Der mobile Hotspot: etwas größer als ein Surfstick, aber kleiner als ein Handy

Wer unterwegs auf WLAN angewiesen ist, weiß, dass die Suche nach öffentlich zugänglichen Hotspots ganz schön nervig sein kann. Zeitraubende Recherchen sind nötig, um die Datenquellen ausfindig zu machen. Hat man einen öffentlichen WLAN-Hotspot gefunden, so funktioniert das Einloggen nicht immer. Manchmal ist eine Registrierung nötig, manchmal ist die Online-Zeit begrenzt, manchmal ist das Ganze doch nicht kostenlos …

Wer ständig unterwegs und auf WiFi angewiesen ist, kann zwar ein Abo für die WLAN-Hotspots der Deutschen Telekom buchen, aber für die meisten, die den Zugang nur ab und zu benötigen, wird sich das nicht lohnen.

Elegante Lösung: Der mobile WLAN-Router

Es gibt einen Weg aus dem Dilemma: Ein kleines Gerät sorgt dafür, dass Sie überall, wo es eine Mobilfunkverbindung gibt, über einen WLAN-Zugang verfügen, an dem Sie bis zu acht Geräte gleichzeitig betreiben können. Außer dem Anschaffungspreis entstehen dafür keine zusätzlichen Kosten, denn Sie benutzen einfach die SIM-Karte, die Sie sowieso schon besitzen.

Die SIM-Karte wird in den mobilen WLAN-Router eingelegt. An jedem Gerät, das Sie mit dem Router betreiben wollen, stellen Sie dann eine WLAN-Verbindung her anstelle des Mobilfunks. Die Zugangsdaten brauchen Sie nur einmal einzugeben, das nächste Mal baut sich die Verbindung selbstständig auf, wenn der WLAN-Router eingeschaltet ist. Den müssen Sie allerdings vorher erst einschalten, denn um den Akku zu schonen, schaltet er sich nach zehn Minuten Inaktivität automatisch ab. Eine Akkuladung reicht für etwa fünf Stunden Dauerbetrieb.

Befürchtungen, durch den zwischengeschalteten WLAN-Router könnte die Mobilfunkverbindung schlechter werden, sind unbegründet. Nach meinen Erfahrungen wird sie sogar besser, aber das hängt vielleicht auch von den örtlichen Gegebenheiten ab.

Es gibt tragbare WLAN-Hotspots von verschiedenen Firmen. Mein Testgerät ist der ZTE MF60. Das Gerät funktioniert einwandfrei, auch die Einrichtung und Inbetriebnahme geht im Prinzip leicht, nur die Bedienungsanleitung ist noch verbesserungswürdig. Der eine oder andere Punkt erfordert etwas Experimentieren, weil die Beschreibung nicht ganz eindeutig ist. Aber wer mehrere mobile Geräte sein Eigen nennt, wird diese Klippe schon umschiffen.

Leicht einzurichten, einfach zu bedienen

Der ZTE MF60 wird mit USB-Kabel und Ladegerät geliefert. Wer möchte, kann ihn über das USB-Kabel auch ans Notebook oder den PC anschließen und als lokales Modem nutzen. Ob das sinnvoll ist, hängt vor allem vom Umfang der gebuchten Highspeed-Datenmenge ab. Die üblichen 500 oder 1000 MB dürften im Betrieb am PC sehr schnell verbraucht sein. Zum Einrichten ist allerdings ein PC nötig, um die Zugangsdaten einzugeben und einige Einstellungen vorzunehmen, denn das Gerät selbst verfügt über keine Eingabemöglichkeit. Einmal eingerichtet, funktioniert der WLAN-Router jedoch unabhängig vom PC mit jedem WLAN-fähigen Gerät, egal, ob iPad, Smartphone oder Tablet, egal, ob Mac, Android, Windows oder Linux. Ein kleines Display oder – je nach Modell – LEDs zeigen den Betriebszustand, den Provider und den Ladezustand des Akkus an. Wie Surfsticks können einige Modelle auch mit einer Micro-SD-Karte aufgerüstet werden und dienen damit zugleich als Datenspeicher.

Fazit:

Mobile WLAN-Hotspots sind die besseren Surfsticks. Ab jetzt können Sie ohne störendes Anhängsel im Zug am Netbook arbeiten, gleichzeitig telefonieren und Ihre E-Books auf den Reader laden. Die mobilen Hotspots sind kleiner als ein Handy und wiegen weniger als 100 Gramm. Wer die Anschaffungskosten scheut und ohnehin gerade seinen Mobilfunkvertrag wechseln will, sollte sich bei den verschiedenen Anbietern umsehen. Manchmal bekommt man einen mobilen WLAN-Router wahlweise als kostenlose Prämie bei Vertragsabschluss.

Federspiel, am 23.09.2013
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