Weltweit wird pro Minute für den Anbau von Ölpalmen eine Fläche von 35 Fußballfeldern gerodet!

Die Folgen

Diese Zerstörung der Natur hat weitgreifende Folgen. Laut UN könnte der Orang-Utan, der in Indonesien uns Sumatra seine Heimat hat, in freier Wildbahn 2020 ausgestorben sein. Aber nicht nur unsere nahen Verwandten sind von der meist illegalen Brandrodung bedroht. Auch Gorillas, Schimpansen und Bonobos werden aus ihren Lebensräumen vertrieben und ermordet.

Die Errichtung von Mega-Plantagen und Monokulturen bringt ein weiteres Problem mit sich. Durch die Behandlung der Pflanzen von Pestiziden, Herbiziden und Fungiziden wird der natürliche Wasserhaushalt und der Nährstoffgehalt in den Böden zerstört. Das führt wiederum zu Austrocknungen, Erosionen und Biodiversitätsverlust.

Aufgrund des großen Platzbedarfes für den Anbau der Plantagen müssen Menschen oft auf mithilfe von Gewalt und ohne Entschädigungen umgesiedelt werden. Sie verlieren ihre Lebensgrundlage durch den Verlust von nährstoffreichen Böden.

Auch klimatische Folgen sind schon sichtbar: Indonesien ist der dritt größte Emittent von klimaschädlichen Gaden. 85% dieser entstehen bei der Landnutzung und größtenteils durch die Regenwaldrodung und die Zerstörung der Torfflächen.

Torf ist einer der effektivsten und natürlichsten CO2 Speicher der Welt. Über Jahr Millionen wurde das Gas in den Torfmooren gebunden. Bei der Rodung wieder es wieder freigesetzt. Da auch die Wälder abgeholzt werden, kann das freigewordene Kohlenstoffdioxid nun nicht mehr in Sauerstoff umgewandelt werden. Eine zunehmende Konzentration dieses Treibhausgases in der Atmosphäre führt dann wiederum zur Erwärmung des Erdklimas aufgrund veränderter Reflektion der Wärmestrahlen der Sonne.

(Bild: James_Jester / Pixabay)

Die Alternativen

Ist man gewillt auf Palmöl zu verzichten muss man mit einigen Schwierigkeiten rechnen. Bezeichnungen wie Palmfett und Palmkernöl auf der Zutatenliste sprechen für dasselbe Produkt.

Bei kosmetischen Artikeln wir es noch komplizierter. Hier ist Palmöl hinter den Bezeichnungen wie: Palm, Palmate und Palmitate sicher enthalten. Aber auch Zutaten wie: Cetearyl, Cetyl, Lauryl, Lauroyl, Laurate sowie Stearyl und Stearate können zum Teil aus Palmöl hergestellt worden sein.

Mithilfe der unten aufgeführten Links und dem Lesen der Zutaten ist es leicht Palmölprodukte zu erkennen und von seiner Einkaufsliste zu streichen. Ein Umstellen auf andere Artikel kann einiges bewirken!

 

Eine interessante Möglichkeit stellt die App "Codecheck" dar. Auch der Besuch der Internetseite lohnt sich allemale. http://www.codecheck.info/ Hier sind die meisten Supermarkt-Artikel aufgelistet mit allen Inhaltsstoffen und deren Wirkung auf uns und die Umwelt.

weitere Informationen

Produkte mit Palmöl: hier erkennt man viele bekannte Markenprodukte

 

 

 

 

 

 

 

Palmölfreie Alternativen: sind erher unbekannt aber nachhaltiger

https://utopia.de/galerien/palmoel-produkte-marke-palmoelfreie-alternativen/

http://www.umweltblick.de/index.php/branchen/produkte-ohne-palmoel

 

interessante Reportagen:

http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Palmoel-Gesundheit,palmoel104.html

https://www.youtube.com/watch?v=7aVRYafUnA4

 

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