Definition

historischer Abriß

Herkunft der Pflanze

wichtige Inhaltsstoffe

phytotherapeutische Auswirkungen

Darreichungsformen und Zubereitung

ernährungsrelevante Eigenschaften

Literatur

 

Definition

Ihren Namen bekam die Passionsblume von den Missionaren. Diese erkannten in den Blüten die Marterwerkzeuge der Kreuzigung Christi. Hiermit sind die Griffel in der Blüte gemeint.

historischer Abriß

Bereits die Indianer haben die Heilwirkung der Passionspflanze erkannt. Die spanischen Eroberer (Mönche und Ärzte) konnten bereits im 17. Jahrhundert beobachten, daß diese Heilpflanze unter anderem gegen Schlaflosigkeit und Melancholie hilft.

Die Botaniker des 19. Jahrhunderts waren über die prächtige Blüte begeistert und brachten die Pflanze nach Europa.

Auch für Homöopathen war in diesem Zeitraum die Erforschung der Passionsblume von großer Bedeutung.

In Europa  wurde die Passionsblume allerdings erst im 20. Jahrhundert näher untersucht.

Von der Kommission E wurde die Pflanze als Arzneimittel anerkannt. Hierbei handelt es sich um eine Sachverständigenkommission, welche sich mit der Zulassung von pflanzlichen Naturprodukten auseinandersetzt.

Herkunft der Pflanze

Die Heimat der Passionsblume sind die tropischen Regenwälder Mittel- und Südamerikas. Erforscht sind bis heute ca. 400 Arten. Am bekanntesten ist die Maracuja, hierunter versteht man die Frucht von Passiflora edulis. Auf Grund ihrer aussergewöhnlichen Blüte sind die Passionsblumen beliebte Zimmerpflanzen. In Europa blüht die Pflanze allerdings nur, rund 60 Passiflora-Arten liefern auch essbare Früchte, allerdings nur im feuchtwarmen Klima der Tropen.

wichtige Inhaltsstoffe

Flavonide (mit beruhigender Herz- und Kreislaufwirkung), ätherische Öle (desinfizierend, beruhigend, entzündungshemmend), Glykoside (sedierend, angstlösend), Cumarinderivate (sedierend, entkrampfend, entzündungshemmend)

phytotherapeutische Auswirkungen

Die Inhaltsstoffe der Passionsblume haben beruhigende und schlaffördernde Wirkung. Außerdem wirken die entsprechenden Präparate leicht angstlösend.

Die Pflanze kann bei Einschlafstörungen, Depressionzuständen, Konzentrationsschwierigkeiten und nervösen Unruhezuständen eingesetzt werden.

Im weiteren kann die Pflanze bei leicht nervös bedingten Magen-Darm-Störungen eingesetzt werden.

Das Mittel läßt auch hervorragend bei Kindern und Jugendlichen einsetzen. Hierbei handelt es sich um ein hervorragendes Sedativum (Beruhigungsmittel).

Auf Grund der schwachen Wirkung wird der Extrakt oftmals mit anderen pflanzlichen Schlafmitteln kombiniert. Hierbei sind besonders Mittel wie Baldrian und Hopfen zu nennen.

Ätherische Öle im Baldrian dämpfen Unruhe und Nervosität. Hopfen enthält Bitterstoffe wie Humulon und Lupulon, Inhaltsstoffe der Passionsblume sind unter anderem die Flavonoide.

Alle diese Stoffe wirken beruhigend und schlaffördernd.

Darreichungsformen und Zubereitung

Es handelt sich überwiegend um festen bzw. losen Tee oder im Apotheken- und Drogeriehandel erwerbbare Fertigprodukte.

In soweit es sich um losen Tee handelt, werden ein bis zwei Teelöffel mit einer Tasse heißem Wasser übergossen, fünf Minuten ziehen lassen, zwei bis dreimal täglich eine Tasse trinken.

Fertigprodukte sollten nach dem im Beipackzettel enthaltenen Informationen eingenommen werden.

ernährungsrelevante Eigenschaften

Passionsfrüchte können in Deutschland ganzjährig erworben werden. Sie lassen sich am besten in zwei Hälften teilen und anschließend auslöffeln. Die Früchte haben eine geleeartige Konsistenz durchsetzt mit schwarzen Samen. Der Geschmack ist leicht säuerlich. Ein leichtes Schrumpfen der Haut zeigt den optimalen Reifezustand an. Passionsfrüchte können in der Küche vielfältig verwendet werden.

Ashlie, am 28.05.2011
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