Das Entstehen von Arthroseschmerzen

Jeder zweite Deutsche über 35 Jahren stellt Abnutzungserscheinungen seiner Gelenke fest, und ab dem 60. Lebensjahr ist beinahe jeder betroffen. Arthrose betrifft häufig die Hände oder einzelne Finger, das Knie, das Hüftgelenk oder die Schulter. Schmerz stellt sich ein.

Die Arthroseschmerzen entstehen, weil der schützende Knorpel der Gelenke aufgebraucht ist, die Gelenkschleimhaut entzündet und gereizt ist und Knochen auf Knochen reibt. Die beiden genannten Therapien sollen den Schmerz lindern. Heilen können diese Verfahren nicht, aber sie können die Schmerzen lindern und erträglich mach, um eine Operation zu umgehen.

Bisher gibt es noch keine Methode, Arthroseschmerzen und deren Entstehung wirksam zu bekämpfen. Arthrose ist zur Zeit unheilbar. Dennoch scheint es sinnvoll, vor einer Schmerzmitteltherapie und einer versteifenden oder gelenkersetzenden Operation Naturheilmittel zu probieren. Alternative Therapien nämlich haben anders als starke Medikamente keine schweren Nebenwirkungen.

Arthroseschmerzen durch Gewürze behandeln

Allerdings haben die Therapieversuche mit Naturheilmitteln nicht bei allen behandelten Patienten die gleiche erwünschte Wirkung.

Hoffnung brachten Therapien mit mit der täglichen Einnahme einer Gewürzmischung, in der Kreuzkümmel (Cumin), Koriander und Muskat in gleichen Teilen miteinander vermengt wurden. Nach dem Fernsehbericht konnten bei 80 Prozent der Arthrose-Patienten die Beschwerden gelindert werden und viele Patienten konnten nach ärztlichem Rat die Dosierung ihren regelmäßig eingenommenen Schmerzmittel reduzieren. Entscheidend war bei der Schmerzlinderung die Schärfe der Inhaltsstoffe der Gewürze. Auch die Gewürze können den Gelenkverschleiß nicht verhindern, aber schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken und die Durchblutung der Gelenkschleimhaut fördern.

Gute Aussichten

Wenn die Gelenkkapsel durch die anregenden Inhaltsstoffe der Gewürzmischung wieder gut durchblutet ist, bildet sich mehr Gelenkschleimhaut und verhindert das schmerzhafte Reiben der "Knochen auf Knochen". Dieses Ergebnis konnte sogar durch Ultraschalluntersuchungen belegt werden.

Zur Bildung von Gelenkschleimhaut durch Einnahme von ausgesuchten Gewürzen kommen ergänzende Maßnahmen wie Fingerübungen und Physiotherapie nach ärztlicher Diagnose und Beobachtung hinzu.

Achtung bei der Einnahme der Gewürze

Ein- bis zweimal mal täglich nehmen die Patienten drei Messerspitzen der Spitze eines Küchenmessers zusammen mit Wasser oder Joghurt ein. Die Gewürzmischung ist im Reformhaus erhältlich, und "Bio-Qualität" sei dem eigenen Körper zu gönnen. Die Mediziner warnen allerdings davor, die Mischung selbst herzustellen oder gar Gewürze nach eigenem Gusto zusammenzustellen, denn die Balance der Gewürze ist entscheidend. Überdosierung kann sogar schädlich sein oder andere gesundheitliche Schäden hervorzurufen.

Gute Heilerfolge

Bereits in der Sendung vom 1. September 2015 hatte "Visite" darauf hingewiesen, daß nach sechs bis sieben Wochen bei einer Vielzahl von Patienten deutlich eine Schmerzlinderung begonnen hatte und das Klavierspielen oder sicheres Greifen ohne Mühe und vor allen Dingen bei nur geringen bis gar keinen Schmerzen ermöglichte. Das sei kein Placebo-Effekt, denn die Besserung sei auf Dauer eingetreten. Allerdings: Ob Placebo oder nicht: Hauptsache ist, dem Patienten geht es wieder viel besser

Am 5.4. äußerte - ebenfalls in "Visite" (Foto © NDR/Christian Augustin) - Professor Andreas Michalsen vom Krankenhaus Berlin-Wannsee, Arzt für Naturheilkunde, er rate sehr, es mit Gewürzen zu probieren. Schon nach einer Woche trete eine leichte Besserung ein. Sei das nicht der Fall, seien Gewürze nicht die richtige Therapie für den jeweiligen Patienten. Entgegen landläufiger, inzwischen überholter Meinung sei scharf zu essen gesund und schlage nicht auf den Magen. Er rate jedoch, bei der Gewürztherapie zwischen dem Verzehr der Gewürze und der Einnahme anderer Medizin 15 oder besser 30 Minuten Zeit verstreichen zu lassen, damit die Mittel nicht gegeneinander wirken. Im übrigen seien Quarkwickel oder der austretende Saft von Krautwickeln mindestens genau so gut wie eine Schmerztablette.

 

Dieser Artikel kann keine ärztliche Diagnose oder Therapie ersetzen. Eine Haftung des Autors ist ausgeschlossen.

Autor seit 3 Jahren
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