen Sie sich diese Musestunden und fühlen Sie sich nicht auf den Schlips getreten, wenn ihre Lieben auch einmal allein sein möchten.

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Tipp 4 - Unendliche Diskussionen vermeiden

Vermeiden Sie unendliche Diskussionen an Weihnachten. Üben Sie sich in Toleranz und Gelassenheit! Akzeptieren Sie auch andere Sichtweisen. Das heißt aber noch lange nicht, dass Sie klein beigeben müssen: sagen Sie ganz klar, dass Sie eine andere Ansicht zu diesem oder jenem Thema haben und beenden Sie dann die Diskussion. So vermeiden Sie Streitereien über Grandsatzthemen mit Eltern oder Schwiegeltern. Wenn Sie klar ihre Ansicht formulieren, werden die anderen Gesprächsteilnehmer sehr schnell die Diskussion beenden. Wenn Sie dann noch mit ihrem Partner an einem Strang ziehen und er in Grundsatzdiskussionen zu Ihnen steht, haben Sie die Oberhand.

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Tipp 5 - Weihnachten richtig planen - Spiel und Spaß für die ganze Familie

Machen Sie sich vor Weihnachten zusammen Gedanken, was Sie nach dem üppigen Festmenü unternehmen können. Planen Sie Weihnachten richtig! Studieren Sie in aller Ruhe die Angebote in ihrem Umkreis und stellen Sie sie in der Familie vor. Auch wenn es nicht immer gelingt, alle unter einen Hut zu bringen, gibt es doch viele Dinge, die die Familie wieder näher zusammenbringt.

Spiel und Spaß für die ganze Familie

  • Spielen Sie mit den Kindern "Mensch ärgere Dich nicht" oder Kartenspiele
  • Wenn Sie gerne "Schach" spielen, gönnen Sie sich mit ihrem Partner eine Schachpartie. In dieser Zeit können die größeren Kinder sich mit ihren Freunden treffen.
  • Bewegen Sie sich an der frischen Luft, denn nichts ist trostloser als den ganzen Tag nur im Zimmer zu sitzen und fern zu sehen
  • Planen Sie zusammen einen Kinobesuch und setzen Sie sich danach in ein nettes Bistro zum Plaudern.

Zusammenfassung

Wenn Sie "Weihnachten" ohne Stress und Streit verbringen möchten, bedarf es im Vorfeld einer gut strukturierten Planung. Dazu gehört ebenfalls, dass Sie als Gastgeberin klar ihre Wünsche formulieren. Ihre Botschafen sollten in einer wertschätzenden Sprache an Alle in der Familie adressiert werden. Wenn Sie diese Weihnachten von einigen Aufgaben entbunden werden möchten, müssen Sie lernen zu delegieren. Aufgaben sollten gerade an Festtagen an Alle verteilt werden, damit jeder die freien Tage genießen kann. Strukturieren Sie das Fest einige Wochen vorher und diskutieren Sie im Familienkreis ihre Wünsche und akzeptieren Sie auch die Wünsche der Anderen. Gehen Sie nicht auf alle Wünsche der Kinder ein, denn kleine Geschenke können auch Kinderherzen sehr erfreuen. Selbst gebastelte Geschenke oder kleine Dankesbriefe an ihre Lieben brauchen Zeit und können nicht kurzfristig erstellt werden. Stöbern Sie schon jetzt im Internet, lassen Sie sich inspirieren und freuen Sie sich auf Stressfreie Tage ohne Streit mit der Familie. Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Freude!

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Bilder zu diesem Artikel:

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sissilu, am 18.10.2012
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