Kinderarmut (Bild: pixabay)

Arme Familien in einer Wohlstandsgesellschaft

Scheinbar leben wir in einer sogenannten Wohlstandsgesellschaft, aber die Wirklichkeit in den deutschen Familien sieht längst anders aus: Viele alleinerziehende Mütter und Väter kämpfen jeden Tag ums reine Überleben. Etliche Kinder bekommen nicht mehr jeden Tag ihre drei Mahlzeiten, geschweige denn eine warme Mahlzeit pro Tag. Diese werden mittlerweile so gut es geht durch Hilfsorganisationen wie Die Johanniter versorgt, doch natürlich fehlt es diesen Familien auch sonst überall.

 

Wie es dazu kommen kann, dass eine Familie so weit abrutscht, ist leicht nachzuvollziehen. Am schlimmsten sind die Kinder alleinerziehender Eltern dran, denn hier muss sich ein Elternteil förmlich zerteilen, um einerseits eine gute Erziehung zu gewährleisten und andererseits für den Lebensunterhalt der Familie zu sorgen. Doch alles Jammern und Klagen über unsere Regierung, die Banken, zu hohe Steuern und unsere Gesetze hilft nicht viel, denn anderen Ländern geht es zurzeit ja noch viel schlimmer. Das einzige was jetzt nützt ist: Ärmel hoch und mitgeholfen! Arme Familien brauchen Unterstützung und zwar nicht nur finanziell und materiell, sondern auch emotional. Am wichtigsten wäre Verständnis, Trost, Aufmunterung und vor allem Anleitung zur Selbsthilfe. Dies alles können Sie das ganze Jahr über leisten. Doch gerade in der Weihnachtszeit haben arme Familien besonders viel emotionalen Stress, denn arme Mütter und Väter können ihren Kindern kaum etwas schenken, wenn die Haushaltskasse nicht mal für das Nötigste reicht.

Weihnachtsgeschenke für bedürftige Familien (Bild: pixabay)

Weihnachten in bedürftigen Familien - eine besondere Herausforderung

Ist schon das ganze Jahr für eine bedürftige Familie mit kleinen oder heranwachsenden Kindern schwer, so stellt doch die besinnliche schöne Zeit am Ende des Jahres für die Armen eine besondere Belastung dar. Vater und Mutter leiden oft sehr darunter, dass sie ihren Kleinen so wenig gönnen können, während die Schulkameraden mit den neuesten technischen Geräten förmlich um sich werfen, Markenklamotten zum guten Ton gehören oder die Ausstattung an Spielzeug im Kinderzimmer aussieht wie im Kaufhaus.

Familien, denen es eingigermaßen gut geht, machen leider auch den Fehler, sehr viel Geld in die Geschenke ihrer Kinder zu investieren, meist viel mehr als sie sich leisten können. Hinzu kommen die Großeltern, Freunde und andere Verwandte, die alle leuchtende Kinderaugen sehen wollen, wenn ihre Geschenke ausgepackt werden. Es ist leider Realität: Kinder werden auch häufig mit Geschenken überschüttet, weil die älteren Generationen allzu gern in die Zukunft der eigenen Familie investieren. Es wäre für unsere gesamte Gesellschaft gesünder, wir würden die Summen für die Luxusgeschenke für Töchter und Söhne wieder reduzieren. Leider gaukelt uns die Spielwarenindustrie (und auch jede andere Industrie) vor, dass der ständige Konsum von neuen Produkten normal, gesund und angemessen wäre. Klar, wir unterstützen damit die Wirtschaft, tragen aber auch nicht gerade zur gesunden Entwicklung der Kinder bei, denn niemand kann garantieren, dass der hohe Standard, den die Kinder in den besser verdienenden Familien erleben, später einmal gehalten werden kann. Aktuell sieht es ja eher nicht danach aus.

Es scheint also hart, aber notwendig: Wir müssen wieder etwas zurückrudern und was Konsum und materielle Freuden angeht, wieder weniger in die Gegenwart, sondern mehr in die Zukunft der Kinder investieren. Die Renten sind nicht sicher....

Bedürftige Familien können folglich überhaupt nicht mehr mit dem Standard vieler anderer Familien mithalten und haben zusätzlich das Problem, dass die Kinder nicht mal kleine Freuden, wie das Eis vom Italiener genießen können.

Natürlich wirkt sich das auf die Psyche und das Selbstbewusstsein der Kinder aus. Hier ist also von uns allen Sensibilität gefordert. Wir sollten endlich aufhören uns ständig zu messen und zu vergleichen und nach Statussymbolen schielen.

Bedürftigen Familien helfen

Vielerorts wird bedürftigen Familien bereits geholfen. Dazu müssen diese sich aber auch melden, was für viele eine fast unüberwindliche Hürde bedeutet. In den Köpfen herrscht eben vor, wer arm ist, hat versagt, Fehler gemacht oder wäre nicht tüchtig genug. Diese Vorstellung muss endlich weg. Armut kann auch nur ein vorübergehender Zustand sein. Kopf hoch und Blick nach vorne, heißt es für die Betroffenen.

In vielen Gemeinden wird schon einiges für arme Familien getan. Es werden Kleidung, Haushaltsartikel, Möbel, elektronische Geräte und Spielsachen gesammelt und bei den betroffenen Familien verteilt. Man kann hier ständig Gutes tun, am besten sind natürlich Geldspenden. Wenden Sie sich an die Caritas, Johanniter oder Organistationen wie Engelbaum, die professionell Hilfe organisieren.

Speziell an Weihnachten gibt es in vielen Supermärkten oder in Rathäusern, Pfarrstellen Wunschzettel-Aktionen. Die Kinder aus bedürftigen Familien können hier ihre Weihnachtswünsche aufschreiben, nette Menschen besorgen dann diese Geschenke, verpacken sie und geben sie an der Sammelstelle ab.

Übrigens sind die Wünsche hier oft erstaunlich und wirken auch manchmal etwas unbescheiden. So wünschte sich mal eine 15-jährige eine Staffelei mit Farben und Pinseln und viele kleinere Kinder wünschen sich Artikel aus der neuesten Lego-Serie sowie technische Spielereien. Manche Wünschen erfordern also Toleranz und Verständnis von den Schenkenden. Trotzdem kann man als Erwachsener nicht unbedingt nachvollziehen, was Kinder und Jugendliche heutzutage wirklich zu Weihnachten erfreut. Also Augen zu und Wünsche erfüllt!

Weihnachtsgeschenkideen für bedürftige Familien

Das Beste wäre, Sie hätten Kontakt zu den betreffenden Familien und könnten die Eltern fragen, was die Familie zu Weihnachten am nötigsten braucht. Die Antwort ist natürlich klar: Nichts wird so dringend gebraucht, wie Geld. Wenn Sie kein Geld schenken wollen, gibt es noch einige Alternativen.

Geldgutscheine

- Verschenken Sie einen Gutschein von Amazon, so kann die Familie das Passendste zu Weihnachten aussuchen.

- Verschenken Sie andere Online-Gutscheine, beispielweise von mytoys.de oder von anderen Shops für Spielwaren.

- Verschenken Sie Gutscheine für Kaufhäuser in ihrer Nähe, wie z.B. von der Galeria Kaufhof, hier gibt es so eine große Auswahl, dass man nichts falsch machen kann. Auch Rossmann hat Spielzeug im Angebot und Gutscheine gibt es mittlerweile überall zu kaufen.

Schenken Sie diese Gutscheine den Eltern noch vor dem Fest, so können sie den Kindern doch noch was unter den Baum legen.

Nützliches und Brauchbares

- Kennen Sie die Familie genauer, können Sie natürlich auch brauchbare Dinge wie Schreibutensilien für die Schule, Taschen und Kleidung kaufen. Sicherlich ist es schwierig den genauen Geschmack zu treffen, aber Markenartikel sind heutzutage selten falsch.

- Dinge für den Haushalt und Möbel für das Kinderzimmer sind nicht verkehrt, wenn Sie einen etwaigen Überblick über die Einrichtung und die Ausstattuung haben. Meist fehlt das Geld für neue Küchen-Utensilien oder gute Sitzmöbel und Schreibtische für die Kinder.

- Haltbare Lebensmittel wie Nudeln und Reis sind zwar etwas profan, entlasten aber die Haushaltskasse. Wenn Ihnen genügend Lebensmittel für einen schönen Präsentkorb einfallen, hat die Familie wenigstens hier gespart und kann sich eine Weile lang gute Schokolade und kleine Leckerbissen gönnen.

 

 

Geschenkidee: Gutscheine für schöne Erlebnisse

Arme Familien können es sich kaum leisten, gemeinsam etwas zu unternehmen, was etwas kostet. Hier können Sie allen eine große Freude machen, indem Sie Gutscheine schenken, die länger gültig sind.

  • Kinobesuch
  • Zoobesuch
  • SeaLife
  • Erlebnisparks
  • Märchenwald
  • Schwimmbad
  • Restaurantbesuch

Zoo (Bild: pixabay)

Geschenkidee: Kurse und Ferienprogramme

Kinder brauchen Förderung und jemand, der ihre Talente und Fähigkeiten entdeckt. Das geschieht öfter außerhalb der Schule in Kursen und Vereinen. Arme Familien haben kaum Geld, um Kurse und Vereinsmitgliedschaften zu bezahlen. Hiermit würden Sie etwas sehr nützliches schenken.

  • Kletterkurse
  • Mitgliedschaft im Turnverein
  • Musik-Unterricht
  • Mal- und Bastelkurse
  • Ballett-Unterricht
  • Sportvereine für Teamsportarten
Autor seit 6 Jahren
40 Seiten
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