Der Strom bahnt sich seinen Weg

In einer der längsten Bergketten unseres Planeten, nämlich in den Anden, befindet sich die Quelle des Amazonas. Seinen Weg bahnt sich der Strom von Peru in Richtung Osten, wobei er durch Kolumbien, Ecuador, Brasilien und Bolivien fließt. Mehr als 1.000 Nebenflüsse aus den Anden, aus Brasilien sowie dem Hochland von Guyana sorgen dafür, dass der Amazonas mit zusätzlichem Wasser gespeist wird. Übrigens gilt der Strom erst ab dem peruanischen Hafen Iquitos als Amazonas – davor verbinden sich zunächst einige andere Flüsse, die dann letztendlich in den Amazonas übergehen.

 

Anmerkung: Da Wissenschaftler sich immer noch nicht hundertprozentig einig darüber sind, wo genau der Ursprung des Amazonas festgemacht werden soll, sprechen einige Quellen auch davon, dass der Amazonas der längste Fluss sei – demnach hätte er dann eine Länge von 6.800 Kilometern.

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Das Amazonasbecken und sein Regenwaldgebiet - Die "Lunge der Erde"

Das Gebiet, durch welches sich der Amazonas seinen Weg bahnt, nennt sich Amazonasbecken – dieses ist mit einer Fläche von zirka sieben Millionen Quadratkilometern das größte Tiefland der Erde, wobei es zu 85 Prozent vom Regenwald bedeckt wird. Zudem ist das Regenwaldgebiet des Amazonasbeckens so groß, dass es die Hälfte aller auf der Welt existierenden Regenwälder ausmacht – nicht umsonst gilt das Amazonasbecken in seiner Gesamtheit als "Lunge der Erde". Ungefähr 20 Prozent Sauerstoff produziert die bewaldete Gegend entlang des Amazonas.

Klima sowie Tier- und Pflanzenwelt im Amazonasgebiet - Tropisches Klima sorgt für Artenvielfalt

Im Durchschnitt regnet es an 250 Tagen im Jahr, wobei die Temperatur bei um die 26 Grad Celsius liegt. Bedingt durch das konstante tropische Klima, ist das Amazonasbecken ein ideales Gebiet, um viele Arten schnellwachsender Pflanzen hervorzubringen und zu erhalten. Fällt ein Baum, wird dessen ursprünglicher Platz sofort durch emporwachsendes Jungholz besetzt.

 

Auch zahlreiche Tierarten tummeln sich im Amazonasbecken – sie machen hier mehr als 10 Prozent aller auf der Welt lebenden Tierarten aus. Und eine Vielzahl von ihnen ist nirgendwo anders auf der Welt zu finden. Der Regenwald des Amazonasbeckens beherbergt etwa 20 Prozent der weltweit vertretenen Vogelarten sowie fast 400 Reptilienarten. Selbst 7.500 Schmetterlingsarten verzeichnet das Tieflandgebiet entlang des wasserreichsten Stroms der Erde. Interessant ist aber auch die Feststellung, dass viele Arten mit hoher Wahrscheinlichkeit noch gar nicht entdeckt sind.

Der Amazonas ist bedroht

Das weit umfassende Regenwaldgebiet des Amazonas ist aufgrund von Abholzung sowie der Veränderung klimatischer Bedingungen jedoch bedroht. Sollte die Temperatur in diesem südamerikanischen Tiefland um vier Grad Celsius ansteigen, würden innerhalb eines Jahrhunderts schätzungsweise 85 Prozent des Waldgebietes durch Trockenheit zerstört werden. Und das würde vermutlich auch ein Aussterben vieler Tierarten verursachen.

Weitere Fakten zum Amazonas und seinem Regenwaldgebiet

  • die größten Bäume können eine Höhe von 46 Metern erreichen und Tausende Jahre alt werden
  • 70 Prozent des Lichts verschluckt das Blätterdach des Regenwaldes
  • nur 20 Prozent des Regens erreichen den Waldboden
  • die Trichtermündung des Amazonas hat eine Breite von 240 Kilometern
  • täglich gibt der Amazonas dem Atlantischen Ozean 1,3 Millionen Tonnen Sediment mit
  • die Gezeiten sorgen für eine vier Meter hohe Welle, die mit 24 Stundenkilometer flussaufwärts rast
write-x, am 06.11.2012
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