Definitionen

Autoimmunhepatitis 

Bei einer Autoimmunhepatitis greift das eigene Immunsystem die Leber an. Die Erkrankung tritt allerdings nur selten auf, dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Die Krankheit kann nur symptomatisch behandelt werden.

primär sklerosierende Cholangitis (PSC)

 Die primär sklerosierende Cholangitis führt auf Dauer zu einer Vernarbung und Verhärtung der Gallengänge. Als Folge kann ein Ikterus, Juckreiz, Leistungsminderung und Müdigkeit auftreten. Das trifft allerdings nicht auf alle Patienten zu. So verläuft die Erkrankung bei einigen Betroffenen symptomlos.

 primär biliâre Zirrhose (PBC)

Die primär biliäre Zirrhose greift zunächst die Gallengänge an, im weiteren Verlauf unter Umständen auch das Lungengewebe. Überwiegend sind Frauen von dieser Erkrankung betroffen. Zu den Symptomen zählen Müdigkeit, Juckreiz und Gelenkschmerzen. Kommt es zu einer Zirrhose (Vernarbung des Leberzellen), werden Synthese- und Entgiftungsleistung der Leber eingeschränkt. 

"Lebergerechte" Ernährung

Eine "lebergerechte" Ernährung kann helfen, die Symptome der Erkrankung moderat zu senken. So kann ein hoher Anteil Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung den Entzündungsprozess ein klein wenig lindern. Omega-3-Fettsäuren finden sich in höheren Konzentration in fettem Seefisch (Lachs, Makrele, Hering) und in einigen Pflanzenölen. 

Zusätzlich können Nahrungsmittel mit einem hohen Antioxidantienanteil helfen, Entzündungsfaktoren zu reduzieren. Antioxidantien zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und kommen überwiegend in Gemüse- und Obstsorten vor. Interessant sind hier vor allem das in Tomaten enthaltene Lycopin, Anthocyane in Beeren und Polyphenole im Granatapfel. Neben positiven Auswirkungen auf Leber und Galle wirken diese Inhaltsstoffe herzstärkend, schützen vor Arteriosklerose und vor freien Radikalen, die unter anderem als Auslöser von Krebs gelten. 

Bitterstoffe regen Enzyme, Verdauungssäfte und die Fettverdauung an. Durch die Förderung von Galle werden Schadstoffe aus der Leber ausgeschwemmt. Im weiteren wirken Bitterstoffe appetitanregend, das kann bei einer Mangelernährung vom Vorteil sein. Interessante Nahrungsmittel, die im Speiseplan nicht fehlen sollten, sind zum Beispiel Chicorée, Radieschen, Endivien und Löwenzahn (Wildkraut). Wer es nicht so bitter mag, kann mit einem Dip oder einer Sauce das Essen verfeinern. 

Gesund für Leber und Galle sind ebenfalls viele Kräuter und Gewürze. Sie regen die Verdauung und die Galleproduktion, insbesondere bei schwerverdaulichen Speisen, an. Empfehlenswerte Gewürze sind zum Beispiel Basilikum, Thymian, Anis, Kümmel und Fenchel. 

Übrigens können auch einige naturheilkundliche Hausmittel dazu beitragen, Leber- und Gallenerkrankungen auf sanfte Art und Weise zu lindern. Dazu gehören Leberwickel und einige phytotherapeutische Mittel. 

Wichtig

Alle diese Maßnahmen können Autoimmunerkrankungen, so wie sie hier beschrieben sind, nicht heilen. Sie können allerdings Entzündungprozesse vermindern und ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung verzögern. 

 

Mein Artikel ersetzt nicht den Rat eines Arztes, Heilpraktikers und Apothekers. Er dient ausschließlich der allgemeinen Information. 

Ashlie, am 03.10.2016
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