Zuchtgeschichte

Die Bordeauxdogge ist eine der ältesten Hunderassen Frankreichs, aber auch in Deutschland wird diese Rasse schon seit über 100 Jahren gezüchtet. In Bordeaux kämpften die mutigen Tiere gegen Bären und Wölfen und wurden zur Jagd und zum Viehtreiben eingesetzt. Damals waren es kräftige, wilde Tiere, denen ein Maulkorb verpasst wurde. Heute gilt die Rasse als eine der treuesten und freundlichsten überhaupt. Die Beziehung zur Familie, dem Rudel, das unbedingt beschützt werden muss, ist sehr intensiv. Die Bordeauxdogge gilt als idealer Wach- und Schutzhund. Aufgrund der Vergangenheit steht der Hund eher irrtümlich auf der Liste der Kampfhunde und unterliegt speziellen Auflagen.

Bordeauxdogge

Bordeauxdogge (Bild: fotolia.de © NovoPicsDE)

Rassemerkmale der Bordeauxdogge

Die Bordeaux-Dogge ist ein kräftiger, imposanter und respekteinflößender Hund. Rüden sind 50 - 75 kg schwer, Hündinnen wiegen ab 45 kg. Sie haben ein rot- rehbraunes, pflegeleichtes, kurzes und weiches Haarkleid. Das Maul ist breit und kräftig, der Unterkiefer steht vor. Die Stirn ist kräftig gefaltet. Die Bordeauxdogge ist ein richtiger Charakterhund.

Bei der Erziehung ist viel Fingerspitzengefühl und Konsequenz gefragt, da diese Tiere viel zu intelligent sind, um Kommandos einfach so zu befolgen. Diese werden regelrecht hinterfragt. Der Ton sollte stets freundlich, aber bestimmt sein, sonst stellt sich die Dogge einfach stur. Als Anfängerhunde ist diese Rasse eher nicht geeignet. Die Bordeaux-Dogge ist extrem anhänglich, was eine Zwingerhaltung unmöglich macht. Sie muss ständig von ihrer Familie umgeben sein, und kann auch für kurze Zeit sehr schlecht allein bleiben. Eine Fahrt in den Urlaub ohne Hund ist undenkbar. Es würde diesem das Herz brechen.

An Schleimspuren im Haus muss man sich als Bordeauxdoggen-Besitzer leider gewöhnen, das Sabbern ist zwar etwas reduziert worden, aber nicht vollständig weg. Fremden gegenüber ist die Bordeauxdogge sehr misstrauisch, was sie zu einem idealen Wachhund macht. Dabei ist sie aber auch ein sehr ruhiger und gemütlicher Hund, und bellt nur, wenn es unbedingt sein muss. Mut, Nervenstärke und Gelassenheit machen diesen Hund zu einem zuverlässigen Begleiter. Diese Rasse muss nicht ständig bespielt werden, sondern ist schon glücklich, immer dabei zu sein

Rassetypische Erkrankungen

Gesundheitlich neigen die Bordeaux-Doggen, wie leider viele andere große Hunderassen, zu Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie. Auch für eine Magendrehung ist sie anfällig (sehr wichtig: artgerechtes Futter, welches nicht quillt!). Zusätzlich besteht eine gewisse Neigung zu Hautproblemen und Fellerkrankungen (Milbenbefall). Die Lebenserwartung der Bordauxdogge liegt im Schnitt bei 6 - 10 Jahren.

Fazit

Vor der Anschaffung einer Bordeauxdogge sollte man sich im Klaren sein, dass ein Zusammenleben mit dieser Rasse nicht mit anderen Hunderassen vergleichbar ist und besonders viel Zeit und Geduld und auch Geld erfordert. Allein für Hundefutter muss jeden Monat reichlich Geld eingeplant werden. Das Auto sollte groß genug sein, dass der treue Begleiter überallhin mitgenommen werden kann. Überlegen Sie gut, ob sie die Verantwortung auf sich nehmen. Es gibt schon genug Doggen in Not.

susivital, am 10.02.2013
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Bildquelle:
Fotolia.com Datei: #14658901 | Urheber: (Kleine Vogelkunde - heimische Wintervögel erkennen)

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