Vor dem Fall der Mauer war alles so schön - und es soll noch besser werden - so will es OSSIPART

Während es in Westdeutschland viele Hausfrauen gab, deren Gatten sich um den Broterwerb kümmerten, gingen in der damaligen DDR Mütter und Väter arbeiten. Die lieben Kleinen kamen in Ganztagskindergärten oder Kindergrippen unter. Ältere Kinder waren in Schule und Hort gut untergebracht. Dafür wurde keine müde Mark gezahlt.

 

Zeit für die Familie gab es trotzdem zur Genüge, ohne dass ein Spagat hingelegt werden musste. Alles funktionierte scheinbar reibungslos, ohne Pannen und niemand kam zu kurz. Nach der Arbeit folgte der obligatorische Einkauf. Kaum zu Hause angekommen erwartete die Eltern eine aufgeräumte Wohnung, da die wohlerzogenen Kinder ihre speziellen Aufgaben ordnungsgemäß erfüllt hatten. Gemeinsam wurde das Abendessen vorbereitet.

Später saß die ganze Familie zusammen am Abendbrottisch. Jeder erzählte, was er am Tag erlebt hatte. Perfekte Arbeitsteilung und ein harmonisches Miteinander waren an der Tagesordnung. Urlaub hatten DDR Bürger auch. Reisen durften sie durchaus. Zwar nicht, wohin sie wollten, aber in sozialistische Bruderländer. In den FDGB-Ferienheimen waren immer Plätze frei. Kinder konnten in Kinderferienlagern zusätzlich zum Familienurlaub noch Ferien an der Ostsee oder im sozialistischen Ausland machen, ohne dass Eltern dafür ein Vermögen zahlen mussten.

Dieses Leben wollte ein junges Paar aus Ostberlin wieder zurück. Es sollte aber noch wesentlich besser werden als in der DDR. In ihren Köpfen entstand das Bild eines "Freien deutschen Landes". Stetig saßen die Berliner bis weit nach Mitternacht in ihrer kleinen Hinterhauswohnung zusammen, um sich Strategien zum Bau einer neuen Mauer auszudenken. Tagsüber waren sie dennoch hellwach, sperrten weit ihre Ohren auf. Überall hinterfragten sie geschickt, wie es anderen Menschen aus der ehemaligen DDR nach der Wende ergangen ist. So fanden die OSSIPART Gründer ihre ersten Anhänger.

 

Die Planung der neuen Berliner Mauer begann im Untergrund

 

Im Laufe der Jahre gewannen die OSSIPART Gründer viele Leute für sich, die ebenfalls ein unbeschwertes Leben führen wollten, die nach Sicherheit strebten. Da es zu "heiß" war, sich an öffentlichen Orten zu treffen, um gemeinsam Pläne für das geheime Bauprojekt zu schmieden, zogen sich die OSSIPART Mitglieder irgendwann in den Berliner Untergrund zurück. Ein stillgelegter U-Bahn-Schacht diente ihnen als Hauptquartier.

Anfang 2013 entbrannte ein heftiger Streit um die "East Side Gallery". Weil Investoren das gesamtdeutsche Kunstwerk ein Dorn im Auge war - sie wolltem lieber Wohnhäuser bauen - sollte der 1,3 km lange Mauerrest in Friedrichshain verschwinden.

Dagegen wehrten sich im März 2013 die Bürger der Bundesrepublik und gingen im Ostberliner Stadtteil auf die Straße. Mit von der Partie war "The Hoff". David Hasselhoff - der extra aus seiner fernen Heimat angereist war (auf eigene Kosten, wie er betonte) - um sich für den Erhalt der kunstvoll bemalten Mauer einzusetzen. Als Hasselhoff auf der Mauer seinen Hit  "I've been looking freedom" schmetterte, mischten sich die OSSIPART Mitglieder mit unter das jubelnde Volk, wenngleich auch aus anderen Gründen.

Bau der neuen Mauer in Berlin ist beschlossene Sache - es lebe das „Freie Deutsche Land“

 

Laut Aussagen eines dubiosen Mannes, der zwei Monate OSSIPART Mitglied war, soll die neue Mauer in Berlin kein antifaschistischer Schutzwall werden. Statt eines "eisernen Vorhangs" plant OSSIPART eine transparente Mauer. Ein paar Schlupflöcher sind vorgesehen. Wer das "Freie Deutsche Land" verlassen möchte, kann jederzeit gehen. Er darf jedoch nicht wiederkommen. Höchstens zu Besuch.

Mit dem Bau der neuen Berliner Mauer und der FDL Gründung, möchte OSSIPART den Menschen, denen es heute schlechter geht als vor der Wende, wieder mehr Sicherheit vermitteln. Wie der Insider berichtete, gibt es bereits Investoren, die sich für den Bau der neuen Mauer finanziell starkmachen. Ob die Aussagen des ehemaligen Untergrund-Partei-Mitglieds überhaupt der Wahrheit entsprechen, wird derzeit noch geprüft. Wie sich nach kurzer Recherche herausstellte, soll es sich bei dem Herrn im mittleren Alter um einen Nachfahren des berühmten Lügenbarons handeln.

Was halten Sie vom Aufbau einer neuen Mauer in Berlin, von einem Freien Deutschen Land?

Anmerkung der Autorin: Liebe Leser, ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und möchte Sie an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass wir heute den 01. April 2013 schreiben.

KreativeSchreibfee, am 01.04.2013
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Bildquelle:
Kerstin Schuster (CDU Sachsen-Anhalt ködert mit zinslosem Ehekredit wie zu DDR Zeiten)

Autor seit 10 Jahren
314 Seiten
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