Weihnachten, das Fest der Liebe. Für 2010 liegt es bereits schon wieder drei Tage hinter uns. Waren die Menschen doch in den letzten Wochen schon mit Vorfreude darauf erfüllt. Gänseessen, gemütliches Schlendern über die Weihnachtsmärkte bei Dämmerlicht und Glühwein. Weihnachtsplätzchen zu backen und Geschenke zu kaufen für die Liebsten.

Erfüllt von der Freude, zum Fest der Liebe, die gesamte Familie um eine Festtagstafel versammelt zu sehen. Alle in glitzerndem Papier eingepackten Geschenke unter dem prächtig geschmückten Weihnachtsbaum liegend. Die strahlenden Kinderaugen, wenn es dann endlich heißt "Bescherung". Alles in allem, nach den vielleicht manchmal etwas stressigen Weihnachtsvorbereitungen, Harmonie pur. Friede, Besinnlichkeit, Liebe.

Das ist die eine Seite vom "Fest der Liebe"

Wie eine Münze, so hat auch dieses Fest zwei Seiten.

Da gibt es nämlich noch all jene Menschen, denen es aus den verschiedensten Gründen vielleicht nicht vergönnt war, eine solche Vorfreude auf diese Feiertage zu empfinden. Die Menschen unter uns, die genau diese Tage fürchteten. Aus Einsamkeit, aus Angst nicht zu wissen, wo sie hingehören. Aus Trauer, weil sie einen Menschen verloren haben, und dieser nun nicht mehr an der Festtagstafel sitzen kann.

All diese Menschen haben sich schon Wochen vorher gewünscht, dass diese Tage so schnell wie möglich vorüber gehen mögen, denn an jenen Tagen sind bei diesen Menschen, statt Freudentränen, wahrscheinlich Tränen der Traurigkeit und Einsamkeit geflossen.

Unbemerkt von all denen, die im Weihnachtsrausch schwelgten.

Leider kommt es an Feiertagen ganz besonders zum Ausdruck, dass die Menschen viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind. Dies ist zwar in den meisten Fällen das ganze Jahr über so. Aber in der besinnlichen Zeit kommt es einfach stärker zum Ausdruck.

Aber jeder hat eine neue Chance. Vielleicht kann man es nächstes Jahr etwas besser angehen.

Zu Weihnachten, und überhaupt das ganze Jahr. Damit Menschen, die sich dieses Jahr vielleicht noch sehr einsam fühlten, bereits im nächsten Jahr die Kehrseite davon erfahren dürfen.

Das größte Geschenk ist nämlich Nächstenliebe. Zu Weihnachten, und überhaupt das ganze Jahr!

Autor seit 6 Jahren
129 Seiten
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