Datenrettung durch Prophylaxe: Backups

Neben der speziellen Software kann man aber auch die Möglichkeit eines Backups zur Datenrettung verwenden. Für ein Backup muss man bereits vor dem Verlust der Daten ein sogenanntes ISO-Abbild der Programme und Dateien auf der Festplatte erstellt haben. Dieses ISO-Abbild der Festplatte wird auf einem Datenträger gespeichert. Geeignete und bootfähige Datenträger sind unter anderem CDs, DVDs oder USB-Sticks. Die Daten werden dann bei einem Neustart des Systems mit hochgeladen und können so die verloren gegangenen Partitionen auf der Festplatte wiederherstellen.

Da es aus verschiedenen Gründen immer sinnvoll ist, ein solches ISO-Abbild der eigenen Festplatte anzufertigen, kann diese Vorgehensweise grundsätzlich jedem PC-Nutzer nur empfohlen werden.

Datenrettung bei Hardwaredefekt

 

Die Datenrettung durch eine spezielle Software oder durch das Einspielen eines Backups funktioniert nur dann, wenn kein physischer Defekt an der Festplatte besteht. Ist die Festplatte kaputt und sind die Daten deshalb verloren gegangen, dann muss man zur Datenrettung von Festplatten einen Hardwarespezialisten hinzuziehen. Dieser Spezialist arbeitet in einem sogenannten Clean Room. In diesem Reinraum-Labor kann die Festplatte geöffnet und repariert werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass sich Staub- und Schmutzpartikel im hochsensiblen Innenleben der Festplatte absetzen können. Die Möglichkeit, die Daten in einem Clean Room wiederherstellen zu lassen, sollte man dann nutzen, wenn es sich um sehr wichtige und hochsensible Daten handelt.

Welche Möglichkeit zur Datenrettung genutzt wird, hängt davon ab, wie wichtig einem selbst die Daten sind. Die Varianten der Datenrettung mit Backup oder Software sind kostengünstig und verwendbar, wenn an der Festplatte selbst kein physischer Defekt vorliegt. Will man sicher gehen, dass die Daten wiederhergestellt werden können, sollte man die Daten in einem Clean Room wiederherstellen lassen.

Autor seit 9 Jahren
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