"Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann!"

Schokade ist GlückIn dem Schlagertext "Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann" ist hintergründig die Aussage verborgen, dass Schokolade glücklich macht. Im Refrain

"Ich will keine Schokolade
ich will lieber einen Mann!
Ich will einen, der mich küssen
und um den Finger wickeln kann!"

kommt zum Ausdruck, dass als Ersatz für einen küssenden Partner Schokolade als Glücksmacher gilt. Es ist in der Tat nicht von der Hand zu weisen, dass das Essen von Schokolade gute Laune macht. Schon der darin enthaltene Zucker entwickelt beim Stoffwechselprozess im Gehirn bunte Explosionen, die in einem speziellen Tomographen nachgewiesen werden können. In der Universität Leipzig wurde dies im April 2011 in einem wissenschaftlichen Test belegt. Die essentielle Aminosäure Triptophan toppt das Ganze noch. Schokolade hat reichlich Triptophan, das dann im menschlichen Körper in einen komplizierten Vorgang zum so genannten "Glückshormon" Serotonin umgewandelt wird, das allerdings gar kein Hormon, sondern ein Botenstoff (Neurotransmitter) ist. Also ist Schokolade essen ein Ersatz für glücklich machende Verliebtheit.

Im "siebten Himmel" gibt es nur wenig Serotonin

Nichts desto trotz hat Schokolade mit dem Verliebtsein kaum etwas gemein, zumindest was die biochemischen Vorgänge im Körper betrifft. Denn in dem Zustand des Schwelgens im siebten Himmel kommt es eher zu einem Abfall des Serotoninspiegels, wie es bei Neurosen der Fall ist. Das ist auch die Erklärung dafür, dass der Botenstoff Serotonin im Zustand der Verliebtheit in den Keller sackt. Die italienische Wissenschaftlerin Donatella Marazziti bringt es auf den Punkt: Verliebtheit ist eine Art Zwangsneurose, weil die Verliebten auf das jeweilige Objekt der Begierde fixiert sind wie die Schlange Kaa auf den Knaben Mogli im Dschungelbuch.

Die Schokolade und ihr zarter Schmelz - Erotik und Glück in einer Masse aus Kakao und Zucker

Schokolade und Erotik"Die süßeste Versuchung seit es Schokolade gibt", ist der Slogan einer Schokoladenmarke, die mit ihrem zarten Schmelz wirbt und damit die erotische Seite des Schokoladengenusses in den Vordergrund stellt. In dem Film "Chocolat - ein kleiner Biss genügt" werden sowohl Erotik als auch Glück im Zusammenhang mit Schokolade bedient. Die schöne Vianne Rocher, dargestellt von Juliette Binoche, beherrscht die Kunst, köstliche Schokolade herzustellen und verzaubert die Menschen mit ihrem offenen, unverkrampften Wesen. Knisternde Erotik kommt ins Spiel, als sie sich mit dem Zigeuner Roux einlässt und beide sich ineinander verlieben. Das missfällt dem konservativ eingestellten Bürgermeister des Ortes, der zunächst versucht, Vianne zu diffamieren und später sogar ihre Chocolaterie demoliert. Bei dieser Aktion gerät ein Schokoladensplitter auf seine Lippen. Der Bösewicht ist von dem Geschmack so überwältigt, dass er vor Leidenschaft schier zerfließt. Alles wird gut, und der zarte Schmelz von Schokolade führt letztlich alle Beteiligten ins Glück. Hier wird klar: Schokolade essen ist ein Stück vom Glück.

Schlecht gelaunte Menschen greifen gern zur Schokolade

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Schokolade glücklich macht. So wird schnell klar, dass Leute, die sich gerade das Rauchen abgewöhnen, gerne zur Schokolade greifen, um ihre miese Stimmung zu kompensieren. Frauen wissen gut, dass es eine Lust ist, bei prämenstruellen Beschwerden den zarten Schmelz von Schokolade auf der Zunge zu genießen und damit die Laune aufzubessern.

"Schokolade und Glück", das sind zwei Dinge, die miteinander verschmelzen. Aber der all zu häufige Genuss von Schokolade hat auch seine Schattenseiten. Es sind keine bösen kleinen Monster, die nachts in die Schränke schlüpfen und die Kleider enger nähen. Nein, es ist zu viel Schokolade, die sich auf die Hüften setzt und die Nähte platzen lässt. Die süße Köstlichkeit ist nicht nur ein Glücks-, sondern auch ein Dickmacher.

Insofern wäre Trude Herr Recht zu geben, die auf Schokolade zu Gunsten eines Mannes verzichten will. Doch muss es auf jeden Fall der Richtige sein, denn sonst bleibt das Glück auf der Strecke und als Alternative wieder nur Schokolade!

Schokolade macht glücklich und ist gesund - Selbst als Wellness-Produkt ist das Kakaoprodukt ein Hit

Wer in Maßen Schokolade isst, vor allem dunkle Schokolade, ist nicht nur glücklich, sondern vermindert auch das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen. Verschiedene wissenschaftliche Studien haben dies ergeben. Am 29. August 2011 haben britische Forscher von der Universität Camebrige in Paris die Ergebnisse ihrer Untersuchung bekannt gegeben, bei der sich mehr als 100.000 Probandenen zur Verfügung gestellt hatten. Das Ergebnis war verblüffend. Teilnehmer, die regelmäßig Schokalde aßen, reduzierten die Gefahr, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bekommen, um 39 Prozent. Das Schlaganfall-Risiko bei diesen Probanden sank um 29 Prozent. Veröffentlicht wurde die Studie im British Medical Journal.

Selbst die Kosmetik- und Wellness-Industrie hat Schokolade für sich entdeckt. Sie soll der Schönheit und dem Wohlbefinden auf die Sprünge helfen. Die Inhaltsstoffe des Kakaoprodukts schmeicheln nicht nur den Geschmacksnerven, sondern auch der Haut, machen sie geschmeidig und verbessern das Hautbild.

Schokolade als Glücksbringer, Wellnessprodukt und Schlankmacher - Was alles in der kakaohaltigen Masse steckt

Die Schokolade als Wellnessprodukt
Die positiven Eigenschaften der Schokolade sind auf die Kakaobutter zurückzuführen. Ihre Inhaltsstoffe pflegen und vitalisieren den Körper und lösen beim Verzehr das bekannte Zufriedenheitsgefühl aus. Sie finden die vitaminreiche und mineralstoffhaltige Schokolade als Wellnessprodukt oft in Pflegeartikeln für trockene Haut. Die Inhaltsstoffe regenerieren die Haut, machen sie zart und geschmeidig und verleihen einen gesunden Teint. Zusätzlich schützen die Polyphenole aus der Kakaobohne Ihre Haut vor freien Radikalen und wirken so Fältchen entgegen. Als Maske oder Packung ist Schokolade also ein besonders wirksames Mittel bei Anti-Aging-Anwendungen.

Schokolade als Schlankheitsmittel
Dass Schokolade schlank macht, ist neu. Ein Untersuchungsergebnis, das Ende März 2012 im medizinischen Fachblatt "Archives of Internal Medicine" veröffentlicht wurde, legt diese These nahe. Mehr als tausend Erwachsene wurden von der Präventionsmedizinerin Beatrice Golomb und ihren Kollegen von der University of California in La Jolla nach ihrem Schokoladen-Konsum befragt. Siehe da, die Analyse ergab, dass diejenigen, die oft Schokolade essen, im Durchschnitt schlanker waren, als jene, die sich beim Schokoladeessen abstinent verhalten. Noch überraschender ist die Erkenntnis, dass Probanten, die mehrmals in der Woche Schokolade naschten, nicht nur schlanker waren, sondern auch blieben. Sie haben nach dem Ergebnis der amerikanischen Studie über das Konsumverhalten bei Schokolade einen geringeren Body-Mass-Index (BMI) als Schokoladen-Verweigerer.

Weisheit zum (Schokoladen)-Glück

"Dem Unersättlichen in jeglichem Genuss wird selbst das Glück zum Überdruss."

Ludwig Bechstein

Schokolade, der Glücksmacher
Krimifreundin, am 20.08.2011
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Autor seit 13 Jahren
254 Seiten
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