Schnee und Blitzeis, Hochwasser und Hitze sorgen für Schulausfall

Bereits im Jahr 2010 hatten zumeist die Kinder im Norden Deutschlands viele Tage keine Gelegenheit ihren Schulranzen zu packen. Blitzeis und herabfallende Schneemassen sorgten dafür, dass schulfrei war. Insbesondere in Niedersachsen und Schleswig Holstein bereitete das Winterwetter den Boden für Chaos auf den Straßen. Viele Orte waren von der Außenwelt abgeschnitten, der Flugverkehr wurde lahm gelegt und auch Busse und Bahnen konnten nur eingeschränkt fahren. Damals dachten die meisten Leute in Deutschland: "Ach, das ist wohl eine Ausnahme mit dem grausigen Winterwetter." - Mitnichten! Eigentlich wiederholt sich Jahr für Jahr die Situation, dass ein Verkehrschaos herrscht, wenn das Winterwetter verrückt spielt. Mal mehr, mal weniger, Eine weitere Folge davon ist der Unterrichtsausfall an vielen Schulen.

Statt lauem Frühling kamen Schneemassen - im Juni Hochwasser

Im März 2013 hatte der meteorologische Frühling bereits seine ersten wärmenden Sonnenstrahlen geschickt, als es am 12. März plötzlich wieder richtig winterlich wurde. Ein Tag zuvor hatte der Witterungsumschwung im Norden der Republik bereits eingesetzt und breitete sich weiter gen Süden aus. Während sich die Kinder über einen schulfreien Tag freuten, sorgten Rettungsdienste, Abschleppunternehmen und Polizei dafür, die Folgen der zahlreichen Verkehrsunfälle zu mildern. Auf der A45 in der hessischen Wetterau beispielsweise war es zu einer Massenkarambolage gekommen, bei der rund 100 Fahrzeuge beteiligt waren. Einige Monate später kam das Hochwasser und hinterließ ein Bild der Verwüstung. Wo sonst Freude aufkommt, dass die Schule ausfällt, hätten sich im Juni 2013 viele Kinder gewünscht, dass sie zum Unterricht hätten gehen können und ihnen die Auswirkungen des Hochwasser erspart geblieben wären.

Schneewetter und Schulausfall

Schneewetter und Schulausfall (Bild: nemo)

Die Wettervorhersage

Aktuelle Wetteraussichten
Auf dem Online-Portal von wetter.de erfahren interessierte Internetnutzer, wie sich das Wetter aktuell und in den nächsten Tage in den einzelnen Bundesländern darstellt. Wer sich daran orientiert, kann zumindest schon mal abschätzen, ob in seiner Region schulfrei sein könnte.

Wo und wann die Schule ausfällt - Informationen rund um den Schulausfall

Nicht in allen Bundesländern sind Informationsportale eingerichtet, wo sich Eltern und Schüler kundig machen können, wann und wo die Schule ausfällt. Hier eine Zusammenfassung;

  • In Bayern geben der Bayerische Runfunk und Antenne Bayern über ihre jeweiligen Radio-Sender aktuelle Informationen über Schulausfälle bekannt. Weiterhin sind Hotlines bei Antenne Bayern unter der Telefonnummer 089/99 277 283 (Hörerservice), 0800 994 1000 (Studionummer) und 089/99 277-0 (Zentrale) und beim Bayerischen Rundfunk (B3 Hörerservice) unter der Telefonnummer 01805/333 031 eingerichtet. Aktuelle Informationen finden sich auch im Videotext des Bayerischen Rundfunks ab Seite 130.
  • Der Hessische Rundfunk ist im Bundesland Hessen die erste Adresse, wenn es um aktuelle Nachrichten über Unterrichtsausfälle geht. 
  • Schüler in Nordrhein-Westfalen müssen auf die Gunst ihrer Eltern hoffen, denn hier gibt es keinen staatlich verordneten Schulausfall. Vielmehr entscheiden die Erziehungsberechtigten darüber, ob ihnen der Schulbesuch der Kinder zu gefährlich ist.
  • In Schleswig-Holstein entscheidet die Landesregierung darüber, in welchen Landkreisen an den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen kein Unterricht stattfindet. Die kommunalen Träger von örtlichen Schulen sprechen sich in der Regel mit der Schulleitung ab.
  • In Niedersachsen wurde eine Verkehrsmanagementzentrale im Internet eingerichtet.
  • Ob in Sachsen die Schule ausfällt, erfahren Eltern und Schüler bei der Sächsischen Bildungsagentur
  • Über das Portal des Thüringer Bildungsministeriums wird über wetterbedingtes Schulfrei in Thüringen informiert.
  • In Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Baden-Württemberg erfolgt meist über Radio und Fernsehen eine zeitnahe Bekanntgabe von Schulausfällen. 

Was im Krankheitsfall gilt, tritt auch bei höherer Gewalt durch Witterungseinflüsse ein. Das letzte Wort haben die Eltern, die darüber entscheiden müssen, ob der Schulweg noch sicher genug ist, wenn Behinderungen durch Schnee und Eis vorliegen. Eine Ausnahme sind die Abiturprüfungen, wenn just dann der Winter wieder zurückkehrt, wo eigentlich der Frühling Einzug halten sollte. So geschehen am 12. und 13. März 2013. Selbst wenn die übrigen Schulkollegen frei haben, müssen die Abiturienten zur Reifeprüfung antreten, wenn's sein muss auf Snowboards oder Skiern. 

Hitzefrei im Sommer - Bei Unterrichtsausfall wegen brütender Hitze gelten andere Regeln als im Winter

Wenn im Sommer die Sonne vom Himmel knallt und alles ausdörrt, gelten andere Regeln als bei Schnee und Blitzeis im Winter. Klettert das Quecksilber über die 30-Grad-Marke, entscheidet der Schulleiter, ob es Hitzefrei gibt oder der Unterricht in der heißen Mittagszeit ausfällt. Allerdings sind die Kompetenzen und Regeln in den einzelnen Bundesländern in unterschiedliche Richtlinien gefasst. Fast überall gilt, dass Schüler in der Sekundarstufe II – also der Oberstufe oder in der Berufsschule – von einer Unterrichtsbefreiung ausgenommen werden.

Krimifreundin, am 13.03.2013
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