Was ist eigentlich ein Motoneuron?

Was ist eigentlich ein Motoneuron?

Ein Motoneuran kann man als einen End Abschnitt einer Nervenbahn bezeichnen, die im Körper des Menschen für eine aktive und gewollte Bewegung der quergestreiften (also der vom meschlichen Gehirn steuer baren) Muskulatur zuständig ist - und die von einer Nervenzelle im Rückenmark ausgeht.

Das erste Motoneuron

Bei einer vorhandenen Schädigung des ersten Motoneurons finden wir eine spastische Lähmung, die zu einer überhöhten Eigenreaktion und / oder zu einer überhöhten Eigenspannung der Skelettmuskulatur führen kann.

Das bezeichnet man als eine zentrale Schädigung, bei der sich pathologische Pyramidenbahnzeichen finden lassen.

Der Babinski Reflex: Bei einem entspannt auf dem Rücken liegenden Patienten bestreicht man die laterale Fußsohle mit einem spitzen Gegenstand (zum Beispiel mit einem Streichholz)  - bei einem vorhandenen pathologischen Reflex kommt es dabei zu einer Dorsal Flexion der großen Zehe und zu einer Plantarbewegung der restlichen Zehen. Bei einem Kind von unter zwei Jahren ist diese Reaktion noch völlig normal, also nicht pathologisch. Dort ist sie also physiologisch!

Der Oppenheim Reflex:  Ein kraftvolles Bestreichen der Tibiakante mit der Hand des Untersuchers führt zu einer Dorsal Flexion der großen Zehe und zu einer Plantarbewegung der restlichen Zehen - wie Babinski!

Der Gordon Reflex: Hierbei wird kräftig die Wadenmuskulatur mit der Hand des Untersuchers geknetet, es kommt bei einem pathologischen Reflex ebenfalls zu einer Dorsal Flexion der großen Zehe und zu einer Plantarbewegung der restlichen Zehen - wie Babinski!

Die Eigenreflexe sind in diesem Fall erhöht und die Fremdreflexe erniedrigt.

Zum Beispiel bei einer frühkindlichen Hirnschädigung und / oder Sauerstoffmangel.

Ebenfalls bei verschiedensten Erkrankungen wie etwa bei Multipler Sklerose, Menigitis, Myelitis und Enzephalitis.

Das zweite Motoneuron

Bei einer Schädigung des zweiten Motoneurons finden wir eine schlaffe Lähmung vor.

Es handelt sich hierbei um eine pheripherische Schädigung der motorischen Vorderhorn Zellen im Rückenmark.

Hier sind alle Reflexe vermindert oder ganz erloschen.

Dieses Krankheitsbild findet sich bei einer Querschnittslähmung durch Durchtrennung des Rückenmarks.

 

Vennhexe, am 03.11.2012
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