Dokumente und Wertgegenstände

Natürlich dürfen Sie Ihre Tickets und Ihren Pass nicht vergessen, der in den meisten afrikanischen Ländern mindestens noch 6 Monate gültig sein muss. Erkundigen Sie sich vorab, ob Sie für das Land, in das Sie einreisen wollen, um Ihre Safari in Afrika zu machen, ein Visum brauchen. Manche afrikanische Länder sind da etwas eigen und so braucht man als Österreicher oder Schweizer zum Beispiel ein Visum für Malawi, als Deutscher jedoch nicht. Also, ein Visum brauchen Deutsche auch, aber sie müssen es nicht vorab beantragen, sondern können es an der Grenze oder am Flughafen bezahlen. In den meisten afrikanischen Ländern ist dies möglich und die bevorzugte Währung für Visa ist fast überall der US Dollar. Überhaupt fahren Sie in Afrika mit Dollar als Bargeld am Besten. Beachten Sie, dass Kreditkarten nach wie vor nicht überall akzeptiert werden und auch Reiseschecks werden nicht gerne angenommen. Es empfiehlt sich genügen US Dollar mitzunehmen oder bei den örtlichen ATMs (Bankomaten) Geld abzuheben, die in allen größeren Städten vorhanden sind. Machen Sie auch Kopien von Ihrem Pass und bewahren Sie diese an unterschiedlichen Orten auf. Wollen Sie in Afrika erreichbar sein, so besorgen Sie sich ein günstiges, für alle SIM-Karten offenes Handy, denn Pre-Paid-SIM-Karten bekommen Sie überall in Afrika sehr günstig. Manchmal muss man diese registrieren, doch das kann jedes Hotel oder Lodge übernehmen.

Vor allem, wenn Sie während der Regenzeit reisen oder dazwischen mit Kanu oder Boot unterwegs sind, verpacken Sie Ihre Dokumente in wasserdichten Beuteln

Schlafsack, Gepäck und Zelt für eine Safari in Afrika

Ein Schlafsack ist bei einer Afrika Safari sehr wichtig, denn viele Unterkünfte setzen voraus, dass man mit eigenem Schlafsack kommt. Achten Sie auf Temperaturangaben und wählen Sie ein kompaktes Modell, das nicht allzu viel Platz benötigt. Wenn Sie auch im Zelt schlafen, so vergessen Sie nicht die Matratze, denn kein Schlafsack schützt vor der nächtlichen Kälte, die aus dem Boden aufsteigt. Hier erfahren Sie alles über Schlafsäcke:

Als Gepäckstück sind Koffer bei einer Rundreise nicht zu empfehlen. Besser sind Reisetaschen oder große Rucksäcke. Sie sollten bequem sein, wasserdicht und abschließbar, bzw können sie die Zipps mit kleinen Schlössern ausstatten. Praktisch sind viele Fächer, damit man alles schnell findet und verstauen kann.

Wenn Sie eine geführte Reise gebucht haben, so stellt der Reiseveranstalter meist die Zelte zur Verfügung. Aber auch, wenn Sie individuell reisen, sollten Sie Camping in Erwägung ziehen, denn Camping ist meist wesentlich günstiger und vor allem gibt es fast überall Campingplätze. Alles wichtige über Zelte können Sie hier nachlesen:  

Der richtige Moskitoschutz

Der richtige Moskitoschutz ist bei einer Safari in Afrika wirklich wichtig, denn auch die Malariaprophylaxe hilft nicht zu 100 Prozent. Viele Menschen schwören darauf, dass Moskitos nur von heller Kleidung angezogen werden und empfehlen auch die speziellen Antimoskitobekleidungen, die im Vornherein präpariert werden. Ich muss ehrlich sagen, ich halte davon wenig und meine Erfahrung hat gezeigt, dass diese speziellen Bekleidungen nur teuer sind, aber nicht wirklich helfen. Die Kleidung mit Moskitomitteln zu imprägnieren macht Sinn, allerdings muss man das bei weitem öfter machen, als die diversen Produkte angeben. Nehmen Sie also auch das Kleidungsspray mit, damit Sie nachsprühen können, wenn die Wirkung nachlässt.

Achten Sie auf ein geeignetes Moskitonetz. Am Besten Sie kaufen eines, auch, wenn Sie es dann vielleicht gar nicht benötigen. In den meisten Unterkünften werden Mosiktonetze bereit gestellt, jedoch nicht überall. Das Moskitonetz können Sie zusätzlich mit dem Kleidungsspray präparieren.

Diverse Moskitosprays helfen wirklich. Ich empfehle die Produkte von NoBite, die helfen wirklich gut, obwohl sie furchtbar stinken. In fast allen afrikanischen Ländern bekommen Sie in den Supermärkten ein Moskitospray namens "Peaceful Sleep". Auch dieses stinkt unangenehm, aber es wirkt wirklich perfekt.  

Übrigens wird Malaria von den weiblichen Tieren übertragen, die eher erst in der Nacht, ab 22 Uhr herauskommen. Interessant ist auch, dass die afrikanischen Moskitos - wie ich selbst ständig beobachte - eher erst auftauchen, wenn es komplett dunkel ist, nicht aber wie die Mücken in Europa zum Licht hinfliegen. 

Reiseapotheke und Impfungen

Natürlich kommt es darauf an, wie Sie Ihre Safari in Afrika geplant haben. Wenn Sie viel im Busch unterwegs sind, fernab von größeren Städten, dann empfiehlt es sich, eine umfangreiche Reiseapotheke mitzunehmen. Ansonsten findet Sie auch in Afrika in vielen Städten Apotheken und Kliniken und meiner Erfahrung nach helfen bei manchen Krankheiten, die typisch für die Gegenden sind, die lokalen Medikamente besser.

Achten Sie darauf, ob Sie in Malariagebieten unterwegs sind. Dann können Sie Malariaprophylaxe vorbeugend nehmen oder für den Notfall einfach bei sich haben. Achten Sie darauf, dass die europäischen Malariamedikamente wirklich starke Nebenwirkungen haben. Ich selbst nehme die Prophylaxe nicht und hatte bereits Malaria, die ich allerdings mit lokalen Medikamenten bekämpft habe, um den Nebeneffekten der europäischen Medikamente, die durch das enthaltene Chinin hervorgerufen werden, zu entgehen. Hat bei mir gut und schnell gewirkt.

Wenn Sie wissen, dass Sie auf Ihrer Reise nicht viele Einkaufsmöglichkeiten haben oder auch einfach Medikamenten im Ausland nicht vertrauen, dann achten Sie darauf, Ihre Reiseapotheke so aus zu statten, dass Sie auf folgende Probleme vorbereitet sind:

  • Durchfallerkrankungen
  • Pilze
  • Harnwegsinfekte
  • Schmerzen
  • Fieber
  • Verletzungen, Verbrennungen und Insektenstiche
  • Augenbindehautentzündungen
  • Schlafstörungen

Die Reiseapotheke können Sie auch mit ihrem Arzt besprechen, nachdem Sie sich ohnehin über Impfungen informieren müssen. In vielen Gebieten in Afrika ist eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben, die, einmal gespritzt, zehn Jahre lange anhält. Achten Sie darauf, dass Ihre Tetanusimpfung auf dem neuesten Stand ist. Auch Hepathitisimpfungen sind für Afrika empfehlenswert. Thyphus ist nicht notwendig, weil sie sowieso nicht wirklich wirkt. Eine Choleraschutzimpfung hilft zwar nicht gegen Cholera, dafür aber hervorragend gegen Reisedurchfall. 

 

Sonnenschutz

Selbst, wenn es dazwischen windig und stürmisch sein kann, unterschätzen Sie bei einer Safari in Afrika die Sonne nicht! Die typischen Touristensafarihüte bieten sich an, aber wenn, dann bitte eher in blau oder weiß, denn das ursprüngliche Safarioutfit in Khaki und Beige ist schwer out! 

Für Frauen sind übrigens in Afrika große Strohhüte angesagt. Achten Sie aber dabei auch darauf, dass er ein Band hat, denn der Wind kann sehr stark sein. Afrikanerinnen verwenden auch gerne Regenschirme gegen die Sonne. 

Achten Sie darauf, dass Sie genug Sonnencreme mithaben, denn die ist in Afrika recht teuer. Auch eine After Sun Lotion sollten Sie im Gepäck haben.

Es gibt übrigens auch Tabletten mit Carotin, die dafür sorgen, dass man nicht so leicht einen Sonnenbrand bekommt. Die ersetzen allerdings nicht den Sonnenschutz komplett und man sollte mit der Einnahme schon lange vorher beginnen. Die Tabletten mit Vitamin B12 haben noch einen Vorteil: Moskitos mögen B12 nicht. 

Die optimale Kleidung

Auf Safari kann man meist nicht so viel mitnehmen und sollte sich deswegen wirklich aufs Wesentliche beschränken. Dazu gehören Kleidungsstücke, die man schnell mit der Hand waschen kann und die rasch trocknen und Kleidung wird am Besten nach dem Zwiebelprinzip getragen, sodass man für alle Eventualitäten ausgerüstet ist. Spezielle Outdoorbekleidung ist natürlich ideal, weil in der schwitzt man nicht so und sie trocknet wirklich schnell, wenn man sie wäscht. Für eine zwei- bis dreiwöchige Safari in Afrika würde ich folgende Kleidungsstücke empfehlen (alle aus Materialien, die schnell trocknen):

  • 6-7 Unterhosen, Frauen 2 Sport-BHs (die Brüste hüpfen sonst bei den furchtbaren Straßen ganz schön unangenehm)
  • 5 T-Shirts oder Trägerleiberl
  • 3 leichte Hosen (optimaler Weise zum Abzippen)
  • leichte Regenjacke
  • leichte Wanderschuhe oder stabile Sportschuhe
  • Sandalen (die nass werden dürfen)
  • 4 Paar Socken
  • 1 Pullover (Fleece)
  • 3 Hemden oder Blusen
  • eventuell ein Trainingsanzug für die Nacht, wenn Sie zelten
  • 1 Schlafgewand 

Was muss man sonst noch einpacken?

Vergessen Sie natürlich nicht Ihre Kamera mit genügend Speicherkarten und Ersatzakkus, denn das Aufladen im Busch ist manchmal nicht möglich. Zum Tiere beobachten kann ein Fernglas auch sehr praktisch sein,

Bei Ihren Waschsachen sollten Sie darauf achten, dass Ihre Produkte biologisch abbaubar sind. Vergessen Sie nicht ein Handtuch und Ihre Schwimmsachen, denn viele Unterkünfte haben Pools.

Praktisch ist eine Trinkflasche, die die Getränke länger kühl hält. Außerdem empfehle ich die Mitnahme eines Reiseweckers, denn auf der Safari in Afrika geht es oft sehr früh los.

Praktisch sind auch Feuchttücher oder generell Taschentücher, denn die in Afrika üblichen sind echt dünn und unbrauchbar. Auch etwas zum Hände desinfizieren kann praktisch sein.  

Zuletzt sollten Sie unbedingt eine Taschenlampe mitnehmen. Praktisch ist eine Stirnlampe, vor allem beim Zelt aufbauen am Abend. Sorgen Sie für genügend Batterien, weil die afrikanischen Batterien funktionieren oft nicht gut mit den europäischen Produkten.

Autor seit 4 Jahren
406 Seiten
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