Gründe für das Berufspendeln

Weshalb Berufspendler es in Kauf nehmen, täglich mehrere Stunden zum Arbeitsort und zurück zu fahren, ist einfach erklärt – es ist in erster Linie die Angst vor der Arbeitslosigkeit. Doch genauso sind ein Firmenumzug oder eine neue Arbeitsstelle Gründe für das Berufspendeln. Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass derzeit 12 Prozent aller Erwerbstätigen mehr als 25 Kilometer fahren, um zur Arbeit zu gelangen. Und 4,3 Prozent der Berufspendler sind mehr als 50 Kilometer unterwegs.

Berufspendeln stellt eine gesundheitliche Belastung dar – sie kann aber minimiert werden

Fachärzte der Psychosomatischen Medizin wissen: Berufspendler sind, wie eingangs berichtet, gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt, jedoch ist es möglich, das Gesundheitsrisiko zu minimieren.

Was Kurzstreckenpendler tun können, um Stress zu vermeiden

Auch wenn es sich noch in Grenzen hält, doch selbst eine Strecke von 25 Kilometern kann belastend sein – vor allem dann, wenn Berufspendler mit dem Auto in der Stadt unterwegs sind und am Arbeitsort noch einen Parkplatz finden müssen. Oft sind entsprechende Personen aufgrund der Eile äußerst gestresst.

Eine Maßnahme, um das zustande kommende Abhetzen zu vermeiden, ist beispielsweise das frühere Aufstehen. Dadurch entgehen Berufspendler eventuell dem Hauptverkehrsstrom und sind vielleicht nur halb so lange unterwegs. Wer nur Kurzdistanzen zurücklegen muss, sollte sich sogar überlegen, aufs Fahrrad umzusteigen, denn so wird gleichzeitig noch etwas für die Fitness getan.

Langstreckenpendler – früh zur Arbeit, spät zu Hause

Bei Fahrstrecken zur Arbeitsstelle, die mehr als 50 Kilometer betragen, müssen Berufspendler sehr früh aufstehen und kommen erst spät abends wieder zu Hause an. Für ein ausgiebiges Frühstück fehlt meistens die Zeit, genauso wie für Familie und Hobbys. Zudem leiden Freundschaften – es fehlen gesellschaftliche Kontakte. Dass Langstreckenpendler vor allem aufgrund der langen Fahrten unter Stress stehen, liegt auf der Hand.

Als entspannend kann sich das Anhören eines Hörbuchs oder eines Sprachkurses entpuppen. Ebenso lässt sich die Fahrzeit, subjektiv gesehen, minimieren, wenn Fahrgemeinschaften in Betracht gezogen werden. Da Fernpendler an einem Mangel sozialer Kontakte leiden, empfiehlt es sich sogar, auf dem Rückweg mit Freunden zu telefonieren. Außerdem können Berufspendler beim Arbeitgeber erfragen, ob flexiblere Arbeitszeiten möglich sind. Dadurch steht man dann nicht so extrem unter Zeitdruck. Zudem sollte man im Sommer aufgrund der enormen Sonneneinwirkung auch bei Autofahrten nicht auf einen angemessenen Sonnenschutz verzichten.

Bahnpendler – anfällig für Stress und Infektionen

Bis höchstens zu einer Stunde sitzen Bahnpendler in der Regel im Zug. Das Stress verursachende ist vor allem der Gedanke, dass man unbedingt den einen bestimmten Zug erwischen muss, um rechtzeitig zur Arbeit zu gelangen. Grundlegend ist es für Frauen als Berufspendler belastender, auf den Zug angewiesen zu sein, da sie sich neben der Mobilitätsbewältigung in den meisten Fällen auch noch um die Arbeiten und die Organisation rund um die Familie kümmern müssen. Das ist sozusagen eine Doppelbelastung. Jener Stress schwächt folglich das Immunsystem. Hinzu kommt dann noch, dass man sich in Zugabteilen schneller Viren und Bakterien einfängt – nicht umsonst sind Bahnpendler öfters erkältet.

Um zumindest dem Stress entgegenzuwirken, können Berufspendler der Fahrzeit einen Sinn geben. Entweder hört man Musik, liest ein Buch oder bildet sich mit entsprechender Lektüre fort. Herrscht dennoch eine hohe Belastung, empfiehlt sich auch hier, ein Gespräch mit dem Chef über flexiblere Arbeitszeiten zu führen.

write-x, am 25.11.2013
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