Diese Krankheiten können Zecken in Deutschland übertragen

Ausschließlich von Blut ernähren sich die Zecken, die zu der Gattung der Milben gehören. Sie nisten sich auf dem Körper des Tieres ein. Durch ihren Biss übertragen sie Krankheiten, die sie in ihrem Körper tragen.  Es gibt ungefähr 850 unterschiedliche Zeckenarten weltweit. Einige davon sind in unseren Breitengraden vertreten. Dazu gehört die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) und der Holzbock (Ixodes ricinus). Weitere Zeckenarten sind:

  • Die Igelzecke (Ixodes hexagonus)
  • Die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)
  • Die Fuchszecke (Ixodes canisuga)

Wenn Zeckenbefall bei Hunden durch die Auwaldzecke besteht, kann das Tier an Babesiose erkranken. Die Krankheit hat die gleichen Symptome wie die Malaria beim Menschen und wird daher auch als Hundemalaria bezeichnet. Die Auwaldzecke verfügt über eine Marmorierung auf ihrem Körper und ist daher sehr schnell zu erkennen.  Während ihres Entwicklungszeitraumes von 1 – 1,5 Jahren wechselt sie 3 Mal den Wirt. Die Wirte sind ausnahmslos Säugetiere. Der Holzbock überträgt bei seinem Biss folgende Krankheiten:

  • Frühsommer-Meningoenzephalitis /FSME)
  • Lyme Borreliose

Hunde können durch den Zeckenbiss mit FSME infiziert werden, aber in der Regel wird er nicht daran erkranken. Die meisten, von der Zecke übertragenen Krankheitserreger werden erst nach mehreren Stunden oder Tagen aktiv. Daher sollten Zecken frühzeitig entfernt werden, um eine Infektion zu vermeiden.

Zecken nach dem Befall korrekt entfernen - Entfernung der Parasiten nach Zeckenbefall bei Hunden

Die beste Lösung zur Vorbeugung von Zeckenbefall bei Hunden ist sicherlich die tägliche Kontrolle nach jedem Spaziergang. Je nach Länge und Farbe des Fells lassen sich Zecken sehr leicht finden und entfernen. Trotz regelmäßiger Kontrolle kann es immer wieder passieren, dass sich eine Zecke auf dem Hund festsetzt und das Blut des Wirtes saugt.

Für die Entfernung von Zecken gibt es verschiedene Hilfsmittel. Dazu gehören die:

  • Zeckenzange
  • Zeckenkarte

Bei der Entfernung der Zecke darf der Körper niemals gedrückt werden, da sich dadurch der infizierte Inhalt ihres Körpers in die Blutbahn des Hundes entleert. Die richtige Vorgehensweise bei der Entfernung ist, sie unterhalb der Zecke leicht von der Haut wegzudrücken, aber nicht zu drehen oder zu reißen. Die Zecke sollte niemals auf der Haut des Tieres getötet werden, da sie zu diesem Zeitpunkt die Erreger freisetzt und den Hund infiziert.

Vorbeugende Schutzmaßnahmen gegen Zecken - Vorstellung verschiedener Maßnahmen zum Schutz vor dem Befall einer Zecke

Es gibt unterschiedliche Mittel und Möglichkeiten um Zecken bei Hunden zu vermeiden oder zu verhindern. Unterschiedliche Spot-on Präparate, die dem Hund zwischen die Schulterblätter gegeben werden, verteilen sich auf der Haut und schützen das Tier vor Zeckenbissen. Auch Zeckenhalsbänder und Zeckensprays wie Inuzid können gegen Zeckenbefall helfen. In der Regel sollte man bei den verschiedenen Mitteln darauf achten, dass diese nicht auf chemischer Basis sondern auf biologischer Basis arbeiten. Das schütz nicht nur das Haustier, sondern auch die Umgebung und die Menschen ebenfalls, die den Hund streicheln und mit ihm in Berührung kommen.

Trotz der verwendeten Präparate ist es wichtig, regelmäßig zu kontrollieren, ob Zeckenbefall bei dem Hund vorliegt.

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