Ford Mustang von 1964

Beginnen wir mit einem absoluten Klassiker: Der Ford Mustang. Er gehörte in den 60er Jahren zu den beliebtesten Autos in den USA. Ford stellte den ersten Mustang 1964 vor und führte ihn mit einer aufwendigen Werbekampagne in den Markt ein. Eine revolutionäre Neuheit war die Möglichkeit, sich seinen Mustang nach eigenen Wünschen mit diversen Extras ausstatten und bauen zu lassen - zu einem erschwinglichen Preis. Man hatte die Wahl zwischen einer schlichten Ausstattung und 6 Zylindern, einem schnellen Sportwagen mit V-Motor oder dem süßen Coupé.

Der erste Ford Mustang 1964

Der erste Ford Mustang 1964 (Bild: dave_7 via wikimedia commons)

Die Pony Cars

Die Mustangs sind sogenannte "Pony Cars" - die Ponys der Automobile. Im Gegensatz zu den sehr großen und damals etwas schwerfälligen amerikansichen Autos der perfekte Sportwagen für junge Leute. Und damit traf Ford genau den richtigen Nerv - bis heute werden immer wieder neue Versionen dieses Klassikers herausgebracht. Seitdem der Ur-Mustang mit seiner weißen Karosserie und der roten Innenausstattung die Werkshalle verließ, entwickelte man ihn beinahe jedes Jahr in Leistung, Design und der Karosserie weiter. Er ist vermutlich das Beste, was Ford je zustande brachte.

Die schönsten und begehrtesten Modelle aber sind eindeutig die, der ersten Generationen von 1964-66 und der Shelby-Mustang aus aus den Jahren 67-68.

Corvette Stingray

Die Glanzzeit dieses Sportwagens war in den 70er Jahren. Seitdem sieht man nur noch sehr selten eine alte Corvette auf den Straßen (man erkennt sie ganz leicht am unverwechselbaren Motorgeräusch). 1963 kam die erste Chevrolet Corvette Sting Ray (übersetzt: Stechrochen) C2 auf den Markt. Neben dem schnittigen Design stachen die zweigeteilten Heckfenster und Drehscheinwerfer besonders ins Auge. Dieses Modell bot aber auch einige technische Neuheiten, wie z.B. die Einzelradaufhängung an der Hinterachse und den "Big-Block"-V8-Motor, der ab 1965 für satte 425 PS sorgte.

Chevrolet C3 Corvette Stingray (Bild: Heep via Wikimedia Commons)

 Die - meiner Meinung nach - heißesten Modelle sind die der Serie C3 von 1967-1982: Eine überlange geschwungene Front, Klappscheinwerfer und ein rundum sportliches Design. Leider durften ab 1975 die Cabrios aus Sicherheitsgründen nicht mehr hergestellt werden, da sie einige Mängel aufwiesen.  Mit dem neuen Design änderte sich auch die Schreibweise des Namens, "Stingray" prangte ab sofort ohne Leerzeichen auf den Logos.

Vor einigen Jahrzehnten war es DER Sportwagen überhaupt.  1978 wurde diesem heißen Schlitten sogar ein Film gewidmet: Corvtette Summer (deutsch: Zwei heiße Typen auf dem Highway). Falls Sie sich gerade fragen - der hübsche Junge in der Hauptrolle ist kein anderer als Mark Hamill alias Luke Skywalker. Der Film dürfte seine Wirkung nicht verfehlt haben - 1979 verzeichnete Chevrolet mit einer Produktion von 53.807 Corvettes einen absoluten Rekord.

 

Lamborghini Miura von 1966

Den Lamborghini direkt unter der Corvette Stingray zu finden, schmerzt einige Autofans sicher. Aber der Lamborghini Miura ist eines der edelsten und besten Autos, die es je gab. Dieses Modell wurde von 1966 - 1973 hergestellt und einer der schnellsten Sportwägen der damaligen Zeit. Bei der Verarbeitung wurde auf höchste Qualität Wert gelegt, was vielleicht erklärt, warum man ihn in Handarbeit anfertigte.

Lamborghini Miura

Lamborghini Miura (Bild: Janderk1968 via Wikimedia Commons)

Vom Miura gab es mehrere Typen, einige davon blieben allerdings Einzelstücke oder wurden nur als Prototyp entwickelt:

Lamborghini Jota

Das erste Teststück war der Lamborghini Jota, mit zwei Benzintanks, in denen insgesamt 120 Liter Sprit Platz hatten. Es gab nur ein einziges Exemplar und das wurde leider einige Jahre später bei einem Unfall vollkommen zerstört.

Miura P400

Unter dieser Bezeichnung kam dieses Luxusauto 1966 auf den Markt und wurde bis 1970 produziert. Mit 350 PS und 274 km/h Höchstgeschwindigkeit eine echte Rennmaschine. Von ihm wurden insgesamt 474 Stück hergestellt - im Gegensatz zu seinen Nachfolgemodellen fast schon Massenware.

Miura S

Verchromte Scheibenrahmen, von Innen belüftete Bremsscheiben und 370 Pferdestäreken - der MiuraS von 1968 verfügte über einige technische Verbesserungen, unterschied sich aber optisch nur minimal vom P400. Die Produktionszahl lag bei 140 Stück.

Miura SV

Von 1971 - 73 stellte Lamborghini dann noch den SV in sehr ebenfalls sehr geringer Stückzahl her. Er war mit 385 PS noch ein kleines bisschen schneller und leistungsstärker als seine Vorgänger.

Weitere Infos -> Wikipedia

 

 

Mercedes-Benz 300SL

Jetzt kommen wir zu meinen Lieblingen - für diese Autos würde ich wahrscheinlich mein letztes Hemd geben (und selbst dann würde der Erlös höchstens für eine Fußmatte reichen): Der Mercedes-Benz 300SL Coupé, ein fantastisches Meisterwerk des Daimler-Benz-Konzerns. Gebaut wurde er von 1954-57, später gab es ihn dann "nur" noch als Roadster.

Mercedes-Benz 300 sl mit Flügeltüren

Mercedes-Benz 300 sl mit Flügeltüren (Bild: Sfoskett via Wikimedia Commons)

Ein Auto mit Flügeltüren - bei uns in Deutschland schon allein wegen der Parkplatzsituation undenkbar. Diese "Gullwings" (Möwenflügel) entstanden aber nicht, wie man vermuten könnte, wegen des ungewöhnlichen Designs, sondern waren aufgrund der aerodynamischen Bauweise nötig - normale Türen hatten schlichtweg keinen Platz.  Da es auch in anderen Ländern auf den Straßen oft ziemlich eng hergeht, wurde die Produktion dieses Modells leider sehr bald wieder eingestellt. Insgesamt gab es nur 1400 Stück dieses einzigartigen Oldtimers, davon wurden 1100 in die USA exportiert.

Mercedes 230SL

Und zum Schluss darf ich Ihnen den Traum meiner schlaflosen Nächte vorstellen, wieder ein sehr schöner Klassiker von Mercedes: Der 230 SL oder auch W 113. Als bekenndender Mercedes-Fan (nur der "alten" Modelle) fiel es mir sehr schwer, hier ein einziges Fahrzeug auszuwählen. Die 190SL, 450SL und 220D sind ebenfalls richtige Sahneschnittchen, die ich sofort ohne Nachzudenken in mein Carport stellen würde.

Mercedes-Benz 230 SL, Oldtimer

Mercedes-Benz 230 SL, Oldtimer (Bild: Kelebek via Wikimedia Commons)

Der 230SL ist nur einen mikroskopisch kleinen Hauch edler, weshalb ich ihn hier aufgenommen habe. Ein wunderschönes Cabrio mit Faltdach, 6-Zylinder-Motor, Zierleisten aus Chrom und dem typischen Mercedes-Design. Abgesehen von der Optik gehören die Oldtimer des Mercedes-Benz-Konzerns zu den qualtitativ besten Autos, die je gebaut wurden. Mit liebevoller Pflege lässt sich ein solches Auto ohne Weiteres mehrere Jahrzente lang fahren. Falls jemand auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk für mich sein sollte: Ich bevorzuge das Modell in Weiß mit roten Ledersitzen und Faltdach...

Im Vergleich zum Lamborghini Muira und dem Dino 246 GTS ist der Mercedes 230 SL ein relativ günstiger Oltimer und schon für unter 100.000 Euro voll restauriert zu bekommen.

Dino 246 GTS

Dieses Juwel gehört zu meinen absoluten Favoriten: Der Dino 246 GTS, ein Sportwagen, der nicht Ferrari genannt werden darf. Im Jahr 1969 stellte Ferrari einen ganz besonderen Flitzer vor, der als eigene Marke verkauft wurde. Bis 1974 wurde der Dino in drei Baureihen mit insgesamt  nicht mal 3000 Fahrzeugen hergestellt, die sich weniger optisch als technisch unterschieden.

Warum der Dino kein Ferrari ist? Er wurde weder mit dem Ferrari-Logo noch dem Firmennamen versehen, sondern als eigenständiges Fahrzeug herausgebracht. Der Grund dafür ist so simpel wie unverständlich: Ein echter Ferrari ist generell mit einem 12-Zylinder-Motor ausgestattet. Da der Dino aber einen V6-Motor enthält, erhielt er sein eigenes Logo und ist kein "normaler" Ferrari. Alfredo Ferrari taufte den schnuckligen Sportwagen auf den Spitznamen seines Sohnes Enzo. 

Obwohl etwas günstiger als ein protziger 12-Zylinder-Ferrari, ist auch dieser Wagen für Normalsterbliche beinahe unerschwinglich - ich könnte mir nicht mal die Änhängerkupplung leisten, selbst wenn ich außer meinem letzten Hemd noch das Mobiliar verkaufen würde. Der 246 GTS ist etwas ganz Besonders und kann nur für Menschen mit entsprechenden Kontostand gefahren werden - und ihm hier: Mr. Jonathan Hart

Der Aston Martin - nur für echte Männer

Dieses Auto kann man mit wenigen Worten beschreiben: Heiß, edel und charmant. Der Aston Martin, das James-Bond-Auto, ist kein gewöhnlicher Sportwagen - er ist nur etwas für echte Automobil-Feinschmecker! Das berühmteste Modell ist auch gleichzeitig eines der schönsten, der DB5, James Bonds "Firmenwagen". In den  Filmen "Goldfinger" und "Thunderall" fuhr der Geheimagent sogar den orginalen Prototyp mit der Fahrgestellnummer 1486. Für die Stunts setzte man ihn allderings nicht ein, hier wurden etliche andere DB5 in die Luft gejagt, demoliert und beschossen. 

Das James Bond Auto - Aston Martin DB5

Das James Bond Auto - Aston Martin DB5 (Bild: Wikimedia Commons, gemeinfrei)

Für die Dreharbeiten baute man sogar zwei Fahrzeuge mit all diesen netten kleinen Spielereien und versteigerte sie an zwei nun glückliche Autofans. Der praktische Sportwagen mit U-Boot-Funktion aus "Der Spion der mich liebte" war übrigens ein Lotus Esprit.

Einige Extras des James-Bond-Autos DB5:

James Bond fuhr im Laufe der Jahre verschiedene Aston-Martin-Modelle, die meistens das Ende des Film nicht mehr erlebten - trotz einer gewaltigen Sonderausstattung (leider nicht Serienmäßig erhältlich).


Das hatte der Asto Martin zu bieten:

- Rammaufsätze

- ausfahrbare Klingen

- Radar

- Schussichere Rückwand (ausfahrbar)

- Schleudersitz

- Sternnägel im Rücklicht

- Ölspray (unter dem Rücklicht)

- Maschinengewehre (unter den Blinklichtern)

u.a.

Neue Aston Martins

Die späteren Ausführungen des Aston Martin konnten - rein optisch - nicht an den DB5 heranreichen. Erst die letzten Jahre erhielt die Karosserie eine sportlich-schnittige Form, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, wie beim Vantage V8 Roadster oder Virage Volante von 2011.

Aston Martin Virage Volante (Bild: Mr. Choppers via Wikimedia Commons)

Leider sieht man sie viel zu selten auf unseren Straßen, was vielleicht auch am Preis dieser Kostbarkeiten liegen dürfte. Bisher durfte ich nur einen einzigen Virage Volante aus der Nähe bewundern und muss sagen, da kann ein popliger Porsche nicht mithalten.

Wo bleibt der Cadillac?

Die Liste der schönste Oldtimer könnte ich endlos fortsetzen, hier fehlen sicher noch etliche MGs, Lotus, Fiat Spider, Alfa Spider, Isetta, VW-Käfer, die überdimensionalen Opel-Modelle der frühen 80er und natürlich der berühmte Cadillac. Dann gab es noch den unvewüstbaren, optisch vielleicht etwas eigenwilligen LADA usw. Classic Cars sind eben ganz besondere Autos und ich gebe die Hoffnung nicht auf, eines Tages einen davon fahren zu dürfen.

 

Verraten Sie mir Ihren Lieblings-Oldtimer?

Grace, am 19.08.2012
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