Brokkoli ist äußerst vitamin- und nährstoffreich und gilt als Heilpflanze in der Phytotherapie

Broccoli ist eine wahre Nährstoffbombe mit unglaublich vielen wichtigen Stoffen für unseren Körper und unsere Gesundheit. Brokkoli enthält Chrom. Chrommangel kann zu Diabetes und hohem Cholesterinspiegel führen, deswegen ist es wichtig, genug Chrom zu sich zu nehmen. Weiters liefert uns Broccoli Eisen, Magnesium, Kalium und Kalzium. Außerdem hat es einen hohen Anteil an Vitamin C, E und A. Sulforaphan ist ein anderer Wirkstoff im Brokkoli, der die Haut vor Hautkrebs stärkt. Auch eine verjüngende Wirkung soll Broccoli haben, wegen seinem hohen Anteil an Coenzym Q10. Dabei hat diese Vitaminbombe kaum Kalorien!

In der pflanzlichen Medizin kommen auch die Blätter des Brokkoli zum Einsatz. Die Blätter des Broccolis haben, als Sud verarbeitet und getrunken, eine herz- und magenstärkende und blutdrucksenkende Wirkung. Wenn man aus den Blättern eine Paste herstellt, so kann man damit Rheuma und Gicht behandeln, wenn man sie auf die betroffenen Körperstellen aufträgt. Trinkt man den Sud, aus den Röschen gewonnen, so hat dies eine sehr beruhigende Wirkung auf den Körper, denn er wirkt harntreibend und hilft gegen Entzündungen und Bakterien im Verdauungstrakt. Die Einnahme von sowohl den Röschen, als auch den Blättern wird gegen Skorbut und Xerophthalmie empfohlen und zur Stärkung der Schleimhäute. Auch bei Blutarmut sind sie dank dem hohen Eisengehalt äußerst wirkungsvoll. 

Nahrungsergänzung Brokkoli

Richtiger Einkauf und Lagerung sind wichtig für Geschmack und Inhaltsstoffe

Wenn man Brokkoli nicht gefroren, sondern frisch kauft, so sollte man wirklich darauf achten, dass er frisch und knackig ist. Brokkoli verliert sehr schnell seine Vitamine und Mineralstoffe, wenn er falsch gelagert ist oder verwelkt. Und auch der Geschmack ist wirklich unangenehm kohlig, wenn er nicht frisch ist. Auch ein Grund, warum viele Menschen keinen Broccoli mögen, denn viele behaupten, er habe gar einen bitteren Geschmack, was darauf schließen lässt, dass sie niemals einen richtig frischen Brokkoli gekostet haben. Die beste Zeit Broccoli zu kaufen ist von Juni bis November, denn dann kommt er von heimischen Feldern und hatte natürlich keinen allzu langen Transportweg. Man sollte darauf achten, dass er eine schöne grüne Farbe hat und die kleinen Blüten sollten noch geschlossen sein, wenn man ihn im Supermarkt kauft. Optimaler Weise ist er in Frischhaltefolie verpackt, denn die braucht er, um seine Feuchtigkeit zu behalten. Am Besten ist es, ihn zuhause auch gleich zu kochen. Maximal zwei Tage kann man ihn aber in der Regel noch im Gemüsefach im Kühlschrank aufbewahren, wenn er richtig frisch und gut verpackt ist. Feinde des Broccolis sind übrigens Äpfel und Orangen, diese sollten nicht gemeinsam mit ihm gelagert werden! Will man Brokkoli einfrieren, so sollte man ihn vorher waschen und kurz blanchieren, dann kann er getrost für bis zu 10 Monate eingefroren werden. 

Broccoli richtig kochen ist nicht schwer

Insekten lieben Brokkoli, deswegen ist es wichtig, ihn gut zu waschen. Manche Köche empfehlen sogar, ihn für 15 Minuten in Eis- oder Salzwasser einzulegen, da sich kleine Insekten gerne in den Röschen verstecken. Die Blätter vom Broccoli werden für Speisen in der Küche in der Regel entfernt, nicht aber der Stiel! Viele Leute machen den Fehler, nur die Röschen zu verwenden, dabei ist gerade der Stiel, der etwas nach Spargel schmeckt, eine absolute Delikatesse! Broccoli kann man dünsten, dämpfen oder kochen, bis er nach etwa 12 bis 15 Minuten gar ist. Man kann ihn entweder teilen, oder als Ganzes kochen. Kocht man ihn als Ganzes, so sollte man den Stiel unten kreuzweise einschneiden, damit er gleichzeitig mit den Röschen gar wird. Gibt man etwas Zucker zur Flüssigkeit dazu, die man zum Kochen verwendet, dann behält der Brokkoli auch seine schöne grüne Farbe, wenn dies erwünscht ist.

Dies ist nicht immer erwünscht. Broccoli kommt gerne als Beilage, in Salaten, in Aufläufen oder auch als Suppe zum Einsatz, aber ist auch ein Gemüse, das gerne verwendet wird, um es Gemüsemuffeln unterzujubeln. Das ist nicht schwer. Gekochter Brokkoli lässt sich leicht pürieren und püriert kann er zum Beispiel in Fleischlaibchen oder in Pastasaucen versteckt werden, damit auch Gemüsegegner in den Genuss der Vitamine kommen.

Übrigens essen Kinder fast alles, wenn man dazu nette Geschichten erfindet. Die Brokkoliröschen werden leicht zu kleinen Wunderbäumchen, die aus einem Grund aus Kartoffelpüree auch schnell aufrecht stehen!

Brokkolibäumchen (Bild: tokamuwi / pixelio.de)

Broccoli selbst pflanzen

Brokkoli im Garten (Bild: urulaia / pixelio.de)

Brokkoli ist nicht schwer zu züchten, wenn man ein paar Tipps befolgt:

  • Brokkoli sollte zwischen Anfang April und Anfang August gepflanzt werden; er hat fast ganzjährig Saison
  • Kleine Pflänzchen, die man auch selbst in einer Sprossenbox ziehen kann, sollten recht tief eingesetzt werden, rundherum soll die Pflanze etwa 40 cm Platz frei haben
  • Setzt man Samen ein, so reichen etwa 3 Samen pro Pflanzloch
  • Broccoli braucht viel Kalk, also sollte man bereits vor dem Pflanzen mit dem Kompost viel Algenkalk in die Erde einarbeiten
  • Die Pflänzchen sollen gleichmäßig feucht gehalten werden
  • Brokkoli wird geerntet bevor er blüht und sollte sauber abgeschnitten werden (Blütenstand mit einem Stück Stiel abschneiden und Blätter und andere Stiele ohne Blüten stehen lassen), wenn man Sorten für Mehrfachernte züchten möchte
Brokkoli für den eigenen Garten

Rezept für Brokkolicremesuppe mit Reis und Fleischknödeln - Schmeckt garantiert auch Brokkolimuffeln!

Zutaten für 8 Portionen:

250 g Reis • 500 g Faschiertes (Hackfleisch) • 2 Eier • 1 kg Broccoli • 1-2 Zwiebeln • Wasser • Gemüsesuppenpulver (gekörnte Brühe) • 250 ml Schlagobers (Sahne) • etwas Senf, Paniermehl, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Butter

Zubereitungszeit 40 min - Gesamtzeit 40 min:

1. Reis nach Packungsanleitung zubereiten

2. Faschiertes mit den Eiern und etwas Senf, Salz und Pfeffer und etwas Paniermehl vermengen und kleine Knödel formen; Knödeln in kochender Gemüsesuppe (aus gekörnter Brühe) 5 Minuten ziehen lassen und danach herausnehmen

3. Zwiebeln fein hacken und in einem Topf mit etwas Butter glasig andünsten, danach die Suppe (Brühe) darüber gießen und den Broccoli, etwas zerteilt, dazu geben; Brokkoli etwa 15 Minuten köcheln lassen, danach durchpürieren;

4. Schlagobers dazu rühren und Suppe mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken

5. Reis und Knödeln in die Suppe geben und heiß servieren

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Essen Sie gerne Broccoli?
Autor seit 4 Jahren
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