Wofür braucht eine moderne Küche das Bratenthermometer?

Der maßgebliche Sinn und Zweck eines Bratenthermometers ist die präzise Messung der Kerntemperatur eines empfindlichen Lebensmittels. Dieses ist nicht zu verwechseln mit der Temperatur im Inneren des Backofens. Sie wird über einen externen Regler am äußeren Gehäuse des entsprechenden Geräts geregelt.

Besonders infrage für eine genaue Ermittlung der Kerntemperatur kommen Fleischstücke vom Rind oder Schwein wie Roastbeef, Filet oder große Bratenstücke. Aber auch bei Backwaren, die eine besondere Art der Zubereitung benötigen, kann es durchaus sinnvoll sein, eine genaue Überprüfung der inneren Temperatur vorzunehmen. So ist es beispielsweise möglich, beim aufwendigen Backen von Schwarzbrot oder Kuchen den aktuellen Garungsgrat jederzeit zu testen und zu überwachen.

Sehr gut ist eine solche Überwachung der Kerntemperatur auch bei der Garmethode des Niedertemperaturgarens. Bei einer Ofentemperatur von 80 Grad Celsius erreicht das Bratgut hier eine Kerntemperatur zwischen 55 und 70 Grad und der Garvorgang erstreckt sich über einen Zeitraum von mehreren Stunden. Geeignet ist diese Zubereitungsmethode für bindegewebsreiches Fleisch. Geflügel, Fisch, Filet sowie Kalbshaxe so zubereitet, sind nicht zäh oder trocken und bleiben rosa und saftreich. Das beim Braten übliche Ruhen des Fleischs entfällt beim Niedertemperaturgaren dann auch. Es gibt übrigens Köche, die ein Bratenstück in ihrer Küche schon einmal bis zu sechzig Stunden garen lassen!

Was kann ein hochwertiges Bratenthermometer alles leisten?

 

Technisch hochwertige, elektronische Bratenthermometer haben einen Sensor um die Temperatur zu messen. Der Sensor befindet sich in einem Dorn, der im Gargut mittig platziert, für korrekte und schnelle Messergebnisse sorgt. Er erzeugt ein Signal, das der Koch auf dem Display des Geräts, in digitalisierter Form, abliest.

Das Display ist entweder mit einer Funkübertragung versehen oder mit einem hitzebeständigen, dünnen Kabel, das wiederum mit dem Dorn verbunden ist. Per Magnet ist das Display am Backofen zu befestigen.

Der Temperaturmessbereich liegt zwischen - 20 und + 250 Grad Celsius. Das Kabel des Messfühlers hat in der Regel eine ausreichende Länge von einem Meter. Einige Geräte verfügen über eine zusätzliche Funktion. Sie messen auch die Temperatur des Backofens. Diese Möglichkeit eignet sich hervorragend, um einmal die Genauigkeit des Ofens zu testen, ist aber nicht wirklich notwendig.

Andere Geräte arbeiten mit einem System zur Funküberwachung. Sie verfügen über einen Alarm, der bei Erreichen der eingegebenen Temperatur ausgelöst wird. Ein tragbarer Empfänger mit einer Reichweite von 30 Metern sorgt für eine Kontrolle aus der Ferne. Andere Features sind der Timer oder eine Stoppuhr und es gibt bei einigen Geräten eine Voreinstellung für die gängigen Fleischsorten. 

 

 

Joppe_Fischer, am 27.07.2012
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