Uran-Abbau am Beispiel der Wismut in der ehemaligen DDR

Wismut ist ein Tarnname. Und es wird wenig darüber bekannt gegeben. Nach dem Krieg entstand eine "Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft (SDAG) zum Uranabbau. Die ersten Arbeiter wurden zwangsrekrutiert. Danach mit hohen Löhnen und exorbitanten Rentenversprechen geködert. Tatsache ist, diese Männer wurden verheizt! Systematisch über die Gefahren der Strahlung belogen. Sie atmen radioaktive Stäube ein. Werden über die Gefahren hinweggetäuscht. Bekommen sogar billigen, unversteuerten Schnaps, der Alkoholismus wird systematisch gefördert. Man nennt diesen Schnaps auch den "Kumpel-Tod". Lungenkrebs wird von den dortigen Ärzten als verschwartete Silikose bewusst falsch diagnostiziert. Unfruchtbarkeit, Krebs und Erbschäden werden verschwiegen. Fakt ist, dass die meisten Kumpel keine Rente erlebt haben. Rund um die "Wismut" gab es sogenannte Witwendörfer, da gab es kaum einen Mann über fünfzig Jahren.

Aber auch die Umwelt wird belastet. Zum Ausschlämmen von Uran aus dem Gestein wird Grundwasser genommen. Das verseuchte Abwasser fließt ungefiltert in die Flüsse. Radioaktiver Abraum wird einfach in die Landschaft gekippt. So gelangt Strahlung über Staub und Wasser in den Nahrungskreislauf.

Und so eine Sauerei passiert mitten in Europa. Was meinen Sie, liebe( r ) Leser(in) wie das in Afrika gehandhabt wird? Glauben Sie, dass dort Umweltschutz irgendeinen interessiert? Erwarten Sie, dass Analphabeten auf dem "Schwarzen Kontinent" für profitorientierte Konzerne eine Rolle spielen?

Afrika, der absolut nicht vergessene Kontinent!

Die ehemaligen Kolonialherren zogen afrikanische Grenzen mit dem Lineal. Dabei nahmen sie keinerlei Rücksichten auf Stammesgebiete, Weidegründe der Nomaden oder Wasserrechte. Die Kolonialzeit mit ihren Schrecken ist ja aber Gott sei Dank vorbei. Ach, ist sie das? Afrika wird längst neu aufgeteilt. Da geht es um Ölfelder im Tschad, Coltan im Kongo, Uran in Niger und ZAR und in der gesamten Sahara-Sahel-Zone. Multinationale Konzerne stecken längst ihre Claims ab. Da mischen Deutschland, Österreich, Frankreich, China, Schweden genauso mit, wie Kanada, Malaysia oder die USA. Die neuen Herren heißen: Petronal, Lundin Oil, Sino-U, COGEMA, Talisman-Energy, Areva oder Ruhrkohle AG. Dahinter stehen Großbanken und die Hochfinanz. Die neuen Machthaber kaufen willige, "legitime" Regierungen oder, wenn die sich quer stellen, die passende "Befreiungsbewegung"! Kooperative Regime werden mit Kleingeld unterstützt, daran verdient man dann doppelt. Weil die dafür ja wieder Waffen kaufen müssen, um sich gegen die Rebellen (eigene Bevölkerung) an der Macht zu halten. Niger ist z. B. der drittgrößte Uranlieferant, gleichzeitig das zweit ärmste Land der Erde. Der französische Staatskonzern Areva (deutscher Partner ist der Siemens-Konzern) sackt 90 % der Gewinne aus der Uranförderung ein. Und hinterlässt eine Umweltkatastrophe. Zum Ausschlämmen wird überwiegend Grundwasser abgepumpt. Der Spiegel sank so drastisch, dass Weidegründe nicht mehr genutzt werden können. Verseuchtes Wasser gelangt in die wenigen Flüsse und auf die Felder. Uranhaltiger Abraum wird einfach in die Landschaft gekippt.

Wenn es das nächste Mal dann im Radio heißt: Saharasand liegt in der Luft, sollte Sie mal besser einen Mundschutz tragen und ein sogenanntes Dosimeter auf ihrem Balkon installieren. Besser ist besser.

Kolonialpolitik im neuen Gewand - französische Soldaten in Ubangui-Chari (ZAR)

Es ist immer das gleiche Schema. Eine sogenannte afrikanische und europäische Elite bilden einen Interessenverein. In Köln würde man dazu KLÜNGEL sagen. Bei unseren Nachbarn heißt das "Francafrique". Es ist ein Interessengeflecht mit Geheimdiplomatie, das auf wirtschaftliche Vorteile aus ist. Eine Clique kommt an die Macht, in meinem Buch, das ich demnächst veröffentliche, nenne ich das die goldenen Fressnäpfe, und macht sich die Taschen voll. Dafür wird das Land ausgeplündert. Die Bevölkerung hat auf der Skala von NICHTS bis GARNICHTS eher gar nichts davon. Große Teile, besonders aus anderen Stämmen, werden dann ganz außen vor gelassen. Eher noch unterdrückt. Durch die entstehenden Umweltbelastungen verlieren die dann noch die eh schon unmenschlichen Lebensgrundlagen, wenn man das überhaupt so nennen darf. Es entsteht Hass und Wut auf die eigenen Landsleute und Regierenden. Daraufhin bilden sich also Widerstandsbewegungen. Die müssen aber auch finanziert und bewaffnet werden. Die geschürten Konflikte eignen sich dann hervorragend, eigene Truppen in Stellung zu bringen. Natürlich nur aus humanitären Gründen, mit UN-Mandat. Tatsächlich um Ressourcen zu schützen. Erstmalig sind Soldaten Frankreichs in Niger offiziell zum Schutze der Privatwirtschaft eingesetzt worden. Angeblich soll Areva dafür bezahlen. Somit hätten die Militärs Söldnerstatus. Neben den eigenen Sicherheitskräften von EPEE. Da frag ich mich doch, wie es kommt, dass unser Bundespräsident unisono mit unserem Blondschöpfchen mehr militärische Verantwortung in der Welt reklamiert. Wie war das doch bei den Gebrüdern Grimm? Der dumme Wolf ging in die Falle, und der gerissene Fuchs kam an den Trog.

All diese Fakten sind weder neu, noch entspringen sie meinem Geiste! Sie wurden bereits veröffentlicht und sind nachlesbar.

 

Autor seit 7 Jahren
305 Seiten
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