Die Geschichte des Hamburgers - verschiedenste Theorien

Schon allein die Bedeutung des Wortes ist in unterschiedlichen Ländern verschieden. Wir in Europa bezeichnen als Hamburger den gesamten Burger, also mit Brötchen und Saucen, Fleisch und Gemüse. In Amerika wird nicht selten einfach die Fleischflade als Hamburger oder Burger bezeichnet. Meist nennen sie dabei die fettärmere Variante Hamburger und die fettreichere Version einfach Burger. 

Auch in anderen, vor allem englischsprachigen Ländern ist dies üblich, also darf man sich als Europäer dann nicht wundern, wenn man Hamburger bestellt und nicht das übliche Brötchen dazu bekommt. Auch über die Herkunft des Namens Hamburger streiten sich die Spezialisten, denn es gibt mehrere Theorien:

"Louis' Lunch" in New Haven

Jeff Lassen, der Urgroßenkel des Hamburgers Louis Lassen, führt die kleine, aber weltberühmte Imbissbude in New Haven "Louis'Lunch" und behauptet steif und fest, dass es Louis war, der genau dort im Jahr 1900 den ersten Hamburger serviert hat. Genau nach diesem Rezept serviert er die Burger heute noch, nämlich ohne Ketchup oder andere Sauce.

Louis war übrigens nicht der einzige, aber der bekannteste Imbissbudenbesitzer, der behauptete, Hamburger das erste Mal serviert zu haben.

Hamburger auf hoher See

Schon einmal von dem Hamburger Snack "Rundstück warm" gehört? Gut, ich nicht, aber angeblich soll dieser Snack schon seit Ewigkeiten am Hamburger Hafen käuflich erwerbbar sein. Es ist ein rundes Brötchen mit einem Bratenstück oder Fleischlaberl (Hackfleischfrikadelle) und Sauce. Im 18. Jahrhunderten strömten Dutzende Europäer in die "Neue Welt", nach Amerika, auf der Suche nach Arbeit. Sie verließen Europa über dem Hamburger Hafen. Die Schiffe waren überfüllt und zum Essen gab es, was aus Hamburg mitgebracht wurde, so auch das "Rundstück warm". Wegen Unruhen auf hoher See, war es einfacher das Fleischstück ins Brötchen zu packen und so wurde der Hamburger geboren und auch nach Amerika gebracht.

Importiertes Fleisch

An der Geschichte mit dem Hamburger Hafen könnte etwas dran sein, denn manche Leute glauben auch, dass das Rindfleisch, das mit den Schiffen von Hamburg nach Amerika importiert wurde, generell so eine besonders tolle Qualität hatte und deswegen Rinderhack von besonders guter Qualität zum Namen "Hamburger" kam.

Diese Geschichte macht insofern Sinn, weil man auch in einem alten amerikanischen Kochbuch von 1842 bereits die Ausdrücke "Hamburger Steak" und "Steak nach Hamburger Art" gefunden hatte, was für ein besonders gutes Stück Fleisch stand.

Hamburg bei Buffalo

Hamburg liegt nicht nur in Deutschland, sondern ist auch eine Stadt bei Buffalo im Bundesstaat New York. Naheliegend, dass die dortigen Bewohner den Hamburger für sich beanspruchen. Am Imbissstand der Menches Brüder soll der Hamburger entstanden sein, weil ihnen das Schweinefleisch ausgegangen waren. Die Stadt Hamburg wirbt nach wie vor mit dem Slogan: "New York's Gift to World Cuisine, The Hamburger"

Den perfekten Burger zuhause zubereiten - Rezept für 6 Personen

Fleisch

Mischen Sie 900 g Rinderfaschiertes (Rinderhack) mit etwas feingewürfeltem Zwiebel, Salz, Pfeffer und Paprikapulver (oder fertige Hamburgergewürzmischung). Je nach Geschmack können Sie auch Speck fein würfeln und beimengen. Ein Ei reicht für die Menge, wenn die Masse nicht gut zusammen hält, dann mischen Sie noch ein Ei dazu. Bringen Sie die Burger in Form, entweder mit den Händen oder mit einer Hamburgerpresse und braten Sie sie in der Pfanne von beiden Seiten 2-3 Minuten an oder legen Sie sie auf den Grill.

Brötchen

Die Brötchen können Sie kaufen, oder selbst machen. Für selbst gemachte Burgerbrötchen lösen Sie einen frischen Hefewürfel in 250 ml lauwarmer Milch auf, dann mischen Sie 500 g Mehl, 1 EL Speisestärke, etwas Salz, etwas Zucker, einen halben Löffel Backpulver und etwa 75 ml Öl dazu. Lassen Sie den Teig etwa eineinhalb Stunden gehen, wobei Sie nach der Hälfte der Zeit bereits Brötchen formen und diese mit Sesam bestreuen können. Die Brötchen brauchen dann bei 190 Grad im vorgeheiztem Backrohr ohne Umluft etwa 20 Minuten.

Sonstiges

Es bleibt Ihnen überlassen, was Sie sonst noch gerne in Ihrem Burger haben: Ob Käse oder nicht, welche Sauce und welches Gemüse, erlaubt ist alles, was schmeckt.

Und wie ist das jetzt mit dem Hot Dog?
Hot dog

Hot dog (Bild: jacksonpe / Flickr)

Die Geschichte des Hot Dogs

Das ursprüngliche Hot Dog wurde mit Frankfurter oder Wiener Würsteln angeboten und da fangen die Streitereien schon an, denn bis heute ist es unklar, ob das nun in Wien oder Frankfurt zuerst erfunden wurde. Nun gut, darum geht es hier ja auch nicht. Inzwischen bekommt man Hot Dogs ja auch rund um den Globus mit allen möglichen Würsteln, von Land zu Land unterschiedlich und jeder bevorzugt zusätzlich noch andere Saucen oder Zutaten, die er oder sie noch ins Brötchen haben möchte.

Aber warum der Name Hot Dog? Heißer Hund? Nun ja, auch das ist nicht 100 %ig klar, vermutlich war es aber so: Die Würsteln erinnerten an Dackeln, die von den Deutschen Einwanderern in Amerika gerne gehalten wurden, unter anderen auch von deutschen Metzgern, die ihre Frankfurter oder Wiener Würstchen, wie auch immer man sie nennen möchte, als "Dachshund Sausages" verkauften. Im Brötchen wurden die Würsteln bereits 1860 in New York's Bowery and später 1871 in Coney Island verkauft, gerne auch, wie heute noch in Amerika äußerst üblich, mit Sauerkraut, welches ebenfalls von den deutschen Einwanderern eingeschleppt wurde. Also, die Deutschen verkauften ihre Dachshund Sausages im Brötchen, aber zunächst hatten die noch keinen speziellen Namen. Erst um 1900 herum war es angeblich der amerikanische Karikaturisten Tad Dorgan, der die Assoziation mit dem Dackel aufgriff und sowohl eine Zeichnung von einem bellenden Dackel im Brötchen anfertigte, als auch den Namen "Hot Dog" kreierte. 

Hot Dogs zuhause machen
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In vielen Haushalten sind Hot Dogs beliebte Snacks zwischendurch, da sie so schnell zuzubereiten sind. Man nimmt einfach ein Hot Dog Brötchen, erwärmt es etwas, auch die beliebige Brühwurst wird erwärmt oder auch eine Bratwurst angebraten. Dann schneidet man das Brötchen der Länge nach ein, sodass das Würstchen Platz hat. Was sonst noch ins Brötchen soll, bleibt jedem selbst überlassen. Beliebt sind natürlich Saucen wie Ketchup, Senf oder Mayo, aber auch Sauerkraut, Röstzwiebeln oder Gewürzgurken kommen gerne dazu.

Autor seit 4 Jahren
406 Seiten
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