Stress in der Mittagspause

Mittagspause im Büro - Melanie hetzt mit ihrer Kollegin zur Kantine. Dort windet sich eine hungrige Warteschlange. Alle sind mit einem Essenstablett bewaffnet. Zu dumm, kostbare Minuten sind weg. Endlich sitzt sie und isst hastig ihre Pommes mit Hähnchen. Die halbe Stunde Pause verrinnt. Der Bildschirm ihres Computers hat sich entspannt und zeigt ihr fliegende Toaster. Sie nicht, sie fühlt sich schlapp.

Kein Zweifel eine längere Siesta mit genügend Zeit zum Essen, ein Schwatz mit
Kollegen oder ein Spaziergang an frischer Luft würde gut tun. Doch um vier Uhr geht es nach Hause. Da liegen keine längeren Pausen drin.

Alternativen: Imbiss, Snack, belegte Brote, Mikrowelle

Die meisten Berufstätigen bringen sich belegte Brote, Kekse oder Obst von zuhause mit. Verführerisch sind Schokoriegel, die sich ohne viel Kauen nebenbei in den Mund schieben lassen. Leider macht der hohe Zuckeranteil bei Müsli- und Schokoriegel nur kurz fit. Auch leicht, frisch, vitaminreich und sattmachend sorgen Obst und Brot langfristig für einen klaren Kopf. In Firmen ohne Kantine steht den Angestellten manchmal eine Mikrowelle zur Verfügung. Doch wer bringt sich schon von zuhause ein vorgekochtes Mittagessen mit. Meist werden Tiefkühlgerichte darin aufgewärmt. Mahlzeiten eines Menü-Bringdienstes leiden ebenso unter Mengen von Fett und Salz wie die frostigen Snacks. Die Macken dieser Gerichte lassen sich mit einem Apfel als Dessert oder einem frischen Salat zum Abendbrot ausbügeln.

Das schnelle Essen und Trinken zwischendurch

Achtzig Prozent der 30 - 49-Jährigen zieht es ab und zu in einen Imbiss. Während die klassische Bratwurst ins Abseits gerät, hält sich Pommes mit Mayo/Ketchup unangefochten als Spitzenreiter. Der verblüffende Siegeszug der schnellen Mahlzeiten, zu denen auch Frikadellen, kalte Koteletts und halbe Hähne zählen, mag mit dem einfachen Essen zusammenhängen. Ohne langes Kauen verstopfen Hamburger und Konsorten für kurze Zeit den Magen. Deftiges Essen mit Fleisch macht länger satt als ein schlichtes Brot, glauben die meisten Fast-Food-Fans. Irrtum: Untersuchungen brachten eine nur geringe Sättigung von fettreichen Mahlzeiten zutage. Big Mäc macht nicht satt, sondern fett. Eine Banane ist ebenso aus der Faust im Stehen zu essen und liefert nebenbei noch Gesundheit.

Tipps für die volle Konzentration

Es muss nicht unbedingt die ganze fettige Soße mit Kartoffeln zu Brei zermust werden. Sichtbares Fleischfett darf am Tellerrand landen. Auf weich gekochtes, vitaminloses Gemüse in Mehlsauce sollte man besser gleich verzichten. Häufig bieten Kantinen frische Salate, Obst oder kleinere Gerichte an, die eine gute Alternative zu Kalorienbomben darstellen. Es ist empfehlenswert lieber sechsmal kleine Portionen als dreimal täglich Riesenmengen zu essen. Opulente Mittagsmenüs machen Körper und Geist träge und verstärken noch das gefürchtete Mittagstief. Erstklassige Pausen-Snacks sind Lebensmittel mit vielen Kohlenhydraten, wie etwa gesüßte Milchspeisen, Joghurt, Müsliriegel, Obst, Obstsäfte oder Vollkornbrötchen. Diese liefern Gehirn und Muskeln den
benötigten Traubenzucker. Wer Stunden in Besprechungen sitzt oder als Fahrzeuglenker im dichten Verkehr garantiert geistig top sein muss, der sollte seine Nervenzellen ausreichend damit versorgen. Purer Traubenzucker, supersüße Riegel oder Erfrischungsgetränke erweisen derart Geforderten einen schlechten Dienst, denn nach der Zuckerflut kommt schnell die Leistungsebbe. Die Vitamine A, C und B und Mineralstoffe im Obst bringen die Gehirnzellen zusätzlich auf Trab und die mentale Leistung steigt nachweislich an. Wessen Gehirnzellen immer noch nicht in Schwung sind, dem hilft vielleicht eine Sauerstoffdosis auf die Sprünge. Melanie lüftet öfter mal und statt des bequemen Fahrstuhls nimmt sie die Treppe und sorgt so für ihre Gesundhit und Fitness.

Gesetzlich vorgeschriebene Pausen

30 Minuten - Bei einer Arbeitszeit von mehr als 4,5 bis zu 6 Stunden steht Jugendlichen und Schüler-Aushilfen diese Pause zu. Erwachsenen, wenn sie mehr als 6 Stunden gearbeitet haben.

45 Minuten - Dies gilt für Berufstätige mit einer Arbeitszeit von mehr als 9 Stunden.

60 Minuten - Bei Jugendlichen unter 18 Jahren und Schüler-Aushilfen mit einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden.

Autor seit 3 Jahren
37 Seiten
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