Yuca Manihot esculenta
Auch als Maniok bekannt

Der Maniok (im spanisch sprechenden

Lateinamerika Yuca) stammt aus der

Familie der Wolfsmilchgewächse. Die

Pflanze ist ein Strauchgewächs mit einer Wuchshöhe von bis zu 3 Meter, sie verlangt tropisches Klima und sandigen Boden.

Bei Temperaturen unter 10 Grad geht das Gewächs ein.

Die südamerikanische Amazonaspflanze wird heute weltweit angebaut. Die größten Maniokproduzenten sind Nigeria und Thailand.

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Das Bild ist eine Kopie von Wikipedia

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Yucca_decipiens.jpg

 

Verwendung in der Küche

Die rotbraunen Wurzelknollen, die bis zu 5 kg schwer werden können, werden in der Küche traditionell als Sättigungsbeilage eingesetzt, vergleichbar in der Zubereitung wie die Kartoffel.  Geschält, geschnitten oder gerieben lässt sich Maniok kochen (süße Sorten) und braten. Kocht man die Wurzel nach dem Schälen, sollte man nach dem Garen die etwas faserige Mitte des Gemüses entfernen. Auch zum Frittieren ist das in Scheiben geschnittene Gemüse geeignet (vgl. Chips). Als Snack sind die Yuquitas auch in peruanischen Imbissen zu finden. Die Wurzel ist sehr stärkehaltig und eignet sich in der Verwendung für Maniokamehl (farinha) und Tapioka (polvilho). Auch  Getränke werden aus Maniok hergestellt, so in Brasilien  z.B. Tarubá.  Aus dem Mehl gebackene Küchlein (Beijus) werden eingeweicht und in Bananenblätter eingewickelt. Nach einigen Tagen wird die sirupartige Masse durch ein Sieb passiert und mit Wasser aufgegossen. In Afrika wird das Maniokmehl für den berühmten Fufu (Kloßteig) verwendet. Die Maniokblätter können gehackt wie Spinat zubereitet werden und eignen sich für eine Muskelaufbauernährung.
Der Nährwert der Pflanze ist sehr unterschiedlich. Während die Wurzel sehr wenig Proteine und Aminosäuren hat, sind die Blätter reich an Proteine und Vitamine. 100g Maniokwurzel haben einen Nährwert von 148 kcal, die gleiche Menge Blätter lediglich 91 kcal.


Als Heilmittel verwendet

Als Heilmittel verwenden die Ureinwohner Südamerikas die frische Maniokwurzel bei Geschwüren jeder Art. Den Samen benutzen sie zur Abführung und um einen Brechreiz auszuüben. Die Knollen des Wolfsmilchgewächses sind im Rohzustand giftig, weil sie Glykoside enthalten. Der Inhalt von bis zu 600mg/kg des Glycosides Linamarin ist jedoch erst bei einem Genuss von über 600 kg Maniok lebensgefährlich.


Geschichtlicher Hintergrund

Bereits die Ureinwohner Brasiliens kannten Yuca als Nahrungs- und Heilmittel. Über die europäischen Eroberer kam die Pflanze nach Spanien und Portugal, von wo aus sie in die ganze Welt gebracht wurde. Heute ist Yuca oder Maniok ein begehrtes Lebensmittel zur Mehlgewinnung.

Besonders etabliert hat sich die Pflanze in Nigeria, wo weltweit die größten Mengen geerntet werden. Dort wird die Maniokwurzel hauptsächlich zu Mehl verarbeitet. Auch als nachwachsender Rohstoff wird die Pflanze in China und Thailand zur Ethanolproduktion verwendet.

Autor seit 7 Jahren
28 Seiten
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