Der erste Eindruck der nordspanischen Städte

Allgemein prägen die Städte in Nordspanien prachtvolle Bauten, wobei der Luxus bei den Bürgern eher überschaubar bleibt. Schon im Mittelalter, zu Zeiten des heiligen Jakobus, wurden wunderbare Kathedralen und Häuser errichtet. Dabei wurde wenig auf die finanziellen Mittel geschaut. Ziel war es den römisch-katholischen Glauben entsprechend zu würdigen.

Alt aber sympathisch

Heute sehen viele bürgerliche Häuser heruntergekommen und verschlissen aus. Zunächst ist der Lebensstandard in den kleinen Ortschaften weniger hoch als in Städten wie Madrid oder Barcelona. Die Menschen in Nordspanien leben größtenteils von der Landwirschaft, so dass ein hoher Komfort für die meisten Bürger in diesem Landabschnitt nicht in Frage kommt. Dennoch genießt das galizische Volk das Leben. Die tüchtigen Bewohner schätzen ihr Land und die Leute, dir dort leben.

So kommt es nicht selten vor, dass man marode und etwas kapputte Unterkünfte findet. In den touristischen Gemeinden wird aber zunehmend dafür gesorgt, dass auch dieses "Problem" beseitigt wird. Das kommt oft dem Komfort und der Sauberkeit zu gute, schadet aber in vielen Fällen dem Flair und der typischen Atmosphäre in diesen Breitengraden.

Mehr als Paella und Co.

Nicht zu vergessen sind die leckeren Mahlzeiten, die manchmal auch etwas üppiger ausfallen dürfen. Man merkt als Tourist ganz deutlich, dass die Einwohner mehr Wert auf die tägliche Lebensqualität legen, als auf Ikea-Möbel à la Billy und Co.

Welche Städte sollte ich mir vormerken?

Der Jakobsweg im SommerSpanische Städte sind für Mitteleuropäer immer ein Highlight, da sie etwas anders strukturiert sind. Auch die Architektur verhält sich meist ganz anders als in Deutschland Österreich oder der Schweiz.

Burgos

Möchte man eine wunderschöne Kathedrale besichtigen ist vor allem Burgos erwähnenswert. Diese Stadt sprüht vor Lebensfreude und wirkt auf den Besucher sehr modern. Der Mittelpunkt der Stadt bildet aber die gigantische Kathedrale. Ein pompöses und mächtiges Bauwerk umgeben von kleinen Geschäften und netten Restaurants.

Besonders am Marktplatz tummeln sich bis in die späten Abendstunden die Menschen. Aufführungen von Einheimischen werden häufig angeboten und die Akteure warten auf einen kleinen Obolus.

Pamplona

Des Weiteren kann man gleich zu Beginn der Jakobswegreise die Stadt Pamplona besichtigen. Die Altstadt ist ebenfalls wunderschön und traditionell werden dort im Frühjahr Stierkämpfe in der ganzen Innenstadt ausgetragen. Diese Kämpfe sind heute sehr umstritten, so dass jeder selber wissen muss, ob man sich das anschauen möchte. Auch ein nationaler Flughafen ist in der Nähe, so dass eine Anreise nicht kompliziert sein sollte. Pamplona ist also ein idealer Ausgangspunkt für die Route auf dem Jakobsweg.

Leon

Auch die relativ große Stadt Leon besticht durch eine schöne Kathedrale und imposanten Gebäuden. Die Preise sind natürlich hier etwas höher, als in kleinen Gemeinden entlang des Jakobswegs. Dennoch lohnt sich eine Nacht in Leon. es bietet ebensoviel wie die anderen Städte. Nachtschwärmer werden hier voll auf ihre Kosten kommen.

Santiago de Compostela

Ortschild Santiago de Compostela bei NachtZuletzt darf natürlich Santiago de Compostela nicht auf dem Camino fehlen. Diese Stadt gilt als Ruhestädte des heiligen Jakobus und ist ein echtes Highlight auf der Jakobsweg Route. Allein die Kathedrale glänzt mit wertvollen Goldverzierungen und allerlei architektonischen Finessen. Der tägliche Gottesdienst sollte von jedem Pilger einmal besucht werden. Es ist einfach ein beeindruckendes Ereignis und nicht vergleichbar mit dem Sonntagsgottesdienst aus Deutschland.

Im Tourismusbüro kann man sich schließlich seine Urkunde abholen. Man sollte nur einen Pilgerausweis mit Stempeln aus den Herbergen vorzeigen können. Weitere Einschränkung ist, dass man zu Fuß mindestens 100 km zurücklegen muss, um diese Urkunde zu erhalten. Für einen echten Pilger sollte das kein Problem darstellen.

Die Preise für Herbergen oder Unterkünfte sind vor allem in der Hochsaison im Sommer sehr hoch. Entweder bucht der Interessent schon weit im Voraus ein Hotel oder er versucht sein Glück in der großen Herberge in Santiago de Compostela, die aber regelrecht überfüllt ist und überhaupt keinen Charme versprüht.

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