Entstehung und Ursachen von Übelkeit

Übelkeit entsteht durch die Reizung des Vagusnerv. Dieser versorgt unter anderem den Magen und meldet bei Bedarf entsprechende Signale an das Brechzentrum im Hirnstamm. Das ist zum Beispiel bei einer Lebensmittelvergiftung von großer Bedeutung. Hier kann nur eine sofortige Reaktion den Körper vor größeren Schäden bewahren. Übelkeit wird oftmals von weiteren vegativen Störungen begleitet, dazu zählen Schwindel, Blasse, vermehrter Speichelfluss und niedriger Blutdruck. 

Die häufigste Urache für Übelkeit ist die funktionelle Dyspepsie. Hier kommt es besonders nach der Nahrungsaufnahme zu einem gestörten Bewegungsablauf der Magenmuskulatur (Motilitäts störung). Das Symptom kann zu erheblichen Einbussen der Lebensqualität führen. Es handelt sich hierbei um eine Ausschlussdiagnose, das bedeutet, sie darf erst bei einem negativem Ergebnis anderer organischer Erkrankungen gestellt werden. 

Da das Brechzentrum im Gehirn Signale aus dem gesamten Körper empfangen kann, ist das Symptom Nausea ein komplexes Problem und kann viele weitere Ursachen haben. 

So können Erkrankungen des Gehirns (Tumor, Blutung, Trauma) zu Übelkeit führen. Bei starken Schmerzen kann es ebenfalls zu vegativen Störungen kommen. Andere Ursachen betreffen das Gleichgewichtsorgan oder sind psychischer Natur. 

Die Nebenwirkungen einiger Medikamente können zu Übelkeit fuehren. Erwähnenswert sind hier Chemotherapeutika und Schmerzmittel. 

Bei Kindern tritt Übelkeit oftmals als Begleitsymptom bei Infektionen auf. Diese betreffen in erster Linie den Magen- und Verdauungstrakt.

In einigen Fällen kann das Symptom auf physiologische Besonderheiten hinweisen. Plötzlich auftretende morgentliche Übelkeit deutet bei jungen Frauen unter Umständen auf eine Schwangerschaft hin. 

Lösungsmöglichkeiten

Sinnvoll ist es, die Ursache von Übelkeit zu behandeln. Das ist allerdings nicht immer einfach, bei einem Reizmagen oder einer funktionellen Dyspepsie (unspezifische Beschwerden) findet sich oftmals überhaupt kein Auslöser. 

Die Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) bietet einige interessante Mittel:

Anis-, Kamillen- und Fencheltee können symptomlindernd und zur Vorbeugung gegen Übelkeit eingesetzt werden. 

Tropfen bzw. eine Tinktur aus Schöllkraut, Süssholzwurzel, Schleifenblume und Kümmel kann bei funktioneller Dyspepsie eingesetzt werden. Die Nebenwirkungen sind gering, außerdem sind die Wirkstoffe verträglicher. 

Ein gutes Mittel gegen Übelkeit sind die Inhaltsstoffe des Ingwerextraktes. Diese können zum Beispiel die Nebenwirkungen einiger schulmedizinischer Präparate (Opiate, Chemotherapeutika) lindern. 

Andere Mittel und Wege zur Behandlung und Vorbeugung gegen Übelkeit sind im Bereich der Ernährung zu suchen. 

So sollten die Mahlzeiten auf den Tag verteilt werden, kleine Portionen sind zu bevorzugen. Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit) sind zu vermeiden. Kräuter und Gewürze lassen sich gut als Appetitanreger einsetzen und lenken von Übelkeit und Brechreiz ab. 

Bei Getränken sollten neben Tee Wasser ohne oder mit wenig Kohlensäure bevorzugt werden. Hier gilt es, die Trinkmenge geschickt auf den Tag verteilen. 

Öle aus dem Bereich der Aromatherapie helfen, Übelkeit zu vermeiden. Hier sind Lorbeer- Fenchel- und Melissenöl besonders erwähnenswert. 

Andere interessante Therapien wie Ausdauersport, Massagen, Yoga und autogenes Training können helfen Übelkeit und sonstige vegetative Störungen in den Griff zubekommen. 

 

Anis- und Fencheltee sind ein gutes ...

Anis- und Fencheltee sind ein gutes Mittel bei Übelkeit. (Bild: PublicDomainPictures / Pixabay)

Mein Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht den Rat eines Arztes, Heilpraktiker und Apothekers. 

Ashlie, am 13.03.2015
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