Irgendwann reicht es! Warum ...

Irgendwann reicht es! Warum Emotionen wichtig sind - und vor allem negative Emotionen ganz vorne mit dabei sind... (Bild: Public Domain Pictures)

Kommunikation ist alles!

Ich habe jetzt einen neuen Sketch, den ich vor dem Umtrunk erzählen kann! Dankeschön :-)
Ja, also folgende Emotionen löst dieser Vorfall bei mir aus: einen echten Lachflash = großes Gelächter/ Heiterkeit/ Amüsement/ Glücksgefühle (selten komme ich so unverhofft zu guten lustigen Geschichten!), ein wenig Verwunderung (arm ist was anderes...). Auch manch andere Aktionen, die gesetzt wurden, finde ich eine Betrachtung wert - werde darauf aber an dieser Stelle nicht darauf eingehen. Ich sage nur: Auch schämen können will gelernt sein.

 

Zwischenmenschliche und nonverbale Kommunikation

Emotionen sind beides gleichermaßen, sie zählen zur zwischenmenschlichen Kommunikation und der nonverbalen Kommunikation – allerdings, es ist meines Erachtens überaus wichtig, seine Emotionen auch benennen zu können, und diese bestenfalls auch in die verbale Kommunikation zu übernehmen. Mancher wird sonst ja nie verstehen, wie man empfindet, wenn man über ihn hören muss, dass er/ sie es nötig hat, zur Polizei zu rennen und eine Anzeige wegen einer Palme zu machen, die ganz sicher niemand gestohlen hat. Und die, wenn ich das mal bemerken darf, auch ganz sicher niemals jemand stehlen würde/ gestohlen hätte.
Übrigens war die Palme hässlich. Oder sagen wir mal: Es gab wohl gewisse Zusammenhänge zwischen der Schönheit der Seele ihrer Besitzer und dem Aussehen der Palme.
Niemand war traurig, als sie eingegangen ist. Aber: Die darauffolgenden Aktionen sind so unterhaltsam, dass mich eine Welle der Freude durchflutet. So herzlich gelacht habe ich schon lange nicht mehr.
Fast so kurios wie die Reaktionen manche meiner Mitstudenten auf meine Armbanduhr von Maurice Lacrois. Mein Geschenk zum 18. Geburtstag, von meiner Mutter. Irgendwann hat es mir dann gereicht, und ich habe diese Armbanduhr in der Uni nicht mehr genommen. Interessanterweise habe ich mich dann schnell an ein Leben ohne Armbanduhr gewöhnt – denn ohne Uhr hat man weniger Anlass, sich von der Zeit gängeln zu lassen, und dies verschafft einem wiederum eine gewisse Muße.
Also, das ergibt wiederum in Summe, ohne Nennung der konkreten Zusammenhänge, die Emotionen Freude, Dankbarkeit, Glück, Ärger, Neid, Verwunderung, Frustration, Resignation…ach, ich weiß jetzt auch nicht. Ehrlich gesagt: Es war mir schon mein Leben lang eher egal, wie andere auf das, was ich tue, was ich habe oder nicht habe, was ich trage oder wie ich aussehe…reagieren. Manche sprechen da von einem Tunnelblick. Andere von Ignoranz. Oder auch von Gleichgültigkeit. Der eine oder andere, der mich besonders gerne hat, sagt sowieso, ich wäre hochnäsig. Und ich sage gerne: Es ist mir ehrlich gesagt sch…egal. Ich präferiere ohnehin die Bezeichnung selbstbewusst. Und ich stehe auch dazu, dass ich diese Uhr natürlich nicht selber gekauft habe (wäre mit 18 Jahren auch eher selten…nicht wahr…), sondern dass es sich um ein Geschenk handelt, über das ich mich auch heute noch sehr freue. Also wieder die Emotion Dankbarkeit, und mancher würde jetzt noch schnell über mich hinzufügen, dass ich ganz sicher eine eiskalte großkotzige Person sein muss.

Emotionen sind lebenswichtig

Okay. Sehe es zwar nicht so, aber ganz sicher nicht gut getan hat ihr Geld jenen, die einen anderen wegen einer … billigen Palme anzeigen. Die den natürlichen Weg aller Dinge genommen hat. Wobei es sich lustigerweise vielleicht auch hier um Neid handelt. Es ist ja so: Nur, weil man ein Shirt mit dem Markennamen "Liebling" trägt, heißt es ja noch lange nicht, dass es sich bei den Beteiligten in der Tat um echte Liebe handeln muss. Spannend, dass jene, die man besonders verfolgt, sehr wahrscheinlich besser und mehr zusammenhalten, und dass diese auch mehr miteinander verbindet – rein emotional – als die Wunsch-Kläger in spe selber. Was spielt hier jetzt die größere Rolle? Nur die Emotion Neid, oder geht es mehr um Eifersucht? Zum Beispiel Eifersucht auf echte Liebe… echte Familie… echte Zugehörigkeit… Aber bitte, das wäre jetzt unter anderem ein Fall für die Emotion Romantik, und diese habe ich zwar schon auch, sie spielt für mich aber eine eher untergeordnete Rolle, da mir meine derzeitige Familie und meine kreativen Ziele allermeist wichtiger sind. Ah: Bingo!


Zusammenfassend - Folgende Emotionen werden offiziell angeführt: Es handelt sich um komplexe, doch genetisch präformierte. Auch gibt es mehr negative als positive Emotionen (wobei das aber nicht heißen soll, dass jeder Mensch vor allem negative Emotionen haben wird! Mancher hat ja auch vor allem ausgesprochen positive Emotionen…), was letztlich für das Überleben geschichtlich immer eine Rolle gespielt hat.


Sechs Grundemotionen gibt es nach Meinung von Psychologen: Neugier, Ärger, Angst, Freude, Ekel und Trauer.
Aus diesen sechs Grundemotionen mischen wir Tag für Tag viele Cocktails persönlichen Befindens! Und fühlen uns dann eben zum Beispiel morgens extrem glücklich (ja: Man hat den richtigen Job!), mittags angeekelt (schon wieder Pasta in der Kantine), nachmittags traurig (der süße Hund des Kollegen ist in den Hundehimmel übersiedelt), abends belustigt und etwas schadenfroh (die Nachbarn fetzen vor der Wohnungstür, denn man hat die Schlüssel vergessen, und außerdem wäre er heute dran mit kochen) und in der Nacht zufrieden (gut gemacht, der zurückliegende Tag).

Zu guter Letzt…

Wir schließen jetzt diese kurzweilige Betrachtung möglicher Emotionen. Obwohl ich jetzt durchaus noch Interesse daran hätte, zu erfahren, wie der Polizist die Anzeige wegen einer räudigen Palme aufgenommen hat. Ich vermute mal, er würde mit mir zusammen schmunzeln. Aber eigentlich ist das unerheblich. Wichtig scheint mir nur, dass man trotzdem noch vor allem Zugang zu seinen positiven Emotionen hat, und sich diesen erhalten kann – Humor ist eine positive Emotion und eine wundervolle Angelegenheit, die einem immer weiterhelfen wird. Mein weiterer Vorteil, den vermutlich alle Schreibenden haben dürften: Ich kann mir die Szene auf dem Polizeirevier bildlich vorstellen, wie einen Film – bunt und in prächtigen Bildern! Prächtiger als die Palme jemals war…

Ein Leben ohne Emotionen wäre jedenfalls traurig, sehr grau, und auf jeden Fall… irgendwie sehr, sehr langweilig.
Da es sie aber gibt, wird das Leben niemals langweilig!
Mir zumindest wird auf keinen Fall langweilig werden…so lange mir meine ausreichend schrägen Erlebnisse nicht verloren gehen. Ist aber nicht zu befürchten. Es soll also niemand sagen können, dass die negativen Emotionen anderer nicht auch ihren Reiz haben!

Autor seit 3 Jahren
92 Seiten
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