Stoffwechsel

Je älter der Mensch wird, desto langsamer arbeitet der Stoffwechsel. Kommt Bewegungsmangel und eine ungesunde Ernährung hinzu, geht das zu Lasten der Muskelmasse. Weniger Muskeln benötigen weniger Energie, das heißt, der Kalorienbedarf sinkt. Werden schlechte Gewohnheiten jetzt nicht an die Seite gelegt, kommt es zum Ansteigen des Körpergewichts. Besonders das Bauchfett birgt gewisse Risiken wie Herz- und Kreislauferkrankungen und kann das Entstehen eines Tumors begünstigen. Außerdem kann Bauchfett für chronische Entzündungen im Organismus sorgen, das wiederum schädigt Organe an anderer Stelle, ein Teufelskreis entsteht. Der Stoffwechsel lässt sich am besten mit Bewegung, Sport (Ausdauer- und Krafttraining) und einer angepassten Ernährung mit viel Obst und Gemüse ankurbeln. So bleibt man auch im höheren Alter fit und wird nicht frühzeitig zum Pflegefall. 

Knochen und Gelenke

Knochen schützen Organe, speichern wichtige Mineralstoffe und tragen das Gewicht des Körpers, Gelenke zwischen den Knochen sorgen für Beweglichkeit. Mit Hilfe von Vitamin D wird Kalzium in die verschiedenen Knochenstrukturen eingebaut, man spricht hier auch vom Knochenstoffwechsel. Ab dem 40-50. Lebensjahr zeigt dieses Prinzip Schwachstellen. Es wird weniger Kalzium aufgenommen, das Risiko an Osteoporose zu erkranken, nimmt zu. Außerdem verringert sich die Knorpelmasse in den Gelenken, sodass ein erhöhtes Arthroserisiko besteht. Präventiv sollte zunächst einmal an Vitamin D gedacht werden, täglich etwas Sonne tanken, 10-15 Minuten sind in Ordnung, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. In Mitteleuropa funktioniert das allerdings nur in den Sommermonaten Mai bis September. Um einem unnötigen Knorpelverschleiß vorzubeugen, sollte auf eine basenhaltige Ernährung mit viel Gemüse geachtet werden. Zusätzlich wirken Antioxidantien entzündungshemmend und stärken Knorpel- und Knochengewebe zusätzlich. 

Magen und Darm

Auch der Verdauungstrakt ist bestimmten Alterungsprozessen unterworfen. So verringert sich der Speichelfluss, zusätzlich produziert der Magen zu wenig Säure. Als Folge reduziert sich der Appetit, verbunden mit einem frühzeitigen Sättigungsgrad. Auf Dauer lässt die Muskelkraft im Darmrohr nach, es kommt verstärkt zu Verstopfungen. Damit erhöht sich das Risiko einer Darmerkrankung.

Gerade im Alter ist deshalb eine ballaststoffhaltige Ernährung aus Gemüse und Vollkornprodukten wichtig. Lein- und Flohsamen schützen die empfindliche Schleimhaut im Darm und regen zusätzlich die Verdauung an. Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium regen die Muskelfunktion an. Wichtig für das Immunsystem ist eine funktionierende Darmflora. Hier können probiotische Produkte (Joghurt) helfen. 

Zellen

Der menschliche Organismus besteht aus mehr als 100 Billionen verschiedenen Zellen. Alle diese Zellen haben verschiedene Aufgaben und eine unterschiedliche Lebensdauer. Zellen teilen sich unermüdlich, mit jeder Teilung werden diese allerdings kleiner, bis es irgendwann zum Zelltod kommt. 

Antioxidantien wie sie in Gemüse und Obst vorkommen, sind ein natürlicher Zellschutz. Sie schützen vor aggressiven Radikalen, die zu einem frühzeitigen Zelltod oder zu einer unkontrollierten Zellteilung führen können, so kann Krebs entstehen. Vitamin E, reichlich in pflanzlichen Ölen enthalten, bietet einen zusätzlichen Schutz. Einseitige Ernährung Alkohol, Zigaretten, alles das bedeutet Stress für die Zellen und sollte unbedingt vermieden werden.

Unsere Chromosomen verkürzen sich im Laufe der Jahre - so lässt sich Altern auf zellbiologischer Ebene erklären (Bild: qimono / Pixabay)

Gehirn und Herz

Ein funktionierendes Gehirn schützt vor frühzeitigen Alterserscheinungen und Demenz. Um dem Abbau von Nervenzellen etwas entgegenzuwirken, helfen anspruchsvolle Aufgaben, so werden Neubildung und daraus resultierende Verknüpfungen angeregt. Wer soziale Kontakte aufrecht erhält, körperlich aktiv ist, sich gesund ernährt und sich mit entsprechenden Hobbys wie Schreiben, Malen, Reisen beschäftigt ....verbessert die geistige Fitness. 

Der Herzmuskel ist das wohl wichtigste Organ im menschlichen Körper, schließlich hält es uns viele Jahre am Leben. Da die Muskelfasern im Laufe der Zeit durch Bindegewebe ersetzt werden, lässt die Elastizität nach, das heißt, der Herzmuskel wird schwächer. Dieser Vorgang lässt sich zwar nicht stoppen, kann allerdings verzögert werden. Auch hier helfen Bewegung, vollwertige Ernährung und ein - wenn möglich - stressfreies Leben weiter. 

 

Augen

Die meisten Sinneseindrücke nimmt der Mensch über die Augen auf. Sehen hat eine zentrale Bedeutung für das Wohlbefinden und das Aufrechterhalten sozialer Kontakte. Außerdem sind gute Augen eine perfekte Sturzprophylaxe. Bereits ab dem 30. Lebensjahr zeigen die Augen erste Schwächeerscheinungen. So verringert sich die Öffnung der Pupille, sodass weniger Licht auf die Netzhaut trifft, die Umwelt erscheint mehr und mehr verschwommen. Ab dem 60. Lebensjahr nehmen Augenerkrankungen wie der graue Star stark zu. Die Linse trübt ein und stellt, wenn nicht operativ eingegriffen wird, ihre Funktion auf Dauer ein. 

Insbesondere die Augen sind bereits in jungen Jahren auf Mikronährstoffe und Vitamine angewiesen. So ist Vitamin A wichtiger Bestandteil des Sehpurpurs, Vitamin E schützt vor oxidativen Stress, sekundäre Pflanzenstoffe wie Lutein schützen die Netzhaut vor schädlichen UV-Strahlen. Auch hier gilt: viel Obst und Gemüse, Fisch und pflanzliche Öle. Lutein findet sich übrigens in Eigelb und Blattgemüse. 

Wo kann ich mich weiter informieren?

www.netdoktor.de (Gesundheit/Medizin)

www.dge.de (deutsche Gesellschaft für Ernährung)

www.herzstiftung.de (deutsche Herzstiftung e.V.)

www.bdh-online.de (Bund deutscher Heilpraktiker eV)

Mein Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht den Rat eines Arztes, Heilpraktikers bzw. Apothekers.

Ashlie, am 26.06.2018
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