Die heutige historische Fähre

Ganz traditionell kann man mit einer Fähre die Krückau überqueren. Zum Überqueren muss die Fähre je nach Wasserstand zwischen 16 und 40 Meter bewältigen. Das Übersetzen mit dem nach historischem Vorbild aus Eichenholz gebauten Fährkahn ist ein interessantes Erlebnis für Jung und Alt.

Jährlich mehr als 7.200 Personen nutzen bei einer Wanderung oder einer Radtour durch die Elbmarsch die Gelegenheit, die Krückau auf traditionelle Weise durch die Armkraft des Fährmannes "per Schwarzbrotmotor" zu überqueren. Dank der Fähre können sie fast 20 Kilometer Wegstrecke einsparen.

Das Übersetzen geschieht traditionell durch sogenanntes Wriggen mit einem Riemen. Wriggen nennt man das Fortbewegen eines Bootes mittels nur eines mittig nach hinten gerichteten Ruders, des Riemens. Der Fährmann muss nicht nur diese Technik beherrschen, sondern auch die Strömungsverhältnisse genau kennen. Weil die Krückau ein von Ebbe und Flut abhängiger Fluss ist, kann es vorkommen, dass der Betrieb wegen Niedrigwassers zeitweilig ausgesetzt werden muss.

In seinem Wagen "Fähre Kronsnest" wartet der Fährmann, bis seine Dienste durch ein laut gerufenes "Hol über" angefordert werden.

Ein kleiner Weg führt zu der handbetriebenen Fähre am Ufer.

Die Elbvertiefung bringt reichlich Schlick

In jüngster Zeit hat die Krückau, und damit auch die Fähre, verstärkt Schwierigkeiten durch die erfolgte Vertiefung der Elbe, denn das Elbhochwasser bringt Schlick. Langsam droht eine Verschlickung. Das Ausbaggern der Elbe ist offiziell abgeschlossen, die Fahrrinne um bis zu 1,90 Meter vertieft. Damit können nun auch Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 14,50 Meter den Hamburger Hafen anlaufen. Gut für die Wirtschaft. Doch als Folge verschlicken die Nebenflüsse zunehmend, denn es werden immer mehr Sedimente hineingetragen, so die Einheimischen.

Ein gemeinnütziger Verein betreibt die Fähre

1968 war der Betrieb aus Mangel an Gästen eingestellt worden. Seit 1993 ist die Fähre wieder unterwegs, weil sich ein gemeinnütziger Verein dafür stark gemacht hat. So wurden in vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit die Zuwegungen hinunter ins Flussbett sowie das weite Umfeld der Fähre wieder hergestellt. Auch die Instandhaltung und Pflege des Fährkahns zählt zu den Aufgaben des Vereins. Der Kahn wurde nach historischem Vorbild aus Eichenholz gebaut. Sieben Passagiere haben neben dem Fährmann auf ihm Platz.

Fährzeiten und Fahrpreise

Die Fähre wird jedes Jahr jeweils vom 1. Mai bis 3. Oktober an Samstagen von 12.00 bis 18.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10.30 bis 18.00 Uhr betrieben.

Die Fährpreise betragen für

  • Kinder bis 12 Jahre 1,00 €
  • Erwachsene und Jugendliche 1,50 €
  • Erwachsene und Jugendliche Hin- und Rückfahrt 2,00 €
  • Eine Familienkarte 4,00 €
  • Fahrradkarte pro Rad (ab Größe 26er) 0,50 €
  • 12er-Karte Erwachsene 16,50 €
  • Gruppen- und Sonderfahrten 40,00 €

Die auch werktags mögliche Anmeldung für Gruppen- und Sonderfahrten geschieht über

Fährmeister Niels-Uwe Saß ab 18.00 Uhr telefonisch unter
(0 41 21) 2 13 99 oder über das Internet unter [email protected]

Die Fähre erfüllt alle Auflagen wie eine Großfähre

Die Krückau ist an der Fährstelle bei Ebbe 16 Meter breit, bei Hochwasser geht die "Große Fahrt" über 40 Meter. Der Einsatz des Bootes erfolgt nach den geltenden Sicherheitsvorschriften, denn an Bord liegen Rettungskissen, Verbandskasten, ein Ersatzriemen und ein Anker bereit. Die Betriebserlaubnis ist die selbe wie bei den großen Fährschiffen. Der Fährmann besitzt den Personenbeförderungsschein.

Ein Anleger mit Raststätte und Museum

An der Anlegestelle Kronsnest wird in der Fahrrad-Raststätte "Sööte Eck (Süße Ecke)" während der Fährsaison sonntags und an Feiertagen frischer Kaffee, Waffeln und selbst gebackener Kuchen angeboten.

Ebenfalls direkt am Kronsnester Anleger befindet sich das kleine Museum "Stöpenkieker". Dort kann man sich ausgiebig über die Fähre informieren, aber auch viel über das heimatliche und historische Geschehen rund um die Fähre erfahren.

Der Eintritt ist frei. Geöffnet ist das Museum an Sonn- und Feiertagen von 14.00 - 17.00 Uhr.

Wenn Sie noch mehr über Fähren wissen wollen, dann lesen Sie diese beiden Artikel:

https://pagewizz.com/die-deutsche-fahrstrae-ein-kleinod-unter-den-touren-38323/

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Allein der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) hält 14 kostenlose Fähren bereit https://pagewizz.com/die-deutsche-fahrstrae-ein-kleinod-unter-den-touren-38323/

 

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