Bakterielle Erkrankungen

Bei den bakteriellen Erkrankungen unterscheiden wir  zwischen Gram - Negativen (damit ist die rote Einfärbbarkeit gemeint) und Gram - Positiven (damit ist die blaue Einfärbbarkeit gemeint) Erregern. Außerdem gibt es Bakterien, die sich mit Sauerstoff (Aerobier) vermehren und solche, die sich ohne Sauerstoff (Anaerobier) vermehren können.

Gram-Positiver Erreger sind:

Die Gram - Positiven Erreger wirken über Exotoxine, das heisst, die lebenden Bakterien scheiden Stoffe (Gifte) aus, sogenannte Proteine (Stoffwechselgifte) die den menschlichen Körper - durch Schädigung des Zell Inneren oder der Zellmembran (das ist eine Abgrenzung) - angreifen.

Bacillus anthracis

Clostridien

Corynebakterien

Listerien

Mykobakterien

Staphylokokken und

Strephtokokken

die anderen sind Gram - Negativ!

Die Gram - Negativen Bakterien wirken über Zerfallsgifte, das bedeutet, dass das Bakterium abstirbt und somit Zellwandbestanteile zerfallen. Eine Antikörperbildung findet kaum statt.

Symptome bei Bakterienzerfall (Negativ)können sein:

Fieber

Leukopenie (zu wenig weiße Blutkörperchen)

Hyperglykämie (Überzuckerung) und

Endotoxin Schock

 

Was passiert jetzt generell bei allen bakteriellen Erkrankungen (mit wenigen Ausnahmen)?

Bakterien erreichen schnell die Eintrittspforte (das wo die Erkrankung beginnt), deswegen kommt es meist als erstes zu einem Organstadium (den Körper betreffend), bei Gram - positiven Erregern. Bei den Gram - Negativen kommt es durch die Exotoxine meist zu einem fieberhaften Generalisationsstadium.

Wie sind Bakterien aufgebaut und was passiert?

Bakterien verfügen über eine DNS und RNS, sie haben auch einen eigenen Stoffwechsel. Man kann Bakterien auf Nährböden an züchten. Sie zählen zu den Prokaryonten. Gegen Gram - Positive Bakterien können Antibiotika wirken - allerdings nur während der bakteriellen Teilungsphase. Es kommt im Körper häufig nach einer kurzen Inkubationszeit von wenigen Tagen zur Leukozytose mit Linksverschiebung (viele, junge weiße Blutkörperchen) und zu einer Tachykardie (zu schneller Herzschlag).

Virale Erkrankungen

Die Viren unterscheiden sich ganz erheblich von den Bakterien. Sie verfügen über eine RNS oder eine DNS. Ein eigener Stoffwechsel ist nicht vorhanden, das heisst, dass sie sich nur in einer lebenden Zelle (sie brauchen einen Wirt) vermehren oder / und einwirken können. Die Inkubationszeit bei einer viralen Erkrankung ist meist viel länger, ca. 1 - 2 Wochen, manchmal noch mehr. Antibiotika sind gegen Viren nicht wirksam. Um sie zu hemmen, werden Virostatika eingesetzt. Diese zählen zu den Chemotherapeutika und haben gelegentlich starke Nebenwirkungen.

Häufig kommt es zu einem zwei gipfligem Fieberverlauf mit subfebrilen Temperatur (rektal bis 38,5 Grad). Es kann eine Bradykardie (verlangsamter Herzschlag) vorhanden sein, sowie eine Leukopenie (zu wenig weiße Blutkörperchen) mit Links Verschiebung (junge Blutkörperchen).

Der Erreger wird über einen Antikörpernachweis ermittelt.

Bei Viruserkrankungen gelangen erst viele Viren in die Blutbahn, es kommt zu Allgemeinsymptomen. Häufig gibt es einen zwei gipfligen Verlauf. Es kommt nach einer fieberfreien Latenz Zeit zum erneuten Fieberausbruch und damit zum Organstadium.

Pilz - Erkrankungen

Pilze vermehren sich durch Sporen. Es gibt Vermehrungs - und Dauerformen. Sie zählen zu den Eukaryonten. Pilzerkrankungen entstehen häufig, wenn das Immunsystem gestört ist. Physiologisch befinden sie sich auf der menschlichen Haut und im Stuhl.

Pilze haben einen Zellkern und mehr als 1 Chromosom, die Vermehrung erfolgt geschlechtlich.

Wir unterscheiden:

Spross Pilze

Faden Pilze und

Dimorphe Pilze

Wichtige Hinweise

  • Jegliche Anwendung der hier vorgestellten Rezepte, Pflanzenverwendungsmöglichkeiten und Vorschläge geschieht ausschließlich in freier Entscheidung der Leser(innen) und Teilnehmer(innen) und in ihrer eigenen Verantwortung.
  • Die hier angegebenen Rezepturen sind keine Anleitung zur Selbstmedikation und sind auch nicht geeignet, eine individuelle Behandlung, Beratung und Untersuchung durch einen Heilpraktiker oder Arzt zu ersetzen.
Vennhexe, am 26.04.2012
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Autor seit 4 Jahren
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