Wie aus Apple eine Goldgrube wurde - Niedergang und Aufstieg eines Traditionsunternehmens

Im Jahr 1976 wurde der Softwarehersteller Apple von Steve Jobs in einer Garage mit Steve Wozniak in Cupertino gegründet. Der erste Rechner mit dem Produktnamen Apple I wurde noch im Gründungsjahr gebaut und konnte ein paar hundert mal verkauft werden. Ein Jahr später wurde das Unternehmen zu einer Gesellschaft. Ein echter Verkaufshit war der Apple I nicht aber mit den Einnahmen konnte die Entwicklung des Apple II finanziert werden.

Der Apple II war der erste echte PC, schlug ein wie eine Bombe und  zählte über zwei Millionen verkaufte Einheiten bis zum Jahr 1985.  Der Apple Macintosh kam 1984 auf den Computermarkt und war ebenfalls ein Verkaufserfolg. Auf dem Macintosh lief genauso wie auf dem Rechnermodell Lisa eine grafische Benutzeroberfläche und der PC wurde mit einer Maus bedient. Der Konzern geriet in den 1990er-Jahren in wirtschaftlche Schwierigkeiten und musste 1997 eine Abschreibung in Milliardenhöhe vollziehen. Der Firmengründer Steve Jobs kehrte zurück und übernahm die Konzernleitung. Der Erzrivale Microsoft bewahrte Apple mit einer Kapitalspritze vor der Pleite.

Die Hauptgründe für die anhaltenden Verluste waren das veraltete Betriebssystem und Fehlentscheidungen des früheren Managements. Steve Jobs schaffte die Wende mit innovativen PCs wie den PowerMac, iMac und MacBook die vor allem durch ihre bunten Gehäusefarben für Aufmerksamkeit sorgten. In den folgenden Jahren erholte sich Apple und 2007 kam mit dem Apple iPhone eine Revolution auf den Markt.

Das Smartphone Apple iPhone erhielt mit dem iPad ein Tablet. Beide Produkte beherrschen mittlerweile den Mobilfunkmarkt. Die Barmittelreserven des Softwarekonzerns belaufen sich auf rund 78 Milliarden US-Dollar und mit über 348 Milliarden US-Dollar Börsenwert ist es das wertvollste Unternehmen der Welt. Im Geschäftsjahr 2010 belief sich der Jahresumsatz auf 65,22 Milliarden US-Dollar.

Bildquelle. Eigenes Foto Apple iPod Touch 8GB

Wie Apple seine Marktmacht ausnutzt - Hochmut kommt vor dem Fall....oder?

Als Marktführer auf dem Markt für Smartphone und Tablets verfügt Apple über eine besondere Stellung. Das Tablet Apple iPad ist innovativ und diese Innovation verteidigt der Hersteller derzeit gegen seine stärksten Konkurrenten. Gegen den südkoreanischen Konzern Samsung wurde kurzzeitig ein Verkaufsverbot des Tablet-PCs Samsung Galaxy Tab 10.1 für die gesamte EU mit Ausnahme der Niederlande erwirkt. Das Verkaufsverbot hatte das Landgericht Düsseldorf letzte Woche erlassen. In der Zwischenzeit darf das Samsung Galaxy Tab 10.1 zwar wieder in den EU-Ländern verkauft werden aber in Deutschland nicht.

Der Hauptgrund für die Klage gegen Samsung ist ein Verstoß gegen das Geschmacksmuster. Es geht also um das Design und dem äußerlichen Aufbau des Tablets. Zudem würde der Kultstatus des Apple iPad ausgenutzt, wie Apple in seiner Klageschrift schreibt. Das Samsung Galaxy Tab 10.1 soll eine Kopie des Apple iPad 2 sein obwohl es Unterschiede gibt. Der Tablet-PC aus dem Hause Samsung ist 246*170 mm groß während das Apple iPad 2 nur 241*186 mm groß ist. Zusätzlich verfügt das Samsung Galaxy Tab 10.1 über einen externen Anschluss. Es bleibt abzuwarten wie der Streit zwischen den beiden Unternehmen ausfallen wird. Samsung beliefert Apple mit Displays und so sind die Hersteller praktisch aufeinander angewiesen.,

Ich mag Apples Geschäftspolitik und geschlossenes Betriebssystem iOs nicht. Der starke Kampf gegen die Konkurrenten mit Verkaufsverboten zeugt von einem gewissen Hochmut. Der Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall. Die Betriebssysteme Google Android und HP WebOS sind die stärksten Wettbewerber gegenüber dem Apple-Betriebssystem. Apple kann den Android-Herstellern nicht verbieten ihre Tablets zu verkaufen, da wir ja in einer freien Marktwirtschaft leben und nicht alle von der Kultfirma aus Cupertino abhängig sind. Ich werde mir bald ein HP Touchpad kaufen, weil es gut bewertet wurde und mit seiner innovativen Technik beeindruckt.

Bildquelle: Openclipart.org

Infoblogger, am 17.08.2011
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Bildquelle:
Ruth Weitz ("Mr. Dax" Dirk Müller über den Euro und die besten Geldanlagen)
Windorias / pixelio.de (Optionsscheine – was ist das eigentlich?)

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