Ba'Albek im Libanon

Ba'Albek, eine Stadt im östlichen Libanon, eingebetet zwischen den Flüssen Al Litani und Asi. Mit ihren 50000 Einwohnern hat sie einen architektonischen Schatz aufzuweisen, ein Wunder des Altertums. In unmittelbarer Nähe der Stadt befindet sich eine 10 Meter hohe Tempelanlage, die sich auf ca. 7000 Quadratmetern erstreckt. Erdbeben, Kriege und Vandalismus richteten beachtliche Schäden an. Doch Archäologen aus Deutschland, Frankreich und dem Libanon bemühen sich seit Jahrzehnten, den wirklichkeitsnahen Eindruck der ursprünglichen Anlage durch Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten zu erhalten.

The Temple of Jupiter, Baalbek, Bekaa Valley, Lebanon (Bild: Charles Bowman / AllPosters)

Was ist das Wunder an Ba'Albek?

Ba'Albek gehört nicht zu den 7 Weltwundern, aber inoffiziell wird es als Wunder angesehen. Da gibt es die Tempel, welche zu den größten, erhabensten und besterhaltensten gehören. Aber es geht auch um riesige Steinblöcke, die in dieser Anlage verarbeitet wurden, Steinblöcke von enormen Ausmaß, die selbst mit der heutigen Technik kaum zu bewegen wären.

 

Einige Beispiele

1. Neun exakt geschnittene Steinquader mit einer Länge von 10 Metern, einer Höhe von 4 Metern und einer Breite von 3 Metern wurden verarbeitet. Jeder Steinblock hat ein Gewicht von 320 Tonnen.
2. Weiterhin gibt es die weltberühmten "Trilitha", drei passgenau gefügte Quader mit einer Länge von 20 Metern, einer Höhe von 4 Metern und einer Breite von 3,60 Meter. Jeder einzelne Quader wiegt 800 Tonnen.

3. Es existiert ein Steinblock nahe der Anlage mit dem Namen "Midi". Midi's Länge beträgt 21,72 Meter, seine Höhe 4,25 Meter und seine Breite 5,35 Meter. Das Gewicht liegt bei unglaublichen 1211 Tonnen.

Legenden und Mythen um Ba'Albek

Auch heute noch gibt die Tempelanlage von Ba'Albek zahlreiche Rätsel auf. Archäologen verlegen den Bau des Tempels in die römische Zeit. Doch Legenden behaupten, dass es bereits seit dem mythologischen Beginn des Menschengeschlechts eine "Feste auf dem Berg Libanon" gab. Angeblich geht der Bau der Tempelanlage auf Adam und Eva zurück, die nach ihrer Vertreibung aus dem Paradies im Libanon gelebt haben sollen. Selbst Adams und Noahs Gräber vermutet man in der Nähe von Ba'Albek.   
Eine weitere Legende besagt, dass Kain nach dem Mord an seinem Bruder Abel, in der Tempelanlage Zuflucht vor dem Zorn Gottes gesucht hat.
Das sumerische Gilgamesch-Epos, eines der ältesten Epen der Weltliteratur, berichtete bereits von dieser Tempelanlage als "Berg im Zedernwald" und bezeichnete ihn als "Wohnsitz der Götter".

Doch wer war in der Lage, dieses gigantische Bauwerk zu erschaffen?

Bisher hat niemand den Versuch unternommen, die Menge der Steinblöcke zu errechnen, die gebrochen, behauen und herbeigeschafft werden mussten. Wen wundert es, wenn die Legenden von "Riesen" als Baumeister sprechen?

Wer immer der Erbauer war, er beherrschte bereits in jener Zeit technische Möglichkeiten, welche die unsrigen übersteigen.
Oder war es doch außerirdische Intelligenz, wie der russische Professor Modest Agrest zu Beginn der sechtiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts vermutete?
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