Was sind die Auslöser für eine Bindehautentzündung?

Die Bindehautentzündung wird von den Augenärzten in zwei Kategorien eingeteilt.
Die ansteckende Bindehautentzündung entsteht durch Viren oder Bakterien. Die Infektion durch Viren können auf Herpes-, Grippe- oder eines Zostervirus zurückzuführen sein. Bei der bakteriellen Infektion sind sehr häufig Staphylokokken oder Streptokokken die Verursacher.
Die zweite Kategorie bildet die nicht-ansteckende Bindehautentzündung. Sie entsteht durch Kontakt mit verunreinigten Händen, durch Irritation oder beruht auf einer allergischen Reaktion.

Beispielsweise durch:

  • Pollen, Hausstaub oder Kosmetik
  • Irritation durch Solarium, Schnee, Verblitzen bei Schweißarbeiten, Fremdkörper, Staub, Chemikalien oder auch Zugluft.
  • Trockene Augen
  • Überanstrengung der Augen durch falsche Brille oder Computerarbeit

Rotes Auge durch eine Bindehautentzündung (Bild: wikipedia.de)

Welche Symptome treten bei einer Bindehautentzündung auf?

Wie bereits eingangs erwähnt, gehört das gerötete Augen zu den typischsten Merkmalen. Da es verschiedene Ursachen für die Bindehautentzündung gibt, sind die Smptome auch nicht immer gleich.

  • Eine allergische Bindehautentzündung kann sich durch starkem Juckreiz und Tränen der Augen bemerkbar machen.
  • Werden die Augen einem starken Reiz ausgesetzt, z. B. zu grellem Licht, treten Schmerzen und eine Lichtempfindlichkeit auhinzu.
  • Eine Irritation durch Fremdkörper zeigt sich durch ein Fremdkörpergefühl. Das Auge tränt meist stark.
  • Bei der Konjunktivitis durch Bakterien sondert das Auge ein eitriges Sekret ab. Das Auge verklebt, es schwillt an und nach dem Schlafen ist es richtig verschorft. Es lässt sich durch die Verklebung schlecht öffnen.
  • Der Unterschied zu einer virusbedingten Bindehautentzündung besteht in einem Fremdkörpergefühl und Juckreiz. Die virale Bindehautentzündung kann ein oder beide Augen betreffen. Sehr oft begleitet sie eine Erkältung.

Wie wird eine Bindehautentzündung behandelt?

Die Symptome sind zwar unangenehm, lassen sich aber mit mit Medikamenten gut behandeln.
Verschiedene Ursachen und Infektionen bedürfen auch einer unterschiedlichen Medikation.
Die Bindehautentzündung, die eine Allergie begleitet, kann mit allergischen Augentropfen gemildert werden. In der Regel verschwinden die Beschwerden, sobald die allergieauslösende Ursache entfällt.
Wurde die Bindehautentzündung durch Reize ausgelöst, oder besteht sie aufgrund von zuwenig Tränenflüssigkeit, können "künstliche Tränen”, also Augentropfen, die die Tränenflüssigkeit ersetzen Linderung bringen.
Bei bakteriellen oder viralen Bindehautentzündungen wird der Arzt spezielle medikamentöse Therapien einleiten.

Ursachen und Symptome werden gut erklärt

Muss ich mit einer Bindehautentzündung zum Augenarzt?

Ein gerötetes Auge kann auch andere Ursachen haben. Bei einer Konjunktivitis klingen die Beschwerden in der Regel nach 2-3 Tagen ab. Sie sollten aber am besten immer einen Augenarzt aufsuchen. Nur er kann beurteilen, ob ein Medikament erforderlich ist. Die Behandlung einer bakteriellen oder viralen Bindehautentzündung gehört auf jeden Fall in die Hände eines Arztes.

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Kann man sich vor einer Bindehautenztündung schützen?

  • Vor einer Bindehautentzündung kann man sich eigentlich nicht umfassend schützen. Wenn man jedoch einige Regeln einhält, ist die Gefahr hieran zu erkranken, jedoch vermindert.
  • Eine Brille schützt vor intensiver Sonneneinstrahlung oder beim Solariumbesuch das Auge.
  • Wer beruflich Schweißarbeiten durchführen muss, sollte seine Augen mit einer Schutzbrille bedecken.
  • Das Gebläse im Auto ist eine Gefahrenquelle. Stellen Sie den Luftstrom so, dass er nicht direkt ins Gesicht gerichtet ist.
  • Kontaktlinsen können das Auge reizen. Lassen Sie sich von Ihrem Augenarzt oder Optiker beraten.
  • Viele Frauen reagieren allergisch auf Make-Up-Produkte. Manchmal gerät auch unbewusst etwas von der Kosmetik ins Auge.
  • Im Auto lässt sich der Luftstrom des Gebläses und der Klimaanlage so einstellen, dass die Luft nicht über das Gesicht streicht. Seien Sie in der Augenpartie besonders vorsichtig.

Hinweis

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel keinen Ersatz für eine ärztliche Beratung darstellt.

© Edelgard Kleefisch

Elli, am 20.12.2011
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