Der junge Abraham Lincon

Am 12. Februar 1809 wurde Abraham Lincoln auf einer Farm in Hodgenville in Kentucky geboren. Seine Eltern lebten in einfachen Verhältnissen und so wuchs Lincoln in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Eltern zogen bald nach seiner Geburt nach Little Pigeon Creek in Indiana.

Sein Vater war ein Kritiker der Sklavenhalter, daher seine Entscheidung nach Indiana zu ziehen. Hier gab es keine Sklavenhaltung. Nach dem Tod seiner Mutter heiratete sein Vater eine Witwe mit drei eigenen Kindern. Seine Stiefmutter ermunterte ihn zur Aneignung von Bildung. Sie war es auch die ihn zum Schulbesuch annimierte.

Obwohl Abraham Lincoln nur kurze Zeit die Schule besuchte, eignete er sich als Autodidakt ein großes Wissen an. Früh zeigte sich sein rhetorisches Talent, und er war ein gefragter Schreiber von Briefen. Lincoln las alle Bücher, die er bekam. Geprägt wurde er von der King-James Bibel, sowie von Werken Sheakespeares, Homer, Vergil, Dryden und John Milton.

Kurz nach dem Umzug 1830 seiner Familie nach Macon County in Illionois verließ Lincoln sein Elternhaus. Seine Prägung als Gegner der Sklavenhaltung erfolgte durch sein Elternhaus. Sein als Autodidakt angeeignetes Wissen trug wesentlich zu seinem weiteren Lebensweg bei.

Halb Politiker halb Jurist

Nach einer Kaufmansgehilfentätigkeit widmete sich Lincoln dem Selbststudium der Rechtswissenschaften und erlangte 1836 die Zulassung als Anwalt. Hier erwarb er sich einen guten Namen und war bald Spezialist im Eisenbahnrecht.

Lincoln war jedoch nie nur Politiker oder nur Anwalt. Er war beides, phasenweise sogar beides gleichzeitig. Seine erste politische Tätigkeit begann 1834. ER hatte ein Mandat im Repräsentantenhaus von Illionois. Dieses behielt er bis zu seiner Heirat im Jahre 1842. Indiese Zeit fiel die Zulassung als Anwalt. Nach seiner Heirat mit Mary Todd, einer Tochter aus einer reichen Familie, verließ er die Politik und widmete sich der Anwaltstätigkeit. Die Familie seiner Frau befürwortete die Sklavenhalterei, somit hatten sie große Bedenken gegen Lincoln.

Erst als die Diskussion um die Sklavenhaltung erneut zunahm, widmete sich Lincoln wieder verstärkt der Politik. So bewarb er sich 1955 und 1958 um ein Senatsmandat, beide Kandidaturen verlor er jedoch. Allerdings schuf er sich bei seiner zweiten Bewerbung einen Namen als Gegner der Sklavenhaltung. Dies kam ihm 1960 bei der Präsidentenkandidatur zugute, diese gewann er. Er wurde der 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Der Präsident Lincoln

Abraham Lincoln war der erste Präsident der Republikanischen Partei. Doch schon vor seinem Amtsantritt wurden Fakten geschaffen, die seine gesamte Präsidentenzeit prägen sollten. Durch die hitzige Diskussion über die Sklavenfrage verließen 11 Staaten die Union und vereinten sich zu den Konförderierten Staaten von Amerika.

Somit begann die Amtszeit Lincolns unter ungünstigen Voraussetzungen. Der neue Präsident hatte sein Hauptziel darauf ausgelegt, die Union wieder herzustellen. Er machte den abtrünnigen Staaten mehrere Angebote zur Rückkehr. Als diese jedoch mit militärischen Mitteln gegen die Nordstaaten vorgingen, kam es zum Sezessionskrieg. In diesem Krieg gelang es den Nordstaaten den Sieg zu erringen. Nach der Kapitulation der Südstaaten wurde die Union wieder hergestellt.

Das Verdienst Lincolns war es, den Weg der konförderierten Südstaaten zurück zur Union so leicht als möglich zu machen. Er legte großen Wert darauf, diese Staaten nicht zu diskriminieren, sondern sie als gleichwertige Staaten zu behandeln. Das zeichnete das politische Geschick von Abraham Lincoln aus.

Sein zweites großes Ziel war die Abschaffung der Sklavenhaltung. Nach der Kapitulation der Südstaaten, gelang es Lincoln auch dieses Ziel zu erreichen. Fortan gab es keine Sklavenhaltung mehr. Abraham Lincoln gelang es 1865 seine zweite Präsidentenkandidatur zu gewinnen. Doch schon kurz nach der Wahl wurde er von einem Fanatiker der Südstaaten am 15. April 1865 bei einem Theaterbesuch ermordet.

Beurteilung der politischen Leistung von Abraham Lincoln

Obwohl er nur kurze Zeit als Präsident in der US-Politik tätig war, kann man ihn als einen der bedeutensten Präsidenten bezeichnen. Was wäre aus den Vereinigten Staaten von Amerika geworden, wäre die Wiedervereinigung der Staaten mißlungen. Die USA in der heutigen Form gäbe es wahrscheinlich nicht.

Auch die Abschaffung der Sklaverei wäre ohne ihn wahrscheinlich erst viel später eingetreten. Der Erfolg der Union ermöglichte die schnelle Aufhebung der Sklavenhaltung. Der Mordanschlag durch einen fanatischen Südstaatler zeigt jedoch, dass dasThema Sklavenbefreiung weiterhin kritisch gesehen wurde.

Auch die Indianer haben eine negative Haltung gegenüber Lincoln. In dem Kriegszug 1832 gegen die Sauk-Indianer unter dem Häuptling Black Hawk war Lincoln aktiv beteiligt. Besonders negativ gegen Lincoln war der Homestead Act. Dieser besagt, dass jeder Siedler ca. 64 ha. Brachland bewirtschaften kann. Nach fünfjähriger Bewirtschaftungszeit oder bei Zahlung von 200 Dollar und einer halbjährigen Bewirtschaftung wurde das Land Eigentum des Farmers. Dies kam einer Enteignung der Indianergebiete gleich. Die Indianer mussten in Reservate umsiedeln.

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