Arachnophobie - Die Angst vor Spinnen

Für Menschen, welche an einer Arachnophobie leiden, wirken diese scheinbar harmlosen Tiere wie eine Bedrohung. Panik und Ekelreaktionen sind die Folge.

Ungefähr 5 Prozent der gesamten Menschheit leidet unter der Angst vor Spinnen, welche im medizinischen Bereich auch als Arachnophobie bekannt ist. Die Gründe dafür wurden nun in einer wissenschaftlichen Studie erforscht. Erstmalig wurde nun auch erforscht, inwieweit unser Kurzzeitgedächtnis im Rahmen der Spinnenphobie eine tragende Rolle spielt.Damit sollte vor allem auch nach neuen und sinnvollen Therapieformen ausschau gehalten werden. Das Verwunderliche daran ist jedoch, dass Menschen, die an einer Phobie leiden ihre Umwelt aus einem vollkommen anderen Blickwinkel wahrnehmen. 

Angst und Ekel bestimmen den Alltag


Jeder Mensch der an einer Arachnophobie, zu deutsch Angst vor Spinnen, leidet verarbeitet bestimmte Einflüsse und Informationen aus der gesamten Umwelt vollkommen anders als Menschen, die nicht an dieser Art Phobie erkrankt sind. Forschungen der Universität in Dresden haben dies belegt. Es wird sogar vermutet das die Ergebnisse dieser Studie sich sogar auf alle anderen Phobien übertragen lassen. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen auch die Rolle ­des Kurzzeitgedächtnis in ihrer Studie ausfindig zu machen. Diese Art Studien sollen zum einen potenzielle Risikofaktoren für eine derartige Phobie ausfindig machen und ebenfalls bessere Therapiemöglichkeiten aufzeigen. Ungefähr 5 Prozent der deutschen Bevölkerung leidet an der Spinnenphobie und ungefähr 15 Prozent der Bevölkerung leidet generell an Phobien.

Teilstudien lieferten interessante Ergebnisse 

Es bedurfte insgesamt 8 verschiedene Teilstudien, welche von den verantwortlichen Wissenschaftlern mit hoher Präzession ausgeführt wurden.Somit konnte nachgewiesen und damit wissenschaftlich belegt werden ­das Menschen, welche eine Phobie haben, ihr gesamtes Umfeld und die Umweltfaktoren stark verzerrt wahrnehmen. Jeder Betroffene richtet seine Aufmerksamkeit im Unterbewusstsein stark nach ­dem Angstauslösendem Faktor aus. Diese Reaktion deutet in jedem Fall auf eine ernst zu nehmende Angsterkrankung hin. Nicht geklärt wurde jedoch ob diese Verzerrung in der Wahrnehmung der Umwelt eine Ursache für Phobien oder aber eine Folge dieser Angsterkrankung ist.

Betroffene können auf Heilung hoffen

Innerhalb von drei Sitzungen können betroffene ein Training absolvieren. Ziel dieses Trainings soll es sein die Prozesse im Gehirn zum Positiven zu Verändern. Probanden die an dieser Studie teilgenommen haben konnten alle erhaltenen Informationen rund um das Thema Spinnen deutlich positiver verarbeiten und bewerten. Das hängt damit zusammen das im Kurzzeitgedächtnis sämtliche Informationen in positiver Art und Weise gespeichert wurden. Für den Betrachter könnte Anfangs der Eindruck erweckt werden das sich dies eher zum Nachteil auswirkt, aber in der Realität bewirkt dieses Training ein viel enspannteres Leben für die betroffenen Personen. Es wird der Eindruck vermittelt das es gar nicht mehr so viele Spinnen auf der Welt gibt. 

Aufgabe der Studienteilnehmer während der Sitzungen war es, am Computer Aufgaben zu lösen, welche mit Bildern von Spinnen ausgestattet wurden. Kurz nach der Sitzung erinnerten sich die betroffenen noch deutlich häufiger an die Bilde der Spinnen. Im weiteren Verlauf änderte sich das aber  und die Probanden konnten sich nicht mehr so viel an die Bilde der Spinnen unter den Aufgaben erinnern. Während der Therapie musste unter anderem auch ein Glas in der Hand gehalten werden, indem sich eine Spinne befand. Schocktherapie als Allheilmittel?

Autor seit 5 Jahren
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