Tipp 1: Wann es Zeit für den Reifenwechsel ist

Einen exakten Zeitpunkt für den Reifenwechsel gibt es nicht, so kann nicht von einem bestimmten Monat ausgegangen werden. Laut zahlreichen Tests ist ein Winterreifen bei Wetterverhältnissen unter sieben Grad und Sommerreifen ab 2 Grad sicherer. Dennoch kann auch die Fahrbahnsauberkeit eine bedeutende Rolle spielen. Autofahrer sollten sich bei dem anstehenden Reifenwechseln an die Schneefallwahrscheinlichkeit richten. Ein bis zwei Wochen bevor es schneit sollten die Reifen aufgezogen werden. Sobald es abzusehen ist, dass es nicht mehr schneien wird, kann auf Sommerreifen gewechselt werden. Natürlich ist das nicht immer genau vorhersehbar, aber die Wetterberichte zu beachten empfiehlt sich allemal, um den Reifenwechsel nicht zu früh anzusetzen.
Darüber hinaus sollte der Fahrzeughalter auf intakte Reifen achten, was einen Wechsel auch mitten im Jahr erforderlich machen kann. Es besteht eine gesetzliche Vorgabe, dass ein Reifen mindestens eine Profiltiefe von 1,6 mm aufweisen muss. Aber bei diesem Wert kann es bereits zu erheblichen Sicherheitsrisiken kommen, da der Reifen nicht richtig haften kann. Deshalb Sommerreifen spätestens bei 2 mm und Winterreifen bei 4 mm wechseln. Der KFZ Halter hat die Möglichkeit die Restprofiltiefe mit einem extra Messinstrument selber zu testen oder lässt die Reifen unkompliziert in der Werkstatt überprüfen.

Reifenwechsel (Bild: pixabay)

Tipp 2: Rechtzeitig einen Termin für den Reifenwechsel vereinbaren

Der Ansturm auf die Werkstätten ist zu Zeiten des Reifenwechsels ungebrochen, denn viele Menschen nehmen das Angebot gerne in Anspruch. Nur wenige Anbieter wechseln Reifen ohne Termin, deshalb ist ein rechtzeitiger Anruf (in Städten oft mindestens mehrere Wochen) vor dem gewünschten Termin zu empfehlen. Vor allem wenn nur ein besonderer Zeitraum für den Wechsel in Frage kommt, beispielsweise wegen einer vollen Berufstätigkeit, ist eine gute Terminplanung gefragt.

Tipp 3: Die Kosten der Anbieter im Blick haben

Viele Anbieter stellen ihre Dienste bereit, um Autobesitzern die Reifen zu wechseln. Tankstellen, Reifenhändler, Werkstätten und viele mehr sind dabei Anlaufstellen. Die Preise können sich dabei sehr unterscheiden, deshalb ist ein genauer Preisvergleich zu empfehlen. Die Preisspanne ist enorm, aber 3 bis 5 Euro pro Reifen ist ein angemessener Preis. Möchte der KFZ Halter jedoch andere Felgen auf den Reifen haben, kostet das meist extra. Am besten wird im Rahmen der Terminvereinbarung direkt am Telefon nach dem Preis gefragt, um keine bösen Überraschungen vor Ort zu erleben.

Tipp 4: Bei wenig Platz Reifen einlagern lassen

Viele Werkstätten und sonstige Dienstleister für den Reifenwechsel bieten an, die Reifen gleich einzulagern. Das hat den Vorteil, dass die sperrigen Reifen nicht wieder mit nach Hause befördert und mühevoll in den Keller oder Garage geschafft werden müssen. Die Anbieter lagern die Reifen sorgsam ein und der Autofahrer hat sie beim nächsten Wechsel gleich vor Ort und Stelle. Auch dieser Service kostet unterschiedlich viel. Zumeist wird 20 bis 40 Euro dafür berechnet, dabei ist eine Reinigung der Reifen meistens inklusive.

Tipp 5: Reifen einfach selber wechseln

Viele Menschen wechseln lieber selbst die Reifen. Schließlich ist es kostenlos und so kann sich der Weg zur Werkstatt erspart werden. Dafür ist auch nicht viel Equipment erforderlich. Lediglich ein Wagenheber, Schlitzschraubenzieher und ein Radkreuz bzw. Radschlüssel wird für den Wechsel benötigt. Einen Drehmomentschlüssel und ein Standbock können hilfreich sein, sind aber keine Pflichtanschaffung. Alle Materialien sind in einem Autozubehörladen zu kaufen und kosten um die 50 Euro.

Tipp 6: Passenden Standort für den Reifenwechsel auswählen

Für den richtigen Reifenwechsel ist ein Ort mit viel Platz zu bevorzugen. Eine Garage eignet sich in vielen Fällen nicht, da genug Helligkeit und Platz vorhanden sein muss. Am besten eignet sich dafür ein Garagenhof oder eine weiträumige Fläche. Für den Reifenwechsel sollt ein ruhiger Ort ausgesucht werden, an dem nicht ständig eine Störung durch vorbeifahrende Autos oder dergleichen erfolgt.

Tipp 7: Den richtigen Reifen finden

Es gibt neben der Unterscheidung in Sommer-und Winterreifen eine große Vielzahl an anderen Selektionskriterien. So gibt es auch Ganzjahresreifen, Geländereifen oder Run-Flat Reifen, die dem Druckverlust entgegenwirken. Diagonal- und Radialreifen unterscheiden sich in der Bauart, wobei letztere eine deutlich längere Laufzeit aufweisen. Auf dem Markt sind des Weiteren noch Neureifen und runderneuerte Reifen zu erhalten. Am besten lässt sich ein Autofahrer über die verschiedenen Modelle im Handel oder im Internet informieren.

Tipp 8: Das EU- Reifenlabel

Um Reifen sicherer, umweltschonender und wirtschaftlicher zu gestalten ist das EU-Reifenlabel ins Leben gerufen worden. Es gibt Auskunft über die Kraftstoffeffizienz, die Nasshaftung und die externen Rollgeräusche eines Reifens. Dem Käufer werden somit alle wichtigen Informationen über das Produkt in einer geordneten und übersichtlichen Form an die Hand gegeben.

Tipp 9: Reifen kaufen aber richtig

Es gibt viele Anlaufstellen, an denen ein Interessent gute Reifen erwerben kann. Dabei sollte vor allem das Preis-Leistungsverhältnis stimmen. Ein Händler vor Ort kann dabei durch einen besonders guten Service hervorstechen. Die Preise im Internet sind nicht immer zwangsläufig günstiger aber in den meisten Fällen eben schon. Große Portale wie Reifen2go.de bieten einen Preisvergleich über Reifenhändler, um nicht zu viel für den ausgesuchten Reifen zu bezahlen.

Tipp 10: Eine ausgewogene Fahrweise schiebt den Reifenwechsel nach hinten

Ein vorrausschauendes Fahren schont die Reifen und kann ein Wechseln eben dieser deutlich nach hinten schieben. Dabei ist vor allem darauf zu achten unnötiges Bremsen zu vermeiden. Reifen nicht durchdrehen zu lassen und in einer Kurvenlage nicht quietschen zu lassen versteht sich von selbst, denn dadurch entsteht eine besonders hohe Reibung. Eine entsprechende Rücksicht sollte beim Einparken auch Bordsteinkanten entgegengebracht werden, denn dort kann sich ein Autobesitzer schnell die Reifen beschädigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die regelmäßige Überprüfung der Reifen eine erhöhte Fahrsicherheit mit sich bringt. Je nach Geschmack kann der Reifen einfach selbst gewechselt werden oder bequem zu einem Dienstleister gebracht werden. Ein Reifen sollte darüber hinaus geschont und gut ausgewählt werden. Dafür existiert ein breites Angebot, was einen unbedingten Preisvergleich erfordert.

Autor seit 3 Jahren
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