Apfelsaft machen!

Es ist soweit, die Äpfel fallen schon vom Baum und warten nur auf den Entsafter. Wenn sie zu den Glücklichen zählen, die ein paar Apfelbäume im Garten haben, dann beginnt Ende September die Zeit des Saftmachens.

Allerdings können sie auch ein paar Kilo Äpfel am Markt kaufen, um daraus köstlichen und vor allem frischen Apfelsaft herzustellen.

Die Äpfel

Die Äpfel

Die Äpfel

Jetzt werden sie sagen, die Äpfel schauen aber nicht besonders aus!

Eben, sie sind ja schon vom Baum gefallen und wirken dadurch etwas, sagen wir mal, angeschlagen.

Genau, solche Äpfel will keine essen, man kann sie auch nicht einlagern, aber man kann wunderbar damit Apfelsaft machen!

Normalerweise sammeln wir die Äpfel und bringen sie in die Presse, aber bevor es soweit ist, gibt es schon genug Fallobst. Für einen schnellen, selbstgemachten Apfelsaft gerade richtig.

Geschnittene Äpfel

Geschnittene Äpfel

Wir machen Apfelsaft!

Die Äpfel waschen und klein schneiden. Dabei alle braunen Stellen und auch die kleinen Bewohner, die den Apfel, manchmal, zum Fallen gebracht haben, ausschneiden. Nein, nicht die kleinen Bewohner zerschneiden, den Apfel!

Zur Füllung meines Dampfentsafters brauche ich ungefähr 25 mittelgroße Äpfel.

Ab in den Topf!

Ab in den Topf!

Ist das Alles?

Eigentlich schon, aber...

Wenn sie auch noch anderes Obst im Garten haben, welches gerade runterfällt, dann sofort mit in den Topf!

Ich verwende am liebsten Zwetschgen. Eine Handvoll Zwetschgen macht aus dem eher gelblichen Apfelsaft eine wunderbar rötliche Köstlichkeit!

Die Mischung macht es!
Äpfel und Zwetschgen

Äpfel und Zwetschgen

Die Alchemie in der Küche

Ja, das ist für mich ein alchemistischer Prozess.

Wenn die Äpfel und die Zwetschgen im Topf sind, dann machen wir die Herdplatte heiß!

Leider ist es im Sommer zu warm, um den alten Küchenherd einzuheizen, aber manchmal kann ich einfach nicht anders.

Ein lebendiges Feuer unter dem alchemistischen Gerät, um daraus ein Lebenselixier zu brauen...

Aber zurück zur Gegenwart.

Nehmen sie unbedingt einen Edelstahl-Dampfentsafter. Sparen ist da nicht angesagt. So ein Gerät haben sie ein Leben lang.

Früher gab es auch Entsafter aus Aluminium, die kann ich nicht empfehlen. Aluminium sollte in der Küche überhaupt verschwinden.

Nachfolgendes Bild zeigt, wie ich den Saft in die Flasche bringe. Da der Schlauch des Dampfentsafters nach unten hängen muss, stelle ich einfach einen Stuhl drunter. Die Flasche sollte gut ausgekocht sein!!

Um die Kleckerei zu vermeiden, stelle ich die Flasche in eine Schüssel. Und schon kann es losgehen.

Küchenalchemie

Der Dampfentsafter
WMF 0797806040 Entsafter

Was passiert im Topf?

Durch den heißen Dampf, der von unten durch das Sieb strömt, werden die Zellen der Äpfel geöffnet und der Saft fließt heraus.

Sie sollten natürlich nicht vergessen, ca. 2 Liter Wasser in den untersten Topf zu geben. Schauen sie auch gelegentlich nach, ob noch Wasser drin ist!.

Der mittlere Topf dient als Auffangbehälter und von dort fließt der fertige Saft über den Schlauch mit der Klemme in die Flasche. Die Prozedur dauert nicht länger als 1/2 Stunde. Am Ende sollten sie den mittleren Topf leichtneigen, da sich eine Menge Saft darin sammelt.

Hier ein kleiner Blick in das Innere der Küchenalchemie.

Man sieht sehr gut, wie die Früchte aufplatzen, um den Saft zu entlassen.

Ich schneide die Zwetschgen gar nicht auf, das macht der Dampf ganz allein!

Apfel, Zwetschgen und Dampf

Apfel, Zwetschgen und Dampf

Roter Apfelsaft

Das Produkt sehen sie im Bild. Ein Apfelsaft mit einer leichten Zwetschgennote.

Ist die Farbe nicht super?

Sie können den Saft direkt in die Flasche laufen lassen, gut verschließen. Fertig!

Beschriften?

Bei mir wird dieser Saft nicht alt, er erreicht das nächste Jahr nicht, dafür ist er einfach zu gut!

Wenn sie den Saft lange lagern wollen, dann müssen sie sehr sorgfältig arbeiten, oder, wenn sie etwas ängstlich sind, nehmen sie einen Teelöffel Zitronensäure und geben diese mit in den Entsafter. Allerdings nur, wenn sie sehr ängstlich sind!

Der Saft

Roter Apfelsaft

Was bleibt übrig?

Übrig bleiben zwei Dinge.

Erstens pro Topffüllung mindestens ein Liter frischer Apfelsaft.

Zweiten und Haufen "Apfelgatsch".

Der Apfelgatsch ist natürlich immer noch Natur-Pur und sollte nicht einfach in den Mist wandern.

Leider gibt es in vielen Städten keine Biotonne, da ist guter Rat teuer.

Ich bringe den Gatsch den Schweinen meines Nachbarn und wenn die genug haben, wandert der Rest auf den Kompost!

Apfelgatsch

Apfelgatsch

bernd49, am 10.09.2012
6 Kommentare Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.


Autor seit 7 Jahren
125 Seiten
Laden ...
Fehler!