Wissenswertes über den Lower Zambezi National Park

Der Sambesi Fluss, vor allem bekannt durch die berühmten Victoriafälle und den Karibadamm, ist ja ein Grenzfluss zwischen Sambia und Simbabwe, daher befindet sich der Lower Zambezi National Park direkt gegenüber dem berühmten, 2500 Quadratkilometer großen Mana-Pools-Nationalpark auf der simbabwischen Seite. Das Gelände um die Auen des Sambesi ist sehr gebirgig, was das Durchfahren mit dem Auto noch zusätzlich erschwert. Der Wasserstand des Sambesi wechselt häufig, je nach Jahreszeit, und mit ihm auch die Vegetation und Landschaft. Man findet Uferlandschaften, Tümpel und schöne Inseln mit Sandbänken. Am trockenen Rand des Nationalparks bilden Mahagonibäume, Ebenholzbäume, Affenbrotbäume und wilde Feigenbäume einen Wald. Gerade in der Trockenzeit kann man hier viele Tiere beobachten, weil es durch den Sambesi ganzjährlich Wasserstellen gibt, wo sich die Tiere versammeln, um zu trinken. Die große Tiervielfalt besteht aus diversen Vogelarten, Affen, Kudus, Wasserböcken, Elefanten, Büffeln, Flusspferden, Krokodilen, Impalas, Warzenschweinen, Leoparden und vielen anderen.

Wie erreicht man den Lower Zambezi National Park am besten?

Der Lower National Park ist über die Stadt Chirundu zu erreichen. Chirundu ist eine Grenzstadt zu Simbabwe. Am Weg zwischen Chirundu und dem eigentlichen Beginn des Nationalparks liegen unzählige Lodges direkt am Wasser des Kafue Flusses, der dann kurz darauf in den Sambesi fießt. Diese Lodges sind auch mit einem normalen Auto erreichbar. Die meisten bieten auch Shutteldienste von Chirundu an und auch eine Taxifahrt von Chirundu zu den einzelnen Lodges ist nicht besonders teuer. Es ist empfehlenswert, sich in einer dieser Lodges einzuquartieren und von dort aus die Reise mit Kanu, Motorboot oder einem gebuchten Fahrer fortzusetzen. Eine der bekanntesten und ersten Lodges der Gegend ist die Gwabi River Lodge. Es ist eine sehr schöne Lodge mit schönem Campingplatz und einigen Chalets und vielen Startmöglichkeiten für eine schöne Tour durch den Nationalpark. Es gibt auch eine nette Bar und ein sehr gutes Restaurant, indem sowohl sambische Spezialitäten, als auch internationale Küche angeboten wird. Die beste Reisezeit für den Lower Zambezi National Park ist Juni bis September, wobei die meisten Lodges von April bis November geöffnet sind. Die Lodges tiefer im Park sind am einfachsten mit Motorboot zu erreichen. Fast alle Lodges bieten Motorboottransporte an. Eine sehr schöne Lodge ist auch die Mvuu Lodge, auch noch am Rande des Nationalparks. Sie ist auch bekannt als Hippo Lodge, da die Flusspferde dort in der Nacht zum Grasen aus dem Wasser kommen und die Lodge regelrecht bevölkern. Um Mvuu zu erreichen, muss man allerdings ein Motorboot mieten. Man kann sie auch mit einem Allradauto erreichen, nur muss man dafür eine kleine Fähre über den Kafue Fluss verwenden. Schon am Weg zu Mvuu sieht man meist viele Elefanten und andere Tiere, sowohl am Wasser- als auch am Landweg.

Gwabi River Lodge (Bild: Barbara Lechner-Chileshe)

Aktivitäten im Lower Zambezi National Park

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Safaris zu buchen. Fast jede Lodge bietet Safaris zu Fuß oder mit dem Auto an. Auch das Motorboot ist eine schöne Möglichkeit, da man vom Fluss aus sehr viele Tiere beobachten kann. Mit dem Motorboot kann man auch sehr nahe an die Tiere heranfahren. Dennoch ist die wahrscheinlich schönste, weil "urigste" Fortbewegungsform am Sambesi die Verwendung von Kanus. Kanufahrten kann man als Eintagesausflug buchen, aber auch als Mehrtagestrip mit Übernachtungen in den diversen Lodges oder in Zelten. Für sehr Abenteuerlustige ist ein Mehrtagestrip mit wildem Camping genau das richtige. Zelte werden einfach auf einer der unzähligen Inseln im Sambesi aufgebaut, mit Lagerfeuer und oftmals traditionellem Zambezi Bream (am Feuer gegrillter Fisch) als Abendessen. Fischen ist eine andere Aktivität, die ebenfalls viele Lodges anbieten. Am häufigsten wird dabei Jagd auf den bekannten, oftmals riesengroßen Tigerfisch oder Tigerbarsch gemacht. Aber auch Brassen und andere Fischarten kommen häufig vor. Auch spezielle Vogelbeobachtungstouren können gebucht werden. Ornithologen kommen bei den etwa 350 verschiedenen Vogelarten im Park definitiv auf ihre Kosten.

Beautiful Lower Zambezi

Sonnenuntergang (Bild: Barbara Lechner-Chileshe)

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