Im Jahr 1987 war auf der Mainau die Geburtsstunde der historischen Zitrussammlung

Viele geschichtsträchtige Orangerien waren, um das Jahr 1990, in einem desolaten Zustand. Der Leiter der Botanik-Information der Mainau, H.D. Meier, regte, 1987, gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Wolfgang Hundbiss, die Belebung der Orangerie-Kultur durch die Gründung einer historischen Zitrusfrüchtesammlung an. Sie rettete dadurch, gemeinsam mit Dr. Messina, dem Leiter einer Baumschule in Sizilien, altes Kulturgut.
Mit ihrer Begeisterung steckten sie Gräfin Sonja von Bernadotte an. Die nächste Zeit verging damit, seltene Arten und Sorten von Zitrusfrüchten zu sichten und sie in der sizilianischen Baumschule von Dr. Messinas zu vermehren. Durch das dort herrschende warme Klima war gewährleistet, dass die Stecklinge gediehen, um anschließend auf der Insel Mainau kultiviert zu werden.
Als Grundlage der Veredelung diente hauptsächlich die schnell wachsende Citrus aurantium, eine Pomeranze, die besonders resistent gegen Krankheiten ist.

(Bild: Historische Zitrus -Sammlung, © Insel Mainau)

Wandeln wie der Adel -inmitten von Zitrusfrüchten- auf der Mainau

Auf die Präsentation der Pflanzen und Früchte, hatte die Fachpresse lange gewartet. Einige der zahlreichen Besucher waren erstaunt, die begehrten Gewächse in Kübeln zu sehen. Wie sie erfuhren, gibt es nur eine Orange, die Poncirus trifoliata, eine Bitterorange, die auch in Deutschland direkt in die Gartenerde gepflanzt werden kann. Sie übersteht Fröste bis unter 20 Grad. Die anderen Zitrusfrüchte können, in unseren Breitengraden, nur als Kübelpflanzen gehalten werden. Sie müssen vom Gärtner sorgsam betreut werden. Das lehrt, so die Gärtner auf der Mainau, die Erfahrung der alten Orangeriemanier. In früheren Zeiten war es Kaisern und Königinnen vorbehalten, sich Orangerien anlegen zu lassen. Sie pflegten dort hohe Besucher zu empfangen oder in Gärten und Parks, inmitten der schönen Früchte, zu lustwandeln. Heutzutage kann das, gegen ein kleines Entgelt, jeder tun.

Wo überwintern die Zitruspflanzen auf der Mainau?

Insgesamt existieren drei identische Sammlungen. Während zwei auf der Mainau bleiben, dient eine dem Austausch mit anderen botanischen Gärten. Die Sammlung überwintert in den Gewächshäusern oder dem Palmenhaus auf der Mainau. Die Besucher können die Pflanzen in ihrer gesamten Blütenpracht zwischen Juni und September genießen.

(Bild: Historischen Zitrus -Sammlung, © Insel Mainau)

Mehr über die Zitrussammlung auf der Mainau

Impressionen des Inselgartens mit der historischen Zitrusfrüchtesammlung

Das Palmenhaus, auf dem Inselplan unter der NR. 32 zu finden, ist ganzjährig täglich von 9 Uhr bis 21 Uhr geöffnet.

Die Zitrussammlung ist jedes Jahr, zwischen Anfang Juni und Mitte September, zu bewundern.

MonikaHermeling, am 10.04.2015
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Bildquelle:
Schmetterlingshaus, Insel Mainau (Das Schmetterlingshaus auf der Bodenseeinsel Mainau)
https://pagewizz.com/users/Adele_Sansone (Mainau - Tulpen, Rosen, Mammutbäume - gute Gründe für einen Besuch ...)

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