Auf den Körper hören - Hausmittel statt chemischer Keule

Wer sich nicht gut fühlt, sollte auf die Signale seines Körpers achten. Es ist in der Tat nicht erforderlich zum Arzt zu gehen, wenn sich beispielsweise eine Erkältung anbahnt. Hier kann man selbst sehr viel tun, um einerseits die Symptome auf einem erträglichen Maß zu halten und andererseits einer Infektanfälligkeit vorzubeugen. Die erste Regel ist, möglichst viel zu trinken, nämlich mindesten 2 Liter pro Tag, am besten Tee oder sanftes Mineralwasser. Das aktiviert die Selbstheilungskräfte, indem die Krankheitserreger ausgeschwemmt werden. Hausmittel wie echte Hühnersuppe, die viel Zink enthält (stärkt nachweislich das Immunsystem), Inhalieren von heißem Wasserdampf, der beruhigend auf die Schleimhäute wirkt, Brustwickel gegen Husten und Nasenduschen mit Salzwasser sind hilfreich, einer Erkältung den Garaus zu machen.Wer auf Nummer Sicher gehen will, eine Covid-19-Infektion auszuschließen, sollte sich auf jeden Fall testen lassen.

Wenn ärztlicher Rat unbedingt erforderlich ist

Es gibt sehr viele Hausmittel aus Großmutters Schatzkiste, die helfen, ohne dass die chemische Keule geschwungen werden muss. Ganz wichtig ist, Stressfaktoren zu vermeiden. Es ist keine Frage des Glaubens, dass Seele und Körper eine Einheit bilden, sondern Realität, die in vielen klinischen Studien nachgewiesen wurde. Psychosomatische Erkrankungen sind nur eine Facette. Wer ständig seelischen Attacken ausgesetzt ist, wird auch häufiger krank, mitunter sogar auf Dauer und mit dramatischem Verlauf. Den Stressfaktor auszuschalten, ist eine bedeutende Grundlage, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. 

Allerdings ist es unerlässlich, medizinischen Rat einzuholen, wenn es sich um eine chronischer Erkrankung wie beispielsweise Diabetes oder Krebs handelt, bei denen wirklich absolut notwendige Medikamente für eine wirksame Therapie eingesetzt werden müssen. Naturheilverfahren tragen hier unterstützend bei und können die Nebenwirkungen - gerade bei einer Chemotherapie - mindern und das Immunsystem stärken.

Heilkraft durch Apitherapie und Stärkung des Immunsystems

Als er selbst vor rund 10 Jahren mit der Imkerei begann und sich der Produktion von Bio-Bienenhonig widmete, stellte der Großwallstadter Heinz Giegerich fest, dass nach wenigen Monaten seine chronische Nebenhöhlenentzündung wie weggeblasen war. Ab diesem Zeitpunkt hat er sich intensiv mit der Apitherapie befasst und bietet sie als Methode zur Stärkung der Selbstheilungskräfte an.

Der Reiki-Meister und Heiler hat einen Apitherapie-Wagen gebaut und ausschließlich Naturholz (größtenteils Fichte) verwendet, das er - wie kann es auch anders sein - mit Bienenwachs behandelt hat. Er hat dafür einen ehemaligen Bauwagen verwendet, den Aufsatz zerlegt und nur den Unterbau genutzt, um darauf seine ausgeklügelte Holzkonstruktion mit den integrierten Bienenstöcken zu bauen.

Apitherapiestation in Großwallstadt

In seiner Apitherapiestation sind die Bienenstöcke nur nach außen geöffnet, so dass keine Biene in den Innenraum fliegen kann. Über ein medizinisch anerkanntes Inhalationsgerät wird die Bienenstockluft angesaugt und leitet sie in einem beheizten Schlauch über ein feinmaschiges Gitter zur Inhalationsmaske. Die Patienten atmen die Luft ungefähr 30 Minuten je Sitzung ein. Aus hygienischen Gründen erhält jeder Nutzer eine eigene Patientenbox mit Schlauch, Ventil und Maske. Bevor die Therapie beginnen kann, wird eine ausführliche Anamnese (Krankengeschichte) durch Heilpraktiker oder Ärzte erstellt, die diese Heilmethode bereits in ihr Programm aufgenommen haben. 

Durch dieses Inhalationsgerät wird die Bienenstockluft angesaugt, die über einen beheizten Schlauch zur Inhalationsmaske geleitet wird. (Bild: Ruth Weitz)

»Gerade bei Menschen mit Atemwegserkrankungen ist diese Therapie« sehr erfolgreich, sagt Giegerich. Laut der Aussage seiner Tochter Mona Tuzzolino, die mit ihm in seiner Praxis zusammenarbeitet, wirkt die Bienenstockluft bei Allergikern sensibilisierend und stabilisierend. Beide stellen fest, dass diese Therapie neben der Behandlung von Atemwegs- und Hauterkrankungen wie Neurodermitis ideal zur Stärkung des Immunsystems ist. Eine Grundvoraussetzung, um Infektionen vorzubeugen und eine wirksame Methode zur Nachbehandlung einer überstandenen Corona-Infektion. Denn bislang wurde bei vielen Betroffenen ermittelt, dass sie zwar als geheilt entlassen wurden, aber Spätfolgen zu beobachten sind. Hier ein im Juli 2020 erschienener Fachbeitrag dazu: Mediziner sind alarmiert.

Bewegung an frischer Luft und gesundes Essen

Wer sich ungesund ernährt, zu viel Industriefett, Zucker und Weißmehl zu sich nimmt, dafür kaum Obst und frisches Gemüse isst, sammelt negative Punkte auf seinem Gesundheitskonto. Kommt dann noch mangelnde Bewegung hinzu, wird das miese Punktekonto weiter nach oben getrieben. Es muss ja nicht gleich ein Fitnesswahn ausbrechen, um sich sportlich zu betätigen. Ein täglicher Spaziergang von zirka einer halben Stunde reicht schon aus. Dabei ins Schwitzen zu geraten, ist förderlich. So wird der Stoffwechsel im wahrsten Sinne auf Trab gehalten.

Wie eingangs erwähnt, sind gesunde Ernährung und Bewegung bedeutende Faktoren für die Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Aber auch die Seele sollte ins Gleichgewicht gebracht werden. Befindet sie sich in einer Schieflage, ist auch das körperliche Befinden beeinflusst. Es ist wenig sinnvoll, sich zwanghaft an belastende Beziehungen zu klammern, sich Stress im Beruf, einer belastenden Arbeitssituation zu beugen. Das macht auf Dauer krank. Übrigens bedeutet totale Askese, also zwanghaft Verzicht zu üben, auch Stress. Ab und zu eine kleine (Fast-Food-)Sünde darf sein. Das trägt zur Lebensqualität und zum seelischen Wohlbefinden bei.

Bitte beachten Sie, dass dieser Beitrag nicht den Rat eines Arztes ersetzt.

Krimifreundin, am 20.08.2020
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