Entwicklung der Veterinärakupunktur - Akupunktur

Entwicklung der Veterinärakupunktur

Sie entwickelte sich im alten China, als ein Baustein der Traditionellen Chinesischen Medizin, vor allem zur Behandlung von Pferden, die als Arbeitstiere, für den Transport und in Kriegen eingesetzt wurden. Sie waren wertvoller Besitz und entsprechend groß war das Interesse, sie gesund und leistungsfähig zu erhalten.

Einsetzbar ist die Akupunktur bei allen Tierarten. Ich gebe aber zu, einer Katze eine Nadel zu setzen ist eine Herausforderung, hierfür nutze ich einen speziellen Akulaser.

Übrigens: 1972 sorgte der Journalist James Reston, der 1972 US-Präsident Nixon nach China begleitete, für Aufruhr, als er dort operiert wurde und die notwendige Analgesie mit Akupunkturnadeln vorgenommen wurde. (Quelle: dtv-Atlas Akupunktur)

 

Wie muß ich mir Akupunktur vorstellen?

Die Traditionelle Chinesische Medizin (kurz: TCM) geht von der Vorstellung aus, dass der Körper von innerlich und äußerlich gelegenen Meridianen (Energieleitbahnen) durchzogen ist, die als Gesamtnetzwerk alle Organe miteinander verbinden. Auf diesen liegen die Akupunkturpunkte. Durch die Meridiane fließt das Qi, die Energie oder Lebenskraft dessen Fluss sich bei Krankheit in Disharmonie befindet. Wird ein Reiz gesetzt mithilfe  einer Nadel oder Laser, wird ein Impuls ausgelöst, der den Fluss des Qi in Harmonie bringt. Ein Grund, weshalb eine Schmerzlinderung zu beobachten ist.

Einige durch Akupunktur sehr gut zu behandelnde Indikationen sind:
- Schmerztherapie

- Hauterkrankungen, Allergien
- Entzündungen
- degenerative Erkrankungen, z. B. Arthrose, HD, ED und Gelenkserkrankungen

- Spondylosen

- Wundheilung

- Rekonvaleszenz, z. B. nach Operationen

 

 

 

Das Kennenlernen des Tieres - Akupunkturbeginn

 

Wie läuft die erste Behandlung?

Befunderhebung (Anamnese)

1. Informationen des Besitzers

Ein Kennenlernen des Tieres und des Besitzers steht am Anfang. Die Planung der Behandlung beginnt wie in der herkömmlichen Medizin mit der Anamnese. Hierzu gehört die ausführliche Befragung des Tierbesitzers um ein sehr genaues Bild des Patienten zu bekommen.

Diese Punkte spreche ich immer an:

-       Vorgeschichte

-       bisherige Erkrankungen

-       Ernährung

-       Schlafverhalten

-       Medikamentengabe

-       Impfungen

-       Modalitäten, d. h. unter welchen Bedingungen sich die Beschwerden bessern oder verschlechtern.

 

2. Untersuchung des Tieres

-       Palpation der Akupunkturpunkte

-       Haut und Fell

-       Kopf-, Augen- und HNO-Bereich

-       Körperlicher Allgemeinzustand

-       Mentales und emotionales Verhalten

-       Zungendiagnose

-       Pulsdiagnose

 

Auswertung der Untersuchungsbefunde

Mit Hilfe der Auswertung werden die relevanten Akupunkturpunkte per Nadel oder Laser stimuliert. Der Laser hat den gleichen Effekt wie das Setzen der Nadel. Um auch unruhigen oder ängstlichen Tieren den Nutzen einer Akupunktur zu ermöglichen, setze ich einen Laser ein.

Autor seit 10 Jahren
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