Wo leben die Zecken?

Zecken leben an Waldrändern, wo sie im Unterholz rumkriechen, auf Lichtungen, wo sie auf Grashalmen sitzen und an Bächen. Sie lieben die Feuchtigkeit. Gerne wohnen Zecken auch in Gärten, wo sie im Gebüsch und in hohem Gras auf Beute lauern. Zecken sitzen nicht auf Bäumen und lassen sich herunterfallen! Das ist ein Mythos.

Wie leben die Zecken?

Hat eine Zecke einen potentiellen Wirt ausgemacht, greift sie blitzschnell zu und hält sich an der Haut, der Kleidung oder am Fell fest. Sie sucht sich eine gut durchblutete Stelle zum Blutsaugen. Menschen sticht die Zecke gerne am Haaransatz, zwischen den Beinen und in die Kniekehlen. Mit ihren Mundwerkzeugen "reißt" sie die Haut ihres Opfers auf und gräbt mit ihrem "Stechrüssel" eine Grube in die Haut, die mit Blut voll läuft. Dieses saugt sie immer wieder ab. Beim Stechen kann die Zecke bereits Krankheitserreger übertragen, vor allem FSME.

Zecke, vollgesogen

Zecke, vollgesogen (Bild: dirkvorderstrasse / Flickr)

Welche Krankheiten können Zecken übertragen?

Zecken können Borreliose und Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) übertragen. Etwa zehn bis 35 Prozent der Zecken tragen, lt. Robert Koch-Institut, Borrelien in sich. Besteht der Verdacht auf eine Infektion, kann diese mit Antibiotika behandelt werden. Anders sieht das bei der FSME aus. Zwar tragen nur 0,1 bis 5 Prozent der Zecken das Virus in sich, aber gegen eine Infektion schützt nur eine Imfpung.

Wie kann ich mich schützen?

Bei Spaziergängen sollte man im Wald nicht querfeldein "spurten". Außerdem sollten hohe geschlossene Schuhe getragen werden und eine lange Hose. Nach dem Spaziergang sollten Sie sich nach auffälligen schwarzen Pünktchen auf Haut oder Kleidung absuchen.

Der Kopf ist drin geblieben, was nun?

Es ist keine Katastrophe, wenn die Zecke mal nicht vollständig entfernt wird. Allerdings sollten Menschen, die in einem Risikogebiet wohnen und nicht geimpft sind, baldmöglichst einen Arzt aufsuchen. Wenn der Zeckenkopf im Fell eines Haustiers steckenbleibt, dann sollte man die Wunde desinfizieren und sein Tier beobachten. Sollten Krankheitsanzeichen auftreten, muss man zum Tierarzt. Es besteht also kein Grund zur Panik, wenn der Kopf mal drinbleibt!

 

Was für Zecken gibt es?

Weltweit sind ca. 800 Zeckenarten bekannt. Die bei uns am häufigsten vorkommende Art ist die Schildzecke oder "der gemeine Holzbock", wie dieser Parasit auch genannt wird. Es gibt bei uns noch Lederzecken, diese befallen aber fast ausschließlich Tauben.

Haben Zecken natürliche Feinde?

Ja, haben sie! Es gibt einige Vogelarten die gerne Zecken essen. Sie können zudem von Fadenwürmern befallen werden. Außerdem gibt es kleine Wespen, die ihre Eier in die Zecke legen.

Fazit:

Zecken haben uns zum fressen gern. Ein Zeckenbefall ist noch lange kein Grund zur Panik. Sie sollte fachgerecht entfernt werden. Dafür gibt es jede Menge Werkzeug wie z.B. Zeckenkarten und Zeckenzangen. Tiere schützt man am besten mit einem Zeckenhalsband oder mit einem "Spot-on" Präparat.

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