Welche negativen Erfahrungen wurden beim Couchsurfing gemacht?

Plumpe Anmache von Frauen durch Männer (mehr wurde im Internet zumindest nicht berichtet): Wenn erwartete sexuelle Gefälligkeiten nicht erfüllt z.B. Wutausbruch, keinen Ton mehr gesagt oder Rausschmiss (Beitrag Nr. 17 über Erfahrungsberichte von Freundinnen in http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/56352-Erfahrungen-mit-Couchsurfing.) Auch andere berichten, so etwas gehört zu haben.

 

Reine Suche von billiger Übernachtungsmöglichkeit.

 

Die Vermittler können nach den AGB die umfangreichen Daten weitergeben.

Kommt nach Erfahrungsberichten beim Couchsurfing seltener vor

Keine gemeinsame Wellenlänge (hat den ganzen Abend uninteressantes Zeug erzählt) oder unterschiedliche Hygiene- oder sonstige Wohnvorstellungen (Licht ausmachen).

 

Vermittlungs-Portale werden als Partnersuch-Möglichkeit genutzt.

 

Unflexible Übernachtungsmöglichkeit, langes Warten auf den Gastgeber, der immer spät nach Hause kommt.

 

Manche haben Probleme, Zusagen von Gastgebern zu bekommen.

Kommt nach Berichten sehr selten vor

Übernachtung mit mehreren – fremden – Couchsurfern gleichzeitig (9 Couchsurfer 1 Bad).

 

Eine Couchsurferin wurde nach einem Erfahrungsbericht beklaut.

 

Die absolute Ausnahme: Die Übernachtungsmöglichkeit ist am Ankunftstag abgebrannt. Dem Couchsurfer viel auf, dass an der Decke neben dem Kaminrohr Flammen zu sehen waren und er stellte die dümmste Frage seines Lebens "Excuse me, is it normal that there ist a fire in your roof?".

(Beitrag vom 29.05.2012 in http://www.reisebineforum.de/viewtopic.php?f=23&t=30705)

Welche positiven Erfahrungen wurden gemacht?

Treffen netter Leute

 

Ein tieferer Einblick in fremde Kulturen, teilweise wird der Gast mit auf Partys und sonstige Freizeitaktivitäten genommen (Beitrag Nr. 24 in http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/56352-Erfahrungen-mit-Couchsurfing/page2).

 

Manchmal entstehen länger anhaltende Freundschaften.

 

Es ist spannend, auch für Gastgeber.

 

Eine kurze, aber nette Begegnung.

 

Eine günstige Übernachtung.

Tipp für Ängstlichere: "Couchsurfing" gibt es auch ohne Übernachtung, sondern für Kaffeetreffen oder Stadtführungen. Das könnte ich mir selber auch eher vorstellen.

 

Was kann man tun, ob möglichst positive Erfahrungen zu machen und keine negativen?

Am allerwichtigsten ist nach den Erfahrungsberichten folgendes: Sehr sorgfältig das Profil des anderen ansehen und auf die Bewertungen anderer Couchsurfer zu dieser Person achten! Dann soll man auf sein Bauchgefühl hören (auch nach "Auswertung" eines evtl. Nachrichtenaustausches, auch Männer scheinen in Ausnahmefällen Angebote zu bekommen wie, dass Massage oder "S" als Gegenleistung erwünscht ist). Als Frau sicherheitshalber immer die Adresse eines nahen Hotels/Pension mitnehmen, evtl. nur zu 2. Couchsurfen und als Gastgeber-Frau nur Frauen aufnehmen.

 

Gucken, ob die angebotene Schlafmöglichkeit einem zusagt (teilweise in einem Bett, Matratze auf dem Boden, Sofa, oder sogar eigenes Zimmer). Außerdem ist es oft gut, möglichst viel vorab zu klären, ob der Kühlschrank mitbenutzt werden kann, wer das Essen zubereitet etc. (http://www.n-tv.de/ratgeber/Umsonst-bei-Fremden-schlafen-article6098621.html vom April 2012).

 

Nach einer Meinung soll Couchsurfing in nicht-touristischen Gegenden deutlich besser funktionieren. Das eigene Profil beim Couchsurfing Portal umfangreich ausfüllen, hilft bei gegenseitiger Beurteilung der "Chemie", und beim bekommen von Zusagen. Auch die Bereitschaft, selber Leute aufzunehmen, kann helfen.

Was überwiegt – ist Couchsurfing zu empfehlen?

Gibt es mehr Positive als negative Erfahrungsberichte, ist es für einen Couchsurfer wahrscheinlicher, gute als schlechte Erfahrungen zu machen?

 

Das ist hier etwas schwierig zu beantworten, da es sich nicht um eine repräsentative statistische Auswertung handelt. Zahlenmäßig waren die positiven Erfahrungsberichte jedenfalls in der Überzahl. Wenn man nach dem Prinzip geht, dass zumindest in Deutschland Negatives viel eher berichtet wird als Positives, dann müssten die meisten Couchsurfer gute Erfahrungen gemacht haben.

 

Allerdings ist der Erste, in einigen Erfahrungsberichten genannte negative Punkt natürlich recht schwerwiegend, insbesondere, wenn man sich das noch weiter denkt, was da alles passieren könnte. Ich würde gerade allein reisenden Frauen also unbedingt dazu raten, sich das Profil des Gastgeber genau anzusehen und vorab Informationen zu einer alternativen Übernachtungsmöglichkeit mitzunehmen. Mir persönlich wäre das Risiko glaube ich dennoch zu groß – zwar kam in einer Diskussion das durchaus berechtigte Argument, dass man auch in der U-Bahn irre treffen kann, aber dann bin ich wenigstens wach.

 

Wer jedoch alle Sicherheitsmaßnahmen beachtet und ein Restrisiko in Kauf nimmt, hat Spannung garantiert, kann günstig Reisen und dazu vielfach einen tiefen Einblick in Fremde Kulturen nehmen und mit interessanten Leute eine gute Zeit verbringen!

Autor seit 5 Jahren
212 Seiten
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