Burnout und Stress

Die typischen Burnout Symptome unterscheiden sich nicht prinzipiell von Stress Symptomen, die Übergänge sind durchaus fließend. Kritiker sagen sogar, dass das Krankheitsbild Burnout eine moderne Krankheitsneuschöpfung und nur der Name eines Phänomens sei, dass wir schon sehr viel länger kennen. Ob Burnout nun als eigenständige Krankheit verstanden werden kann oder ob es sich um extreme Stress Symptome handelt, ist eine Frage der Definition. Für Betroffene ist es jedoch oft einfacher zu verstehen, was mit ihnen passiert, wenn das "Kind einen Namen hat". Was sind die typischen Burnout Symptome?

Burnout Symptome im Anfangsstadium

Die ersten Anzeichen des Burnout Syndroms gehen schon über den gewöhnlichen Stress hinaus. Dem Beginn der Erkrankung gehen normalerweise längere, sehr stressige Phasen voraus, wobei der Stress nicht immer beruflicher Natur sein muss. Wer einfach nur sehr viel zu tun hat, erlebt den stressigen Alltag nicht unbedingt als negativ. Die Ursachen für einen Burnout Syndrom sind vielfältig und individuell verschieden. Die meisten Betroffenen haben jedoch gemeinsam, dass sie über einen längeren Zeitraum einem hohen Maß an negativem Stress, Druck und anderen Faktoren ausgesetzt waren, die sich äußerst negativ auf die Psyche auswirken. Dazu können die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust oder dem eigenen Versagen ebenso gehören, wie Mobbing am Arbeitsplatz oder sogar Beziehungsprobleme. Zu Beginn der Erkrankung zeigen die Betroffenen häufig eine große, körperliche Erschöpfung, chronische Müdigkeit und ein Gefühl der Überforderung. Viele beginnen, sich aus ihrem sozialen Umfeld zurückzuziehen, vernachlässigen Hobbys und Freunde. Auch Schlafstörungen und die damit einhergehenden Auswirkungen im Alltag können der Beginn eines Burnout Syndroms sein. Die Erschöpfung bringt je nach Persönlichkeit auch eine ständige Gereiztheit mit sich, manche Menschen werden aber auch stiller und ziehen sich zurück. Einige Burnout Patienten neigen sogar dazu, sich aufgrund einer inneren Leere immer weiter in die Arbeit zu stürzen und ihren Tag so zu verplanen, dass die Momente der Ruhe und des Nachdenkens immer weniger werden. Burnout kann auch die Folge einer Flucht vor sich selbst sein. Weitere Informationen und einen Selbsttest bietet die Seite burnoutsyndrom.biz

Körperliche Symptome des Burnout Syndroms

Der dauerhafte, krankmachende Stress führt langfristig dazu, dass das Immunsystem geschwächt wird und Organe erkranken. Ein Burnout Syndrom macht sich anfangs häufig dadurch bemerkbar, dass Patienten besonders oft krank werden, häufig an Erkältungen und einfachen Infektionskrankheiten leiden. Auch Rückenschmerzen und Nackenverspannungen sind typische Symptome eines Burnout Syndroms. Einigen Patienten schlägt der Stress auch auf Magen und Darm, so dass es zu Verdauungsbeschwerden oder sogar Magenerkrankungen kommen kann. Ohrgeräusche und Tinnitus bis hin zum Hörsturz sind bei einem Burn-Out-Syndrom ebenfalls nicht selten. Die körperlichen Symptome eines Burnout Syndroms sind so stark, dass der Unterschied zum gewöhnlichen Stress offensichtlich ist. Patienten, die an einem Burn-Out-Syndrom erkrankt sind, können ihrer Arbeit normalerweise nicht mehr nachgehen.

Autor seit 5 Jahren
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