Was ist beim Clean Eating erlaubt?

Das Schöne an dieser Ernährungsweise ist, dass im Prinzip eigentlich alles erlaubt ist und Sie sich nicht kasteien müssen. Sogar Kohlenhydrate darf man essen (die unser Körper sowieso braucht, aber das ist ein anderes Thema).

Das Essen, das man zu sich nimmt, sollte aber möglichst naturbelassen sein. Das heißt, beim Clean Eating stehen unverarbeitete Produkte wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte im Vordergrund.

Sehr schön ist es natürlich auch, wenn Sie beim Obst und Gemüse auf regionale Sorten zurückgreifen und auch auf das Saisonale Angebote achtet. Dann wird das Essen nicht nur "clean" sondern auch noch nachhaltig.

Fünf Mahlzeiten am Tag - ausgewogen sollen sie sein!

Gegessen werden sollen fünf Mahlzeiten am Tag, drei größere und zwei Snacks. Das Frühstück ist übrigens beim Clean Eating enorm wichtig! Auch die Flüssigkeitszufuhr kommt nicht zu kurz: man soll mindestens zwei bis drei Liter trinken. Hier greifen Sie am besten zu Wasser oder ungesüßten Tees.

Möchten Sie sich nach dem Clean Eating Prinzip ernähren, dann sollte Ihr Essen keine Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel und Farb- und Aromastoffe enthalten. Zudem sollten Sie auf Weißmehl und Zucker weitgehend verzichten, und Salz sollte nur sparsam verwenden. Gesüßt wird mit Honig oder Kokosblütenzucker.

Die Grundpfeiler des Clean Eating sind viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte. Außerdem kommen auch die sogenannten "Superfoods" wie Quinoa oder Chia Samen zum Einsatz. Beim Kochen sollten Sie nur hochwertige Öle verwenden.

Keine Angst! Sie müssen nicht gleich zum Vegetarier oder Veganer werden, denn Fleisch und Fisch sind durchaus erlaubt. Bei den Hauptmahlzeiten sollten Sie immer komplexe Kohlenhydrate mit hochwertigen Eiweißquellen kombinieren, zum Beispiel Vollkornreis mit Fisch oder ähnlichem. Achten Sie beim Einkaufen darauf keine fertig verarbeiteten Lebensmittel zu kaufen.

 

Eat Like Crap Feel Like Crap

Eat Like Crap Feel Like Crap (Bild: thenext28days / Flickr)

Und was darf man beim Clean Eating nicht?

Wie weiter oben schon erwähnt, sollte das Essen keine Konservierungsmittel, keine künstlichen Aroma- und Farbstoffe und keine Geschmacksverstärker enthalten. Damit fallen nun mal die meisten Fertiggerichte und auch das Fast/Junk Food "hinten runter".

Wenn man sich ganz unsicher ist, einfach die Zutatenliste lesen, die sich meist auf der Rückseite des Lebensmittels befindet. Kleine Faustregel: je länger diese Liste ist und je mehr exotische Begriffe draufstehen umso mehr ist das Lebensmittel verarbeitet. Steht ein Begriff auf der Liste, den Sie nicht kennen oder nicht zuordnen können, sollte das Lebensmittel wieder zurück ins Regal wandern. Ebenso, wenn Sie mehr als fünf Zutaten auf der Liste finden.

Übrigens: Ungesättigte Fettsäuren, wie sie zum Beispiel in Chips enthalten sind, sind beim Clean Eating tabu.

Fehler, die man beim Clean Eating machen kann

Was habe ich vom Clean Eating?

Wer sich "clean" ernährt, isst ausgewogen und gesund. Durch diese Ernährungsweise soll der Körper leistungsfähiger werden, und man fühlt sich fitter. Zudem kann sich, unter Umständen, auch das Hautbild verbessern. Außerdem ist eine Gewichtsabnahme nicht unüblich beim Clean Eating. Eines beansprucht diese Ernährungsform ganz klar für sich: Es handelt sich definitiv nicht um eine Diät, sondern um eine langfristige Ernährungsumstellung!

Nicht päpstlicher als der Papst sein

Natürlich kann es auf Dauer ganz schön anstrengend werden, sich ständig clean zu ernähren. Zu groß sind die Verlockungen. Vielleicht haben Sie doch einmal Hunger auf ein Stück Schokolade, ungesundes Fast Food oder Sie möchten hin und wieder mal ein Glas Wein trinken. Kein Problem! So lange es nicht überhand nimmt.

Wenn es Sie glücklich macht, können Sie sogenannte "Cheat Meals" also "Betrügeressen" einmal in der Woche in Ihren Plan einbauen oder auch mal ein Stückchen Schokolade oder etwas anderes zwischendurch naschen. Sie sollten nur die richtige Balance zwischen gesunder Ernährung und dem "mir etwas gönnen" finden. Sehr vernünftig ist zum Beispiel die 80/20 Regel. 80 Prozent der Mahlzeiten am Tag sollten ausgewogen und clean sein, bei den restlichen 20 Prozent dürfen Sie durchaus sündigen.

Autor seit 1 Jahr
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